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Externe Quelle: SEB

M3 Wachstum bleibt hoch

Die Liquiditätsversorgung in der Eurozone bleibt reichlich. Das Wachstum der Geld-menge M3 wird nach wie vor hauptsächlich vom stimu-lierenden Einfluß der niedrigen Zinsen getragen. Dies zeigt sich auch am deutlichen Anstieg der sonstigen kfr. Einlagen. Das Wachstum von M1 hat sich dagegen abgeflacht. Bei den Gegenpositionen von M3 wird das niedrige Zinsniveau zu einer weiteren Zunahme des Kreditwachstums an den privaten Sektor geführt haben, womit das allgemeine Wirtschaftswachstum gestützt wird. Für die EZB Geldpolitik hat M3 derzeit aufgrund der hohen Preisstabilität eine untergeordnete Rolle.

Mehr Zeit für Italien: Der erste Testfall für die neuen Regeln des Stabilitäts- und Wachstumspaktes wird Italiens Staatshaushalt sein. Morgen wird die EU Kommission erklären, daß das Defizit die Grenze von drei Prozent übersteigt und wird dem Land bis 2007 Zeit geben, das Budget regelkonform zu gestalten. Die Empfehlung der EU Kommission muß von den EU Finanzministern auf dem Treffen am 12. Juli bestätigt werden. Sollte dies nicht geschehen, wäre dies ein klares Zeichen, daß niemand an Budgetdisziplin gelegen ist. Bereits nächste Woche will die italienische Regierung ihre langfristige Finanzplanung vorlegen. Daraus wird schon ersichtlich sein, ob ernsthaft an einer Konsolidierung des Haushaltes gearbeitet werden soll. Eine weitere Frage bleibt, ob die Regierung Berlusconi bis zur Wahl 2006 die Kraft hat, zusätzliche Reformen einzuleiten.

Ifo stabilisiert sich: Mehr als eine leichte Erholung war im Juni nicht möglich. Nach vier Rückgängen in Folge von 96,4 Punkten im Januar auf 92,9 Punkte im Mai konnte das ifo Geschäftsklima im Juni nur ein Plus von 0,4 Punkten verzeichnen. Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen. Der Rückgang des Euro sowie die Aussicht auf vorgezogene Neuwahlen in Deutschland wurden als Gründe angeführt. Mehr als ein Hoffnungszeichen ist dies nicht. Erst eine weitere Besserung in den kommenden Monaten wäre ein verheißungsvolles Zeichen.

BIZ warnt: Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich warnt in ihrem Jahresbericht vor einer Reihe von globalen Risiken, inklusive der hohen Ölpreise sowie der steigenden Verschuldung. Auch die globalen Ungleichgewichte verlangten nach einer Lösung, die Zeit dafür werde knapp. Eine ungeordnete Auflösung könne zu einem ernsthaften Problem für die Weltwirtschaft werden. Bezüglich der Inflationsaussichten ist die BIZ der Meinung, daß die Inflation aufgrund der fest verankerten Inflationserwartungen sowie des gedämpften Lohndrucks unter Kontrolle bleiben wird. Aber Wachsamkeit sie auch künftig geboten. Keineswegs pessimistisch ist die BIZ für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr. Die Weltwirtschaft wachse nur unwesentlich langsamer als im sehr guten Jahr 2004.

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