• DAX - Kürzel: DAX - ISIN: DE0008469008
    Börse: XETRA / Kursstand: 11.579,10 Pkt
  • Dow Jones Industrial Average - Kürzel: DJIA - ISIN: US2605661048
    Börse: NYSE / Kursstand: 26.180,30 $
  • S&P 500 - Kürzel: S500 - ISIN: US78378X1072
    Börse: Commerzbank CFD / Kursstand: 2.813,89 Pkt
  • Nasdaq-100 - Kürzel: ND100 - ISIN: US6311011026
    Börse: NASDAQ / Kursstand: 7.203,13 Pkt
  • EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,14330 $

Wichtige Nachrichten

  • In den USA sind die Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche um 5,8 Millionen auf 431,8 Millionen Barrel gestiegen. Der Anstieg lag damit deutlich über den Erwartungen. Die Volkswirte der Banken hatten im Schnitt nur mit einem Zuwachs um 1,6 Millionen Barrel gerechnet. Die bereits am Vortag veröffentlichten Daten des privaten American Petroleum Institute (API) hatten einen Anstieg um 7,8 Millionen Barrel gezeigt. Die Ölproduktion erhöhte sich um 0,4 auf 11,6 Millionen Barrel pro Tag. Der Ölpreis gab nach Veröffentlichung der Lagerdaten deutlich nach.

Die Demokraten konnten die Mehrheit im Repräsentantenhaus erlangen. Insgesamt schaffte es die Partei 31 Sitze von den Republikanern zurück zu erobern und erreicht somit mit 223 Sitzen locker die benötigten 218 Sitze um das Haus zu gewinnen. Im Senat behalten die Republikaner mit 51 Sitzen die Oberhand. Beide Ergebnisse wurden im Vorfeld so erwartet, die Börsen zeigten sich nach den konstruktiven Aussagen beider Seiten aber deutlich erleichtert.

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Auswirkungen für die Trump-Administration: Aufgrund der Mehrheit im Repräsentantenhaus können die Demokraten nun republikanische Gesetzesprojekte im Kongress blockieren und einen Großteil der Kongressagenda Trumps aufhalten, wie bspw. den Mauerbau an der mexikanischen Grenze. Trump kann den Kongress nur umgehen, indem er seine Pläne per Dekret umsetzt.

Des Weiteren erhalten die Demokraten die Macht Präsident Trump zu kontrollieren und seine Handlungen zu untersuchen. Bei den möglichen Untersuchungen geht es vor allem um die Steuererklärung Trumps, den Umgang mit Russland und seiner Politik hinsichtlich Einreiseverbot und Familientrennung. Fraktionschefin der Demokraten im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, kündigte bereits eine schärfere Kontrolle der Regierung an. Außerdem könnten die Demokraten nun ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump einleiten.

Als Fazit der midterms kann man festhalten, dass die Zeit der trumpischen Willkür zumindest in Teilen vorbei sein wird. Die Periode bis zur nächsten Präsidentschaftswahl im Jahr 2020 wird wohl durch Blockaden und Streitigkeiten zwischen demokratischem Haus und republikanischem Senat geprägt werden. Im Grunde geht es für die Demokraten nur darum die Ära Trump auf eine Amtszeit zu begrenzen. Dafür sollten sie sich aber nach Möglichkeit nicht mehr so unfähig präsentieren wie in der jüngsten Vergangenheit.

DAX

Das charttechnisch priorisierte Long-Szenario im DAX ist angelaufen. Die Support-Zone um 11.500/460 Punkten konnte von den Bullen gehalten werden, zu verdanken haben sie das aber vor allem den starken US-Indizes. Im weiteren Verlauf ist mit einem Anstieg bis zunächst 11.700 Punkten zu rechnen, darüber würden 11.850 Punkte bzw. der EMA 50 daily folgen. Allerdings sollte erstmal nicht so hoch gezielt werden besteht doch die Gefahr, dass die US-Indizes nach dem gestrigen Anstieg erstmal etwas korrigieren werden. Und ob die Kraft des deutschen Leitindex alleine reicht ist stark zu bezweifeln.

