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Fortsetzung der Rallye bis in den Januar möglich

Freundliche Konjunkturdaten und die Aussicht der amerikanischen Notenbank auf ein baldiges Ende der expansiven Geldpolitik verhalfen den Weltaktienmärkten zu weiteren Kurssteigerungen in Höhe von 0,4%. Euroland insbesondere Deutschland legten sogar um 1,2 bzw. 1,4% zu. Allerdings erhöht das nahende Ende des Zinserhöhungszyklus in den USA auch den Druck auf den Dollar. Ein abruptes Ende des Greenback-Höhenfluges war insbesondere gegenüber dem Yen zu beobachten, dessen Wiedererstarkung die japanischen Exportunternehmen tendenziell belastet und den japanischen Aktienmarkt somit in die längst überfällige Konsolidierung mit einem Minus von 0,7% schickte.

Das konjunkturelle Umfeld präsentiert sich unverändert konstruktiv bei gleichzeitig begrenzten Preisrisiken. In den USA konnten nicht nur wichtige Frühindikatoren wie z.B. der Philly Fed sowie der Empire Manufacturing überzeugen, sondern auch die Industrieproduktion mit einem Anstieg von 0,7% im November. Das überraschend hohe Handelsbilanzdefizit im Oktober ist auf den durch die Hurrikanes verursachten Ölimportstau wegen geschlossener Häfen zurückzuführen. Andererseits ist der Kapitalhunger nach dem US-Dollar auf unverändert hohem Niveau, so dass die Defizite ausreichend finanziert werden können. In Deutschland überraschte der ifo-Geschäftsklimaindex mit einem 5-Jahreshoch. Damit wird der seit Frühjahr andauernde Aufschwung untermauert. Auch im nächsten Jahr sind die Aussichten mit der Fußball-WM und den erwarteten vorgezogenen Konsumausgaben als Folge der geplanten Mehrwertsteuererhöhung im Jahr 2007 unverändert gut.

Von den Unternehmen gab es bislang nur wenige Gewinnwarnungen im Vorfeld der Berichterstattung für das Schlussquartal 2005. Die Investmenthäuser Goldman Sachs und Bear Sterns konnten bereits neue Rekordergebnisse erzielen. In den USA zeichnet sich zudem eine Wende im negativen Sentiment im Pharmabereich ab. Nachdem bei Merck bereits Prozessrisiken vorerst auf die lange Bank geschoben wurden, profitierte Pfizer von der Abwehr einer Patentschutzklage beim Kassenschlager und Blockbuster Lipitor. Pfizer kann das Patent somit weitere Jahre behalten. Der zuletzt stark unter Druck geratene Aktienkurs konnte daraufhin mehr als 10% zulegen.

Insgesamt gibt es kaum Gründe, warum die Jahresendrallye an den Aktienmärkten nicht weiter anhalten sollte. Die geringe Umsatztätigkeit lässt lediglich darauf schließen, dass es in den nächsten beiden Wochen etwas ruhiger zugehen wird. Die meisten institutionellen Anleger dürften ihre Bücher weitgehend geschlossen haben und nur noch bedingt gewillt sein, Neuengagements einzugehen. Insofern sind größere Kurssprünge erst wieder zu Jahresbeginn zu erwarten. Generell sieht COMINVEST Chancen für die Fortsetzung der Rallye bis in den Januar hinein. Für die positive Grundstimmung sorgt unter anderem die Einigung beim Streit über den EU-Finanzhaushalt. Von diesem Kompromiss können zudem positive Signale für die Verhandlungen zur EU-Verfassung ausgehen.

Bedingt durch die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel ist in den kommenden zwei Wochen die Datenlage für die Entwicklung am Rentenmarkt recht dünn. Der Fokus bei den amerikanischen Daten wird auf den Veröffentlichungen zum US-Immobilienmarkt liegen. Nach der Entwicklung in den vergangen Monaten rechnet COMINVEST mit einer weiterhin schwachen Tendenz, die sich aufgrund von Vermögenseffekten auch auf den privaten Konsum auswirken wird. In Euroland ist die Datenlage gleichermaßen schwach, das Augenmerk wird auf den Frühindikatoren des verarbeitenden Gewerbes in Italien, Frankreich und Belgien liegen. Hier sollte sich die Entwicklung, die im ifo-Geschäftklimaindex der vergangenen Woche abzulesen war, widerspiegeln. Für die laufende Woche rechnen wir mit einem leicht freundlicheren Bund Future, der sich in der zweiten Woche dann allerdings wieder auf ein Niveau von 121,75 abschwächen sollte.