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Die Befürchtung wurde zur Gewissheit, die Kurserholung der Kryptowährungen im Juli war nur ein Strohfeuer. Dabei hat gerade der starke Leithammel Bitcoin die Anleger an der Nase herumgeführt und täuschend echt einen bullischen Trendwendeansatz vorgegaukelt. Letztlich konnten die Bullen die Vorlage aber nicht nutzen, das Kartenhaus fällt wieder zusammen. Der Vergleichschart der Top 10 (ohne Cardano) zeigt die schwache Entwicklung. Ausgangspunkt im Chart ist der Start der Kurserholung ab Ende Juni. Nur noch Bitcoin und Stellar notieren hier im Plus, IOTA, EOS und Ripple müssen hingegen als größte Verlierer Kursverluste 30-40 % gegenüber dem Junitief hinnehmen.

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Krypto Vergleich

In dieser Betrachtung werfen wir einen Blick auf einige der größten Kryptowährungen (sortiert nach Marktkapitalisierung):

Bitcoin

In der vergangenen Woche erzeugte der Bitcoin mit dem Rückfall unter den Unterstützungsbereich bei 6.800 - 6.900 USD ein Verkaufsignal, welches die Notierungen zurück an die nächste Unterstützungszone bei 6.000 - 6.100 USD brachte. Dort läuft ein Stabilisierungsversuch, der im Idealfall scheitern sollte und weitere Abgaben bis 5.400 und 4.900 - 5.100 USD auf kurzfristige Sicht nach sich ziehen könnte. Darunter liegen mittel- und langfristige Abwärtsziele bei mittel- bis langfristig in Richtung 2.900 - 3.000 USD.

Eine nachhaltige Rückkehr über 6.900 - 7.100 USD hingegen würde eine weitere Erholungswelle bis 7.740 - 7.925 und 8.500 USD zulassen. Erst oberhalb von 8.550 hellt sich das Chartbild wieder deutlicher auf.

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BTC/USD Bitcoin Chartanalyse

Ethereum

Der Ether löste Ende Juli seine bärische Flagge nach unten hin auf und befindet sich seitdem in einem scharfen Abwärtstrend. Weitere Abgaben bis 275 - 280 USD sollten bald folgen. Geht es nachhaltig unter 270 USD, drohen mittelfristig weitere Kursverluste bis 200 - 205 USD.

Kurzfristige Kurserholungen treffen bei 350 - 365 und 400 USD auf Widerstand. Erst mit einem nachhaltigen Anstieg über 430 USD entsteht neues Erholungspotenzial bis 500 - 520 und 640 - 650 bzw. 825 - 830 USD.

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Ethereum ETH/USD Chartanalyse

Ripple

Einer der großen Verlierer war zuletzt der XRP, welcher mit dem Bruch der Unterstützungszone bei 0,43 USD ein größeres Verkaufsignal ausgelöst hatte. Die Folge war idealtypisch: Ein Kursrutsch bis zum Support bei 0,28 - 0,30 USD. Hier wäre eine Stabilisierung und Kurserholung möglich. Eine größere Trendwende nach oben wäre momentan aber nicht das Idealszenario.

Vielmehr droht bei einem nachhaltigen Rutsch unter 0,28 USD ein weiterer Abverkauf bis ca. 0,20 USD und darunter 0,175 oder 0,12 - 0,13 auf mittelfristige Sicht. Oberhalb von 0,39 USD wären Rückläufe an das Ausbruchslevel bei 0,42 - 0,44 USD möglich. Erst eine nachhaltige Rückkehr über 0,44 USD würde die charttechnische Situation verbessern. Dann kann eine Erholung bis 0,52 - 0,56 USD starten.

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Ripple XRP/USD Chart Analyse

EOS

EOS löste eine mehrwöchige Seitwärtsrange unterhalb von 9,40 USD nach unten hin auf und fiel weit zurück. Weitere Abgaben bis 3,87 - 4,00 und 3,30 - 3,45 USD wären noch möglich.

Für positive Impulse müsste eine Rückkehr über 7,50 USD gelingen. Dann wäre die Hürde bei 9,40 - 10,10 USD das Ziel. Oberhalb von 10,20 USD entstehen größere Kaufsignale.

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EOS EOS/USD

Stellar

Der Stellar ist mit dem Rückfall unter den Support bei 0,245 - 0,253 USD wieder auf die Bärenseite gewechselt. Aktuell kommt es zum Rücklauf an diesen Preisbereich, von wo aus die nächste Abwärtswelle bis 0,173 und 0,150 - 0,156 USD starten könnte.

Mit einer Rückkehr über 0,27 USD per Tagesschluss wäre hingegen eine weitere Erholungssequenz bis 0,33 oder darüber hinaus 0,45 - 0,48 USD möglich.

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Stellar XLM/USD

Litecoin

Schwach bleibt auch der Litecoin, der wie der Ether eine bärische Flagge nach unten hin aufgelöst hat. Weitere Verluste in Richtung 45 -47 oder sogar 32 - 37 USD könnten folgen.

Eine nachhaltige Rückkehr über 75 USD wäre ein erstens positives Signal für einen Turnaround, oberhalb von 80 entstehen erste kleine Kaufsignale für eine Kurserholung bis 95 - 103 oder 115 USD.

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Litecoin LTC/USD

Monero

Auf neue Jahrestiefs ist zuletzt Monero abgetaucht, nach der gescheiterten Stabilisierung im Juni und Juli könnte es zu weiteren Abwärtsbewegungen bis 81 oder 58 - 62 USD kommen.

Freundlicher gestaltet sich das Bild bei einem Anstieg über den Widerstandsbereich bei 115 - 125 USD. Dann kann die zentrale Hürde bei 147 - 153 USD attackiert werden. Erst deren Bruch würde Kaufsignale bringen.

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Monero XMR/USD Chartanalyse

Fazit:

Mit der jüngsten Kursentwicklung sind die Kryptowährungen wieder fest im Würgegriff der Bären. Gescheiterte Bodenbildungsversuche und Auflösung bärischen Kursformationen könnten für weiteren Abgabedruck sorgen. Abgesehen von kurzen, technischen Gegenbewegungen nach oben bleiben Longpositionierungen uninteressant und sehr spekulativ. Kommt es zum Worst Case Szenario, nimmt der Bärenmarkt jetzt nochmals deutlich an Fahrt auf.

Kryptowährungen bleiben hochriskante Spekulationen!