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US-Indizes

Außerdem steht am heutigen Tag der FED-Zinsentscheid im Fokus. Zwar wird hier mit keiner Änderung des Leitzinses gerechnet, die Marktteilnehmer werden aber nach möglichen Äußerungen zum weiteren Vorgehen der Notenbank Ausschau halten, insbesondere nach dem starken Arbeitsmarktbericht. Aktuell wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 75 % der nächste Zinsschritt am 19. Dezember 2018 erwartet. Der Leitzins soll dann von momentan 200 bis 225 Basispunkten auf 225 bis 250 Basispunkte erhöht werden. Die Anleihenrendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe taxiert bereits bei 3,19 %.

Der Dow Jones feuerte nach den gestrigen midterms ein wahres Feuerwerk ab und sprang mit Leichtigkeit über den Widerstand bei 25.800 Punkten. Auch die runde Marke von 26.000 Punkten stellte kein Hindernis dar. Um über zwei Prozent ging es nach oben und das obwohl die Ergebnisse genauso erwartet wurden. Scheinbar hat sich der ein oder andere doch abgesichert und musste gestern diese Absicherungen wieder auflösen. Seit der letzten Präsidentenwahl wissen wir ja, dass Umfragen auch mal daneben liegen können. Das scheint in den Köpfen hängen geblieben zu sein.

Am heutigen Handelstag wird mit einer leichten Korrektur bis auf 26.000 Punkte gerechnet. Sollte die Marke halten, dann darf mit einem Anstieg bis ca. 26.300 Punkten gerechnet werden. Unterhalb der 26.000er-Marke würde es hingegen in Richtung 25.800 Punkte gehen. In den nächsten Tagen bzw. Wochen wird grundsätzlich mit einer charttechnischen Korrektur gerechnet, die in den Bereich des EMA 50 daily bzw. 25.400 Punkte führen könnte. Ein denkbarer Auslöser hierfür wäre das G20-Treffen und das nicht Zustande kommen eines Deals zwischen den USA und China.

Dow Jones-Chartanalyse

Der marktbreite S&P 500 konnte ebenfalls wichtige Widerstände hinter sich lassen und sprang sogar über beide EMAs auf Tagesbasis. Es ist davon auszugehen, dass auch hier erstmal eine leichte Korrektur auf 2.800 Punkte bzw. EMA 50 daily einsetzt, ehe der Versuch anzusteigen fortgesetzt wird. Auf dem Niveau des gestrigen Schlusskurses befindet sich neben eines Zwischenhochs auch das 61er Fibo-Retracement der Abwärtsbewegung im Oktober.

S&P 500-Chartanalyse

Der Nasdaq konnte im gestrigen Handel sogar um 3 % ansteigen. Die Käufer schafften es aber nicht den EMA 50 daily zu überwinden. Der Tech-Index bleibt also weiterhin eher der Schwächere unter den drei US-Indizes. Mit einem Abpraller am genannten Durchschnitt sollte gerechnet werden und auch damit, dass die Korrektur bis auf 7.100 Punkte führen könnte. Mit einem Sprung über den EMA 50 würde hingegen der 7.300 Punkte-Bereich angesteuert. Dieser diente in der jüngsten Vergangenheit als MoB-Marke.

Nasdaq-100-Chartanalyse

EUR/USD

Der EUR/USD drehte gestern etwas durch und arbeitete nicht nur das priorisierte Long-Ziel bei 1,146x USD ab, sondern erreichte beinahe auch das zweite Ziel bei 1,151x USD. Leider kam im Laufe des Handels Verkaufsdruck auf und das Hoch konnte nicht gehalten werden. Der Kurs rutschte sogar unter den Widerstandsbereich um 1,144x USD. Am heutigen Handelstag ist also eher damit zu rechnen, dass es zu weiteren Abgaben bis 1,137x USD kommt sollte sich die FED heute Abend stark hawkish zeigen.

EUR/USD-Chartanalyse