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Externe Quelle: Helaba - Landesbank Hessen-Thüringen

„Sell in May and go away“ !?

Ein stärker als erwartet gestiegener core CPI sorgte für neuerliche Inflationsängste und damit dafür, dass die Aktienbörsen deutlich unter die Räder kamen. An der Geschwindigkeit des Moves kann man ablesen, dass die Nervosität der Marktteilnehmer sehr stark ausgeprägt ist. Das Core CPI lag bei 0,3 % und damit um 0,1 % über den Schätzungen, die Jahresrate notiert damit bei 2,3 %. Dieser Zahl kommt deshalb eine so hohe Bedeutung zu, da die Fed in der letzten Woche nochmals betont hatte, dass man auf die „incoming“ data schauen wird, um festzustellen, ob weitere Zinsanhebungen notwendig sein werden. Zuletzt ist man von einer 36%tigen Wahrscheinlichkeit ausgegangen, dass die Fed am 29. Juni die Zinsen auf 5,25 % anheben wird, seit gestern ist der Erwartungswert auf 54 % geklettert. Zudem gibt es immer mehr Stimmen, welche davon ausgehen, dass das „earnings growth“ im 2. Halbjahr zurückgehen wird. Die Umsätze, sowohl an der NYSE als auch an der Nasdaq, lagen mit jeweils 2 Mrd. Aktien über den Durchschnitt. Wie hoch die Nervosität gestern war, lässt sich gut am VIX ( CBOE Volatility Index ) ablesen. Dieser stieg um 15 %. Mit der gestrigen Candle wurde der Supportbereich im Dow zwischen bei 11.350 und 11.300 nach unten durchbrochen. Die Trendfolger zeigen entsprechend alle weiter nach unten. Da jedoch das untere Bollinger Band als „Extrembereich“ erreicht wurde, werden technische Erholungen wahrscheinlicher. Einzigster Gewinner im Dow war die Aktie von Hewlett Packard, welche um 3,38 % zulegen konnte. Der Konzern hatte zuvor die Zahlen für das 2. Fiskaljahr bekannt gegeben und dabei die Erwartungen sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn übertroffen. Die Verliererliste wurde von Alcoa ( - 4,40 %) angeführt, es folgten GM ( - 4,19 %) und Boing ( - 3,04 %).

Auch hierzulande wurden die amerikanischen CPI-Zahlen und die damit latente Gefahr weiterer Zinssteigerungen mit massiven Aktienverkäufen quittiert. Der Dax gab bei recht hohen Umsätzen um 3,4 % nach. Als die technische Unterstützungszone im Bereich von 5.860/5.850 nach unten durchbrochen wurde, beschleunigte sich die Bewegung und kam erst auf der nächsten größeren Supportmarke ( 5.661 Punkte) zu stehen. Damit wurde die Aufwärtsbewegung des Dax ( beginnend bei 5.300 Punkten ) mehr als 59 % korrigiert. Eine kleine Supportlinie findet sich nun bei 5.620 Punkten im Dax, sollte auch diese unterschritten werden, müsste das nächste Kursziel, auf dem Weg nach unten, bei rund 5.500 Zählern fest gemacht werden. Wenig verwunderlich ist es, dass es lediglich einen Gewinner im Dax gab, die Hypo Real Estate kletterte um 0,93 % auf 48.69 €. Eine Kaufempfehlung durch DrKW hatte sich hier positiv ausgewirkt. Die Verliererliste wurde von der Commerzbank mit einem deutlichen Abschlag von 5,00 % angeführt. BMW (- 4,85 %), Allianz ( -4,43 %), DaimlerChrysler (- 4,18 %) und MAN ( - 4,12 %) gaben ebenfalls deutlich nach. Auf der Hauptversammlung der Lufthansa wurden die Gewinnziele nochmals untermauert, zudem strebt man einen Börsengang von Thomas Cook an, an welchem die Lufthansa 50 % der Anteile hält.