• iShares Global Clean Energy UC - Kürzel: 2B7L - ISIN: IE00B1XNHC34
    Börse: Stuttgart / Kursstand: 9,462 €
  • S&P 500 - Kürzel: S500 - ISIN: US78378X1072
    Börse: JFD Bank / Kursstand: 3.377,91 Pkt
  • Microsoft Corp. - Kürzel: MSF - ISIN: US5949181045
    Börse: NASDAQ / Kursstand: 207,370 $

Nicht nur der Ausgang der letzten US-Präsidentschaftswahl am 8. November 2016 war überraschend, sondern auch die Reaktion des Aktienmarktes. Nachdem die US-Futures in der Wahlnacht vorübergehend stark eingebrochen waren, erholten sich die Kurse schnell und anschließend galt US-Präsident Donald Trump zumindest in der ersten Hälfte seiner Amtszeit sogar fast schon als Garant für steigende Kurse.

Dass Trump vom Markt zunächst als Heilsbringer und weniger als Unsicherheitsfaktor gesehen wurde hatte vor allem mit handfesten politischen Entscheidungen zu tun: Trump senkte die Regulierungslast für Unternehmen deutlich, beschleunigte Genehmigungsverfahren und sorgte vor allem für deutliche Steuersenkungen bei den Konzernen.

Vier Jahre später gilt ein Wahlsieg des Demokraten Joe Biden fast schon als sicher. Auch wenn man den chronisch unzuverlässigen US-Umfragen nicht unbedingt vertrauen sollte, scheint der Vorsprung der Demokraten dieses Mal so groß zu sein, dass ein Wahlsieg Trumps schon äußerst überraschend wäre.

Sowohl Trump als auch Biden hielten sich bisher mit inhaltlichen Aussagen zu ihren Plänen für die Zeit nach der Wahl zurück. Im Mittelpunkt des Wahlkampfes standen bisher nur gegenseitige Anfeindungen und zuletzt die Corona-Erkrankung Trumps. Klar ist aber trotzdem, dass die Politik Bides wohl deutlich weniger wirtschaftsfreundlich ausfallen würde als die Trumps.

So hat Biden bereits angekündigt, die umfangreichen Steuersenkungen von Trump wieder rückgängig machen zu wollen. Das würde aber vor allem die Konzerne treffen, deren Aktien zu den Triebfedern des Marktes gehörten. Nach einer Studie der Bank of America würden Unternehmen aus den Bereichen Kommunikationsdienstleistungen, diskretionäre Konsumausgaben und Informationstechnik überdurchschnittlich stark durch die Pläne belastet.

Aktien von Outperformern wie die von Apple, Amazon und Microsoft stammen aber genau aus diesen Sektoren und gehörten zu den Papieren, die für einen Großteil der Kursgewinne am Gesamtmarkt verantwortlich waren.

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S&P 500 im Vergleich mit Apple, Amazon und Microsoft

Ein Wahlsieg Bidens könnte die Outperformance von Apple & Co. durch eine höhere Steuerbelastung zumindest vorübergehend abbremsen. Langfristig könnte der Effekt trotzdem eher gering sein. Denn letztlich hängt das Schicksal der Technologiegiganten davon ab, dass sich ihr Wachstum fortsetzt und sich die rosigen Zukunftsaussichten, die in den Kursen derzeit eingepreist sind, bewahrheiten. In Bezug auf diese Frage könnten die Steuerpläne von Joe Biden aber eher nebensächlich sein.

In anderen Bereichen könnte ein Wahlsieg Bidens durchaus wirtschaftlich positive Folgen haben. Bidens "Green New Deal" könnte zu riesigen Investitionen im Bereich der Erneuerbare Energien führen und in diesem Bereich einen Boom auslösen. Die Kurse von Unternehmen aus diesem Sektor konnten in den vergangenen Monaten auch bereits deutlich anziehen, wie der Chart des ishares Global Clean Energy UCITS ETF zeigt.

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ishares Global Clean Energy UCITS ETF

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Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert: iShares Global Clean Energy UC, Microsoft Corp.

Bitte beachten Sie: Der Handel mit Derivaten ist mit einem erheblichen Risiko verbunden und kann unter Umständen zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals oder sogar zu einer Nachschusspflicht führen.