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Externe Quelle: Schroders Investment

Verhaltender Konjunkturausblick für 2005

Schroder Investment Management bleibt zurückhaltend im Ausblick für 2005. Ähnlich wie US-Notenbankchef Greenspan sieht das Unternehmen die als „Soft Patch“ bezeichnete Wachstumsdelle als überwunden. Ein wichtiger Aspekt wird jedoch auch im kommenden Jahr der Ölpreis bleiben, trotz des jüngsten Rückganges von den im Oktober erreichten Höchstständen. Keith Wade, Schroders Chefvolkswirt, rechnet 2005 mit einem US-Wirtschaftswachstum von drei Prozent im Gegensatz zu Konsens-Schätzungen, die eine Steigerung von 3,5 Prozent voraussagen.

„Derzeit wächst das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) noch mit einem ordentlichen Tempo von etwa vier Prozent“, erklärt Wade. „Viele wichtige Indikatoren deuten jedoch darauf hin, dass die wirtschaftliche Aktivität einen Höhepunkt erreicht hat und sich das Blatt nun zu wenden beginnt.“ Das US-BIP hat sich nur real, aber keinesfalls nominal erholt. Zahlreiche Unternehmen aus konsumnahen Branchen wie etwa General Motors haben ihre Preise reduziert, um Umsatz zu erzielen. Dies fiel zu Lasten des wertsteigernden Umsatzwachstums (Top Line Revenue Growth).

„Unsere Indikatoren zeigen, dass die fiskalpolitischen Anreize, die der US-Wirtschaft zuletzt auf die Beine halfen, langsam an Wirkung verlieren“, sagt Wade. „Der schwache Dollar wird 2005 die einzige wachstumstreibende Kraft sein. Dies erklärt auch die mangelnde Besorgnis der US-Regierung gegenüber dem jüngsten Verfall der Währung.“ Er weist des Weiteren darauf hin, dass Unternehmen die Auswirkungen des steigenden Ölpreises im kommenden Jahr am stärksten spüren werden. Erst dann wird der Mangel an Preisgestaltungsmöglichkeiten den Druck auf die Gewinnspannen erhöhen.

Mit Blick auf die Zinssituation im Jahr 2005 ergänzt der Chefvolkswirt: „Sowohl in Großbritannien als auch in der Eurozone werden im kommenden Jahr Zinssenkungen wieder auf der Agenda stehen.“ Die EZB und Bank of England könnten sich durch das angespannte Währungsumfeld genötigt sehen, ihre Zinspolitik zu lockern. Auch schwächt sich die wirtschaftliche Aktivität in diesen Währungsregionen ab. „In Großbritannien etwa droht eine Abschwächung sowohl im industriellen Bereich als auch im Bausektor“, schließt Wade ab. „Dies wird angesichts einer niedrigen Inflation dazu führen, dass Zinssenkungen wieder ein Thema werden.“