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Externe Quelle: Postbank

US-Einzelhandelsumsätze mit massivem Anstieg

Die US-Einzelhandelsumsätze sind im April massiv um 1,4% gegenüber Vormonat gestiegen. Auch die Kernrate ohne Autoabsätze kletterte ausgesprochen stark um 1,1%. Damit stiegen die Umsätze in beiden Abgrenzungen jeweils doppelt so stark, wie von uns und vom Markt erwartet worden war. Zugleich wurden auch die Werte für März und Februar jeweils leicht nach oben revidiert.

Die Umsätze stiegen im April über fast alle Sparten hinweg kräftig an. Leicht rückläufig war der lediglich Absatz von Sportartikeln und Gütern aus dem Elektronikbereich. Ein sehr starkes Umsatzwachstum war dagegen bei Autos, Bekleidung und den Tankstellen festzustellen, wobei letzteres wohl vor allem auf weiter gestiegene Benzinpreise zurückzuführen sein dürfte.

Insgesamt macht der Einzelhandelsbericht aber einen sehr starken Eindruck. Allerdings kann auch hier wie bei vielen US-Daten aus März und April nicht ausgeschlossen werden, dass es bei den Monatswerten zu Verzerrungen durch die frühe Lage des Osterfestes gekommen ist. So relativiert sich die positive Entwicklung am aktuellen Rand etwas, wenn man beide Monate zusammen betrachtet. Im Durchschnitt März/April expandierten die Einzelhandelsumsätze um 0,9% und die Kernrate ex Autos um 0,6 - 0,7%. Damit lag das Wachstum der gesamten Umsätze incl. Autos leicht höher als im Durchschnitt des Jahres 2004, während sich der Anstieg der Kernrate immerhin noch in etwa auf dem Durchschnittsniveau von 2004 bewegte.

Die Befürchtungen über einen soft patch beim Privaten Verbrauch, die nach den schwachen März-Daten aufgekommen waren, haben sich damit bis jetzt also nicht bestätigt. Gleichwohl rechnen wir immer noch damit, dass sich das Wachstum des Privaten Konsums im 2. Quartal etwas abschwächen könnte. Das Risiko für unsere Q2-Prognose für den Privaten Verbrauch und auch für BIP von annualisiert jeweils knapp 3% hat sich aber auf die Oberseite verlagert.