• DAX - Kürzel: DAX - ISIN: DE0008469008
    Börse: XETRA / Kursstand: 11.412,53 Pkt
  • Dow Jones - Kürzel: DJIA - ISIN: US2605661048
    Börse: NYSE / Kursstand: 25.080,50 $
  • S&P 500 - Kürzel: S500 - ISIN: US78378X1072
    Börse: JFD Bank / Kursstand: 2.701,58 Pkt
  • Nasdaq-100 - Kürzel: ND100 - ISIN: US6311011026
    Börse: NASDAQ / Kursstand: 6.769,87 Pkt
  • EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,13380 $

Wichtige Nachrichten

  • Das britische Kabinett hat sich auf einen Entwurf für ein Brexit-Abkommen mit der EU geeinigt, wie Premierministerin Theresa May nach einer etwa fünfstündigen Sitzung mit ihren Ministern am Mittwochabend in London mitteilte. Es sei eine schwere Entscheidung gewesen, vor allem mit Blick auf die umstrittene Irland-Frage. May sprach dennoch vom bestmöglichen Abkommen, das habe ausgehandelt werden können.
  • US-Präsident Donald Trump soll im Zusammenhang mit den Russland-Ermittlungen in den kommenden Tagen Fragen des US-Sonderermittlers Robert Mueller beantworten, wie US-Medien berichten. Trump habe am Montag und Dienstag bereits bis zu 20 Stunden mit seinen Anwälten verbracht, um Antworten auszuarbeiten, heißt es.
  • Das Ölkartell OPEC will die Fördermenge kürzen, falls dies angesichts des Ölpreisverfalls nötig sein sollte. Dies sagte der OPEC-Präsident und Ölminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Suhail Al Mazrouei, am Mittwoch. Es würden alle erforderlichen Schritte unternommen, um den Markt stabil und die Rohölbestände konstant zu halten.
  • Die deutsche Wirtschaft ist im dritten Quartal erstmals seit gut drei Jahren wieder geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt war im Zeitraum Juli bis Ende September preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,2 Prozent niedriger als im Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das ist im Vorquartalsvergleich der erste Rückgang seit dem ersten Quartal 2015.
  • Die Wirtschaft der Eurozone ist im dritten Quartal so langsam gewachsen wie seit mehr als vier Jahren nicht mehr. Wie das Statistikamt Eurostat nach einer zweiten Schätzung mitteilte legte das Bruttoinlandsprodukt im Sommer im Vergleich zum Vorquartal um 0,2 Prozent zu. im Frühjahr war die Wirtschaft noch um 0,4 Prozent gewachsen.

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Zum italienischen Haushaltsstreit

Die italienische Regierung lässt das EU-Ultimatum im Haushaltsstreit verstreichen und bleibt damit hartnäckig ihrem angestrebten Kurs treu. Bis Mitternacht hatten die Minister in Rom Zeit um den umstrittenen Haushaltsplan zu ändern. Die Koalition aus Fünf-Sterne-Bewegung und Lega rechnet für 2019 mit einem Haushaltsdefizit von 2,4 Prozent, dreimal so viel wie von der Vorgängerregierung angepeilt. Die EU-Kommission verlangte daher eine Änderung der Pläne.

Mit Ablauf des Ultimatums droht Italien nun ein Defizitverfahren, das die EU-Kommission einleiten könnte. Dabei könnten die EU-Partner Italien mehr Haushaltsdisziplin verordnen. Verstößt Rom auch gegen diese Vorgaben, dürften die Finanzminister theoretisch finanzielle Sanktionen verhängen. Mögliche Strafzahlungen würden wohl ins Leere laufen, da Italien kaum in der Lage sein würde diese zu zahlen.

Eine derartige Eskalation zwischen der Kommission und einem Mitgliedsland gab es bisher noch nie. Die Situation dürfte daher nicht gerade zur Entspannung beitragen. Das Problem: Eigentlich sind der EU-Kommission die Hände gebunden. Wird ein Exempel statuiert, dann dürften die europaskeptischen Parteien, dazu zählen auch rechtspopulistische Parteien, weiter an Fahrt gewinnen und das vor der EU-Parlamentswahl Ende Mai.

Italien ist nach Griechenland das am höchsten verschuldete Euro-Land mit einer Quote von mehr als 130 % des BIPs. Damit wird die geregelte EU-Schuldengrenze um mehr als das Doppelte überschritten. Dennoch will die Regierung das niedrige Wachstum unter anderem mit Steuersenkungen und höheren Sozialausgaben ankurbeln. Diese Gemengelage treibt Marktteilnehmern Schweißperlen auf die Stirn, sie befürchten nämlich, dass der Streit in einer neuen Schuldenkrise enden könnte.

Hinzu kommt das marode italienische Bankensystem. Das Kreditinstitut Banca Carige soll eine Bilanzierungslücke von 400 Mio. EUR aufweisen. Aus diesem Grund fordert die EZB bis Monatsende einen konkreten Fahrplan, wie sie die Finanzlücke schließen möchte. Das Problem: Die dortigen Banken haben italienische Staatsanleihen im Wert von insgesamt 375 Mrd. EUR in ihren Bilanzen stehen. Im Zuge der neuen Regierung haben diese drastisch an Wert verloren.

