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Externe Quelle: SEB

Neuer Preisschub beim Ölpreis

Der Rohöl Future hat am Freitag in New York einen neuen Höchstkurs erreicht. Vor allem die Sorgen über zu geringe Raffineriekapazitäten wurden als Auslöser für den jüngsten Preisanstieg genannt. Die Sorgen über die wachstumshemmenden Wirkungen werden bald wieder zunehmen. Aber auch die negativen Wirkungen auf die Konsumentenpreise dürften sich schon bald zeigen und einen stärkeren Rückgang der Preissteigerungsrate in den kommenden Monaten verhindern. Dies dürfte die EZB eher in ihrer abwartenden Haltung bestärken.

EU vor Scherbenhaufen: Erwartungsgemäß gab es bei dem EU Gipfel keine Einigung über das EU Budget 2007 bis 2013. Zu weit waren die Standpunkte auseinander. Der Schaden für den Euro hielt sich bis jetzt in Grenzen. Die Marke von 1,22 ggü. dem USD wurde gehalten. Durch die Weigerung vor allem der Briten, dem EU Haushalt zuzustimmen, muß die EU jetzt die Debatte über die grundsätzliche Struktur des EU Haushalts beginnen. Premier Blair will während seiner EU Regentschaft in der zweiten Jahreshälfte einen neuen Finanzierungsvorschlag unterbreiten und auch EU Kommissionspräsident Barroso will einen neuen Entwurf des EU Budgets mit tiefen Einschnitten bei den Agrarausgaben vorlegen. Der Weg zu einer Einigung ist u. E. weit und eher Gegenwind für den Euro.

US Leistungsbilanz: Mit einem Defizit von 195,1 Mrd. USD erreichte das US Leistungsbilanzdefizit im Q1 2005 einen neuen Höchststand, 7 Mrd. mehr als in Q4 2004 und 49 Mrd. USD mehr als in Q1 2004. Auf Jahresrate hochgerechnet steuert das Defizit jetzt auf 800 Mrd. USD zu. Dem USD hat das Defizit nur wenig geschadet, was darauf hindeutet, daß andere Themen eine bedeutendere Rolle spielen. Darunter sind die Probleme in der EU, die unterschiedliche Notenbankpolitik sowie die Kapitalzuflüsse in die USA aufgrund des Homeland Investment Acts. Längerfristig bleibt das Defizit aber ein großes Problem für den USD. Die jüngsten Daten über die Kapitalzuflüsse in die USA zeigen recht niedrige Zuflüsse, die zur Finanzierung des Defizits nicht ausreichen. Und vor allem, die Käufe der ausländischen Notenbanken über die letzten 12 Monate sind kontinuierlich zurückgegangen, machen private Zuflüsse noch wichtiger.

Wichtigste Daten der Woche: In Deutschland wird der ZEW Index (Die) Auskunft über die Stimmungslage unter den Kapitalmarktexperten geben. Wir rechen mit einer leichten Stimmungsbesserung, besonders durch den Rückgang des Euro sowie die Aussicht auf eine vorgezogene Bundestagswahl im September. In Schweden steht die Zinsentscheidung der Reichsbank (Die) im Mittelpunkt. Wir rechnen unverändert mit einer Zinssenkung um 50 bp auf 1,50%. Dies könnte sich negativ auf die SEK auswirken. In den USA halten wir den Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter (Fre) für die wichtigste Veröffentlichung.