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Externe Quelle: SEB

M3 Wachstum bleibt hoch

Wie erwartet hat sich das Verbrauchervertrauen im März eingetrübt. Der Index des Conference Board fiel von 103,0 auf 97,7 Punkte zurück, der Vertrauensindex von ABC News sank um 1 auf –17 Punkte. Als ein Hauptgrund werden die höheren Ölpreise angesehen. Die Benzinpreise stiegen im März ggü. Vorjahr um über 20%. Dies dürfte auch der US Notenbank nicht verborgen geblieben sein. Bei negativen Auswirkungen auf den privaten Konsum könnte die Notenbank zu einem vorsichtigeren Agieren veranlaßt werden.

M3 Wachstum bleibt hoch: Auch für März erwarten wir keine Entspannung beim Geldmengenwachstum in der Eurozone. Nach wie vor regt das anhaltend niedrige Zinsniveau das M3 Wachstum über seinen stimulierenden Effekt auf die liquiden Komponenten von M1 sowie auf die Kreditvergabe an den privaten Sektor an. Die fortschreitende Normalisierung des Anlageverhaltens ist aber immer noch zu schwach, um ein adäquates Gegengewicht darzustellen. Die Überschußliquidität steigt weiter, ist aber aufgrund der schwierigen Wirtschaftslage derzeit kein Anlaß für die EZB, eine Zinserhöhung anzudenken.

Flaute: Nur noch ein reales Wachstum von 0,7% erwarten die führenden sechs Wirtschaftsforschungsinstitute für Deutschland 2005. Die Wachstumsschwäche soll im zweiten Halbjahr überwunden werden und 2006 ein BIP Wachstum von 1,5% ermöglichen. Wir können beiden Prognosen wenig Positives abgewinnen. Das Wachstum dürfte auch 2006 zu niedrig sein, um eine merkliche Trendwende am Arbeitsmarkt herbei zu führen. Ohne zusätzliche Reformanstrengungen wird es nicht gehen. Wie befürchtet, bedeutet die geringere Prognose nichts Gutes für die Staatsfinanzen. Nach einer Faustformel führt ein Prozent weniger Wachstum zu Steuermindereinnahmen von 5 Mrd. Euro. Entsprechend erwarten die Institute, daß Deutschland auch 2005 und 2006 das Defizitkriterium des Stabilitätspaktes deutlich überschreiten wird. Die Bruttoschulden steigen bis auf 68,5% des BIP bis Ende 2006. Für die Eurozone sind die Institute optimistischer. Das BIP soll 2005 1,4% und 2006 2,0% erreichen. Der Preisdruck bleibt gering. Die Verbraucherpreise werden 2005 um 2,0% und 2006 um 1,6% steigen. Folgerichtig erwarten die Experten erst 2006 Zinsanhebungen der EZB um insgesamt 50bp.

EZB Devisenreserven: Die EZB sucht nach Wegen, die Verzinsung der Devisenreserven (36,3 Mrd. Eur) zu steigern. Angedacht ist eine Diversifizierung in unterschiedliche Finanzinstrumenten sowie der Einsatz von Derivaten.

Griechenlands Notenbank warnt: Nur ein Wachstum von 3% erwartet die Notenbank für 2005. Die Inflationsrate von 4,0% würde die Wettbewerbsfähigkeit des Landes unterminieren. Reformen am Arbeitsmarkt und in der Sozialversicherung sollten endlich in Angriff genommen werden. Die Gewerkschaften haben Widerstand angekündigt.

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