Würde man eine Liste der ewigen Turnaround-Kandidaten in Deutschland erstellen, K+S wäre sicherlich mit dabei. Nach einem fulminanten Lauf bis ins Jahr 2008, der angefeuert durch steigende Rohstoffpreise Kurse über 90 EUR mit sich brachte, steckt der Wert seit über 10 Jahren in einer Korrektur fest. Am 15. August wird das Unternehmen wieder einmal Zahlen vorlegen. Und der Kursverlauf signalisiert, dass der Markt die nächste negative "Überraschung" bereits einpreist.

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Analysten äußerten sich im Vorfeld äußerst vorsichtig. JPMorgan-Analyst Chetan Udeshi hat seine EBITDA-Prognose für das zweite Quartal wie auch für das Gesamtjahr reduziert. Der Produktmix im Kali-Geschäft überzeuge ihn aktuell nicht. Credit Suisse sieht ebenfalls Gefahren und weltweit weiter rückläufige Kali-Preise.

Aus charttechnischer Sicht fällt der Big-Picture-Chart von K+S klar in die Kategorie "Gruselkabinett". Bereits im vierten Quartal 2018 verließ die Aktie einen ultralangfristigen Aufwärtstrend zur Unterseite und scheiterte in den vergangenen Monaten mehrfach daran diesen zurückzuerobern. Ebenfalls im Fokus stand zuletzt die Marke von 15,00 EUR als wichtige Unterstützung. Diese wird aktuell signifikant zur Unterseite verlassen. Bleibt es dabei auch zum Monatsschluss, wäre ein neues starkes Verkaufssignal aktiviert, welches in den kommenden Wochen weitere Abgaben nach sich ziehen dürfte.

Die nächsten Ziele lassen sich bei 12,80 und 11,50 EUR bestimmen und leiten sich aus markanten Zwischentiefs der Aufwärtsbewegung in den Jahren 2005 und 2006 ab. Nur eine schnelle Rückeroberung der 15,00-EUR-Marke rettet die Bullen. Absicherungen für Shorts bieten sich oberhalb von 18,61 EUR an. Wer Stopps dagegen enger platzieren möchte, kann sich auch am bisherigen Monatshoch bei 16,80 EUR orientieren.

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Jahr 2018 2019e* 2020e*
Umsatz in Mrd. EUR 4,04 4,28 4,43
Ergebnis je Aktie in EUR 0,45 1,14 1,51
KGV 32 13 10
Dividende je Aktie in EUR 0,25 0,45 0,60
Dividendenrendite 1,74 % 3,14 % 4,18 %
*e = erwartet

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