DAX

Im deutschen Leitindex ist eine deutliche Nervosität spürbar. Das liegt an unterschiedlichen Gründen. Zum einen wären da die oben genannten volkswirtschaftlichen und geopolitischen Nachrichten zu erwähnen - allen voran Italien. Zum anderen notiert der DAX aus charttechnischer Sicht im Bereich um 11.500/400 Punkten auf einem recht kritischen Kursniveau. Hier ringen die Bullen und Bären seit Tagen und Wochen miteinander.

Aber es gibt noch einen weiteren Grund, über den meine Follower und ich auf meinem Guidants-Desktop seit Wochenbeginn diskutiert haben. Das Open Interest für den kleinen Verfall am Freitag signalisiert, dass der Abrechnungskurs mit den geringsten Kosten aus Marktsicht aktuell bei ca. 11.550 Punkten liegt. Eine Abrechnung um 11.500 Punkte wäre dabei auch noch in Ordnung. Die Optionsseite ist daher sehr bemüht den Kurs möglichst auf diesem Niveau zu halten. Lesen Sie dazu den Artikel "DAX - Open Interest Betrachtung".

Es müsste daher schon einiges passieren, dass es bis Freitag zu einer gravierenden Abweichung von diesem optimalen Abrechnungskurs kommen könnte. Dennoch müsste aus charttechnischer Sicht das bearishe Szenario weiterhin priorisiert werden, da der Kurs nicht nachhaltig über 11.500 Punkte ansteigen konnte und der gestrige Verlauf sogar eher als Fehlausbruch darüber gewertet werden müsste. Inwieweit diese Betrachtung bis zum Verfall Sinn macht ist fraglich, persönlich würde ich jedenfalls erst wieder ab Freitag Mittag bzw. Montag aktiv werden.

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DAX-Chartanalyse

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US-Indizes

Aus analytischer Sicht sind da die US-Indizes deutlich einfacher zu erfassen. Der Dow Jones erreicht mit den gestrigen Abgaben das priorisierte Short-Ziel bei 25.000 Punkten. Hier trifft der Kurs erneut auf den EMA 200 daily, was direkt für einem kleinen Bounce nach oben sorgte. Am heutigen Handelstag ist damit zu rechnen, dass der Bereich um 25.000 Punkte nochmals getestet wird, es aber dann zu einem Rücklauf bis ca. 25.200 Punkte kommt. Mit einem deutlichen Rutsch unter die wichtige Support-Zone wird also erstmal nicht gerechnet.

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Dow Jones-Chartanalyse

Eine ähnliche Situation ergibt sich im marktbreiten S&P 500. Der Index erreichte im gestrigen Handel das Short-Ziel bei 2.700 Punkten und schoss sogar über das Ziel hinaus. Im Tief notierte der S&P bei 2.685 Punkten, der Schlusskurs wurde aber direkt auf der Zielmarke markiert. Am heutigen Tag ist davon auszugehen, dass die Marke von 2.700 Punkten erstmal hält und wir ebenfalls eine temporäre Erholung bis ca. 2.715 Punkte sehen könnten. Zu einem nachhaltigen Bruch der Support-Zone, der einen Rutsch auf 2.675 Punkte zur Folge hätte, dürfte es nicht kommen.

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S&P 500-Chartanalyse

Der Nasdaq notierte im Tief bei 6.736 Punkten und erreichte damit knapp das Short-Ziel im Bereich um 6.700 Punkten nicht. Dennoch folgte der Index dem priorisierten Szenario. Ein Test des gestrigen Tiefs ist am heutigen Handelstag denkbar. Allerdings dürfte es anschließend zum Rebound in Richtung 6.800/850 Punkten kommen.

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Nasdaq-100-Chartanalyse

EUR/USD

Im EUR/USD scheint nach unten erstmal Schluss zu sein. Die Erleichterung über den Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen scheint am Ende doch zu überwiegen. Die Frage aus dem gestrigen Market Chartcheck scheint daher beantwortet zu sein: "Die Frage die sich am heutigen Tag stellt ist, inwieweit die Eskalation im Haushaltsstreit zwischen Italien und der EU-Kommission bereits eingepreist war. Bisher reagiert der Kurs nämlich kaum darauf, dass das Ultimatum verstrichen ist."

Außerdem wurde Folgendes geschrieben: "Ein zu priorisierendes Szenario festzulegen ist daher schwer. Deshalb sollte man am heutigen Tag einfach die wichtigsten Marken im Blick haben. Auf der Oberseite wäre das zunächst 1,133x USD. Auf der Unterseite 1,128x USD." Wie es aussieht gewinnen die Bullen das Rennen, zumindest wurde gestern die Marke von 1,133x USD attackiert und heute notieren wir bereits darüber. Irgendwie glaube ich das aber nicht. Da bspw. jederzeit ein Statement der EU-Kommission kommen könnte, dass ein Defizitverfahren gegen Italien eingeleitet wurde priorisiere ich den Rücklauf auf 1,128x USD. Die Seitenlinie ist bis zum Montag aber wahrscheinlich die bessere Wahl.

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EUR/USD-Chartanalyse