• RTL Group S.A. - Kürzel: RRTL - ISIN: LU0061462528
    Börse: XETRA / Kursstand: 35,940 €
  • HOCHTIEF AG - Kürzel: HOT - ISIN: DE0006070006
    Börse: XETRA / Kursstand: 79,750 €
  • Deutsche EuroShop AG - Kürzel: DEQ - ISIN: DE0007480204
    Börse: XETRA / Kursstand: 21,140 €
  • BASF SE - Kürzel: BAS - ISIN: DE000BASF111
    Börse: XETRA / Kursstand: 52,670 €
  • Allianz SE - Kürzel: ALV - ISIN: DE0008404005
    Börse: XETRA / Kursstand: 188,900 €
  • HeidelbergCement AG - Kürzel: HEI - ISIN: DE0006047004
    Börse: XETRA / Kursstand: 50,480 €
  • Talanx AG - Kürzel: TLX - ISIN: DE000TLX1005
    Börse: XETRA / Kursstand: 38,540 €

Die Dividendenrendite wird berechnet, indem man die Dividende je Aktie durch den Kurs teilt und mit 100 multipliziert, um eine Prozentzahl zu erhalten. Die Kennzahl gibt an, wie viel Geld des aktuellen Kurses einer Aktie der Anleger in Form von Gewinnausschüttungen (Dividenden) pro Jahr wieder zurückerhält. Investiert ein Anleger zum Beispiel 1.000 Euro in eine Aktie mit einer Dividendenrendite von fünf Prozent, so erhält er 50 Euro pro Jahr an Dividende ausbezahlt (vor Steuern). In 20 Jahren hätte sich seine Investition in die Aktie allein über die Dividende wieder amortisiert - aber natürlich nur, wenn die Dividende konstant bleibt (ebenfalls ohne Berücksichtigung von Steuern).

Durch den sogenannten Dividendenabschlag, bei dem sich der Kurs der Aktien um die gezahlte Dividende ermäßigt, scheint die Dividende übrigens ein Nullsummenspiel zu sein, da der Kurs der Aktie um den Betrag der Ausschüttung sinkt. Langfristig ist das aber kein Problem, wenn das Unternehmen mindestens so viel verdient, wie es an die Aktionäre ausschüttet. Eine wichtige Kennzahl in diesem Zusammenhang ist die sogenannte Ausschüttungsquote, die angibt, welchen Anteil des Gewinns das Unternehmen in Form von Dividenden ausschüttet. Oft wird der Dividendenabschlag sogar innerhalb kurzer Zeit wieder aufgeholt. Kann ein Unternehmen die Dividende Jahr für Jahr anheben, so geht das in der Regel sogar mit steigenden Kursen einher, weil die höhere Ausschüttung die Aktien für Anleger attraktiver macht.

Die Dividendenrendite kann auf zwei Arten steigen: Entweder die Dividende je Aktie wird angehoben, oder der Kurs sinkt. Aus Anlegersicht ist natürlich der erste Grund erfreulicher als der zweite. Kursrückgänge können aber dazu führen, dass es dividendentechnisch viele Schnäppchen gibt. Wer zu den abgestürzten Kursen kauft, kassiert viel Dividende für das wenige Geld, das er ausgibt. Insofern kann eine hohe Dividendenrendite auch alleine ein wichtiges Kriterium sein, wenn man nach Schnäppchen am Aktienmarkt sucht. Entscheidend ist aber, dass die Dividende anschließend nicht gekürzt wird.

Durch den jüngsten Ausverkauf gibt es am deutschen Aktienmarkt zahlreiche Aktien, die mit attraktiven Dividendenrenditen aufwarten können.

Der folgende Screenshot zeigt die Aktien aus DAX, TecDAX, MDAX und SDAX, die für das Jahr 2019 mit Dividendenrenditen von mehr als sechs Prozent aufwarten können. Die Dividende für 2019 ist die Dividende, die im Jahr 2020 an die Anleger ausgeschüttet wird.

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Dividendentechnisch ganz oben stehen aktuell die Aktien des TV-Konzerns RTL Group, der europaweit 68 Fernsehprogramme und 30 Radioprogramme ausstrahlt und nebenbei acht Streaming-Plattformen betreibt. Die hohe Dividende ist Kehrseite von Kursverlusten in den vergangenen Jahren. Seit 2014 hat sich der Kurs fast gedrittelt, weil Anleger dem sogenannten linearen Fernsehen im Unterschied zu Streaming-Angeboten von Netflix & Co. keine große Zukunft mehr zutrauen. Wer das für eine Fehleinschätzung hält und genügend Sitzfleisch mitbringt, kann sich bei RTL aktuell über eine Dividendenrendite von rund 11 Prozent freuen. Die Dividende je Aktie soll den Analystenschätzungen zufolge im laufenden Jahr und im kommenden Jahr zwar sinken, aber nur minimal.

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RTL-Group-Chart

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Ebenfalls hohe Dividendenrenditen von mehr als neun Prozent bieten aktuell die Aktien der Mobilfunkbetreiber Telefónica Deutschland und freenet. Hier schrecken die Anleger vor möglicherweise hohen Investitionsausgaben in die Netze zurück, die in den kommenden Jahren fällig werden könnten.

Auch der RTL-Konkurrent ProSiebenSat.1, die Aareal Bank, die Deutsche Pfandbriefbank, das Bauunternehmen Hochtief, der Immobilienkonzern Deutsche EuroShop und das Kunststoffunternehmen Covestro bieten ihren Aktionären Dividendenrenditen von mehr als sieben Prozent.

Neben der Dividendenrendite ist auch die Dividendenentwicklung wichtig. Ein Unternehmen sollte in der Lage sein, die Dividende langfristig zumindest konstant zu halten. Im Idealfall kann ein Unternehmen seine Dividende sogar Jahr für Jahr über lange Zeiträume anheben. Solche Dividendenchampions zeichnen sich oft langfristig durch eine erfreuliche Performance für Anleger aus.

Die folgenden Charts zeigen Aktien von Unternehmen aus DAX, TecDAX, MDAX und SDAX, die ihre Dividende je Aktie seit mindestens fünf Jahren angehoben haben, die ihre Dividende weiter anheben dürften und die aktuell über eine Dividendenrendite von mindestens vier Prozent verfügen.

Hochtief (Dividendenrendite 7,55 %)

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Hochtief-Chart

Deutsche EuroShop (Dividendenrendite 7,33 %)

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Deutsche EuroShop-Chart

BASF (Dividendenrendite 6,17 %)

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BASF-Chart

Allianz (Dividendenrendite 5,04 %)

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Allianz-Chart

HeidelbergCement (Dividendenrendite 4,48 %)

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HeidelbergCement-Chart

Talanx (Dividendenrendite: 4,01 %)

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Talanx-Chart

Bezogen auf die zu erwartenden Dividenden sind die gezeigten Aktien äußerst attraktiv. Das Kursmomentum zeigt aktuell allerdings noch deutlich nach unten. Anleger sind also gut beraten, erst auf Anzeichen eine Bodenbildung zu warten, bevor sie bei den gezeigten Dividenden-Schnäppchen zugreifen.


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