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Höhere Ölpreise

EWU Außenhandel: Im Oktober lagen die Exporte im Drittstaaten mit minus 0,4% nur leicht unter dem Septemberwert, die Import legten um 1,0% zu, was insgesamt zu einem Handelsbilanzüberschuß von 5,5 Mrd. Euro führte. Die Detailzahlen bis September zeigen erneut, daß die Wachstumsmärkte der EWU Exporteure in den Schwellenländern liegen. Hier wurden die höchsten Zuwächse beim Handel erzielt wurden. Das höchste Defizit weist die Eurozone ggü. China auf (-35,7 Mrd. Eur). Ggü. Großbritannien und USA, den beiden wichtigsten Handelspartnern, konnten die Überschüsse leicht gesteigert werden. Den Überschuß in der Handelsbilanz sehen wir als Hauptgrund für den von uns erwarteten Leistungsbilanzüberschuß im Oktober.

UK Hauspreisindex: Der Immobiliensektor in Großbritannien kühlt weiter ab. Dies ist die Botschaft des RICS Hauspreisindex. Dieser Index resultiert aus einer Befragung von Bausachverständigen und zeigt an, ob mehr Sachverständige über einen Ansteig oder einen Rückgang der Preise berichten. Im November fiel der Index zum siebten Mal in Folge und erreichte mit –48 das tiefste Niveau seit 1992, ein eindeutiges Zeichen, daß der seit fünf Jahren andauernde Boom am Immobilienmarkt zum Ende gekommen ist. Die sinkenden Hauspreise könnten über den Vermögenseffekt auch zu einer Dämpfung des privaten Konsums beitragen. Zieht man noch das ruhige Preisklima mit in Betracht, dann hat die Bank von England keinerlei Anlaß, erneut an der Zinsschraube zu drehen. Im Gegenteil, der nächste Schritt im späteren Verlauf 2005 könnte eine Senkung sein.

Höhere Ölpreise: Die Rohölpreise tendieren seit 10 Tagen wieder fester. Die heutigen Daten zu den US Ölreserven könnten den Trend verfestigen. Es wird befürchtet, daß das kalte Wetter an der US Ostküste zu einem Rückgang der Vorräte geführt hat. Hinzu kommen die anhaltenden Probleme im Irak sowie Förderrückgänge bei Yukos. Wir erwarten zunächst ein Anhalten der festen Preistendenz. Ehe die optimistischen Preisprognosen der Vorstandsvorsitzenden von Total (30 USD) sowie Royal Dutch/Shell (25 USD) für 2005 Wirklichkeit werden können, dürfte noch einige Zeit vergehen.

Niedrigere Wachstumsprognosen: Mit dem ifo Institut sowie dem HWWA haben zwei weitere Forschungsinstitute ihre Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum 2005 gesenkt. Die Wachstumsimpulse aus dem Ausland würden abflachen und die Binnenwirtschaft würde nicht genug Dynamik entfalten, um diesen Effekt auszugleichen. Das ifo schätzt ein BIP Wachstum von 1,2% und das HWWA von nur 0,9%. Sollte sich das niedrigere Wachstum tatsächlich einstellen, dürfte die Haushaltsplanung der öffentlichen Hand vor neuen Problemen stehen. Daher kann es FM Eichel nur recht sein, daß Rußland seine Auslandsschulden vorzeitig zurückzahlen will. Der deutsche Anteil 2005 könnte dabei bis zu 6 Mrd. Dollar betragen.