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Externe Quelle: Landesbank Rheinland-Pfalz

Jahreshoch zum Jahresende?

Die freundliche Tendenz an den Aktienmärkten setzte sich auch in der abgelaufenen Woche fort und führte den DAX im Wochenverlauf auf ein neues Jahreshoch. Damit zeichnet sich für das Börsenjahr 2004 trotz diverser Rückschläge noch ein versöhnlicher Jahresausklang ab.

Geringer Newsflow

Der ohnehin schon geringe Nachrichtenfluss der vergangenen Tage droht in der folgenden Woche fast komplett zu versiegen. Abgesehen vom USKonsumentenvertrauen stehen sowohl auf makro- als auch auf mikroökonomischer Ebene keine marktbewegenden Veröffentlichungen auf der Agenda.

Auch der Übernahmepoker um die London Stock Exchange (LSE) dürfte zunächst nicht für neue Nachrichten sorgen. Nachdem Euronext - wie von uns erwartet - angekündigt hat, ebenfalls Gespräche mit LSE bezüglich einer Übernahme zu führen, gerät die Deutsche Börse zwar verstärkt unter Zugzwang, doch rechnen wir erst nach dem Jahreswechsel mit einer Aufstockung des Angebots. Bei Bayer reagierte die Börse heute relativ gelassen auf den Entwicklungsstopp des Schlaganfall-Medikamentes Repinotan. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass hieraus in der nächsten Woche noch negative Nachwirkungen entstehen.

Insgesamt dürften die Kursbewegungen auf Einzeltitelebene aber auch in der Folgewoche eher von Window Dressing-Aktivitäten als von neuen fundamentalen Erkenntnissen geprägt sein. So war z.B. zuletzt eine verstärkte Nachfrage nach dem Jahresgewinner Continental feststellbar, während Jahresverlierer Infineon gegen einen freundlichen Gesamtmarkttrend weitere Kursrückgänge verzeichnen musste. Zwar dürften die meisten institutionellen Anleger mittlerweile die entsprechenden Portfolioanpassungen vollzogen haben, doch sind letzte Bereinigungen dieser Art nicht auszuschließen. Durch die Abwesenheit zahlreicher Marktteilnehmer dürften die Umsätze allerdings vergleichsweise niedrig ausfallen, was in einzelnen Fällen durchaus noch zu größeren Kursbewegungen führen könnte.

Saisonalität als Kurstreiber

Das an dieser Stelle bereits mehrfach herausgestellte saisonale Performance- Muster deutet kurzfristig auf eine Fortsetzung der positiven Entwicklung hin. In den letzten 40 Jahren war im Zeitraum der letzten beiden Dezemberwochen sowie der ersten Januarwoche ein durchschnittliches Plus von 4% zu verzeichnen. Damit trugen diese drei Handelswochen alleine etwa die Hälfte zur durchschnittlichen Gesamtjahresperformance von 8% p.a. bei. Angesichts fehlender fundamentaler Impulse scheint es nicht unwahrscheinlich, dass sich der DAX auch in diesem Jahr an seinem historischen Verlaufsmuster orientiert und damit sowohl einen freundlichen Jahresausklang als auch einen positiven Start in das Börsenjahr 2005 verzeichnet.

Relativ schnell dürften dann aber wieder fundamentale Faktoren die Börsenstimmung prägen. Bereits in der ersten Januar-Woche wird der Nachrichtenfluss auf Unternehmensebene deutlich zunehmen, wenn einige große US-Einzelhändler wie Wal-Mart oder Best Buy ihre Dezember-Verkaufszahlen nennen. Mit Ford und GM werden zudem zwei der großen US-Automobilhersteller die Absatzzahlen für Dezember veröffentlichen. Darüber hinaus dürfte eine Reihe von Unternehmen erste Eckdaten zum abgelaufenen Geschäftsjahr liefern. Dies dürfte die erste Bewährungsprobe für den aktuellen Aufwärtstrend darstellen.

Weiterhin moderate Bewertung

Sofern größere negative Überraschungen im Rahmen der Berichterstattung allerdings ausbleiben, deutet sich unter Bewertungsgesichtspunkten durchaus Raum für fortgesetzte Kursanstiege an. Insbesondere am deutschen Aktienmarkt ist die Kursentwicklung im laufenden Jahr hinter der Gewinnentwicklung zurückgeblieben. Somit ist der DAX mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von ca. 13 auf Basis unserer Gewinnschätzungen für 2005 trotz der jüngsten Kursgewinne weiterhin moderat bewertet.

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