• DAX - Kürzel: DAX - ISIN: DE0008469008
    Börse: XETRA / Kursstand: 12.157,67 Pkt
  • Dow Jones - Kürzel: DJIA - ISIN: US2605661048
    Börse: NYSE / Kursstand: 26.246,96 $
  • S&P 500 - Kürzel: S500 - ISIN: US78378X1072
    Börse: JFD Bank / Kursstand: 2.904,31 Pkt
  • Nasdaq-100 - Kürzel: ND100 - ISIN: US6311011026
    Börse: NASDAQ / Kursstand: 7.494,40 Pkt
  • EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,16810 $

Wichtige Nachrichten

Die Reaktion aus Peking ließ nicht lange auf sich warten. China werde zeitgleich mit den neuen US-Zöllen Vergeltungsmaßnahmen ergreifen, kündigte das Wirtschaftsministerium am gestrigen Nachmittag in einer Mitteilung an. Am kommenden Montag gelten Zölle auf US-Importe im Höhe von 60 Mrd. USD.

Tags zuvor hatte die Trump Administration Strafzölle von 10 % auf chinesische Waren im Wert von 200 Mrd. USD beschlossen. Sie sollen ab dem 24. September gelten. Außerdem soll sich die Rate im nächsten Jahr automatisch auf 25 % erhöhen. Mit dieser schrittweisen Anhebung soll den US-amerikanischen Unternehmen Zeit verschafft werden um ihre Supply-Chain entsprechend anzupassen.

Des Weiteren machte US-Präsident Trump klar, dass man bereit sei weitere Strafzölle in Höhe von 267 Mrd. USD auf chinesische Importe zu erheben, sollte die Regierung aus Peking ihrerseits Strafzölle auf US-Waren erheben. Insbesondere geht es hier um Güter aus dem Agrarsektor und der Industrie. Die Maßnahmen würden von der US-Regierung sofort umgesetzt werden, sollten die chinesischen Strafzölle am 24. September inkrafttreten.

Trump hat die neuen Strafzölle mit unfairen Praktiken der chinesischen Regierung begründet, unter anderem dem Zwang zum Technologietransfer von US- zu chinesischen Unternehmen. Die Apple-Watch bleibt von den Zöllen verschont. Ausgenommen sind außerdem Bluetooth-Produkte, Baby-Artikel, Fahrradhelme, einige Textil- sowie Agrar- und Chemieprodukte.

Den Handelskrieg kann man nun in zwei Teile aufspalten. Auf der einen Seite befinden sich die Strafzölle die bereits in Kraft getreten sind bzw. beschlossen wurden. Die Summe beläuft sich auf 250 Mrd. USD zzgl. der Steigerungsrate auf 25 % im nächsten Jahr. Auf der anderen Seiten befinden sich die angedrohten Zölle in Höhe von 267 Mrd. USD. Zum Vergleich: 2017 importierten die USA insgesamt Waren aus China im Wert von 506 Mrd. USD.

DAX

Trotz neuer Eskalationsstufe im Handelsstreit, probte der deutsche Leitindex gestern den Break-Out über die Zone um 12.160 Punkten. Die Bewegung erscheint irrational und dennoch ist heute mit weiter steigenden Kursen zu rechnen. Der Grund lässt sich im anstehenden großen Verfall am Freitag finden. Bestimmte Terminprodukte erreichen dabei ihr Laufzeitende und werden abgerechnet. Bei diesen Produkten handelt es sich um Optionen und Futures auf Aktien und Indizes. Weitere Infos gibt es unter dem Artikel "Dreifacher Verfallstag - HEXENSABBAT!".

Schaut man sich das aktuelle Open Interest an erkennt man, dass der Abrechnungskurs mit den geringsten Kosten aus Marktsicht bei 12.400 Punkten liegt . Hier würden alle Stillhalter als Ganzes betrachtet die geringsten Verluste erzielen. Es liegt also ein großes Interesse im Markt vor den Kurs in diese Richtung zu bewegen. Ob die Bewegung wirklich soweit führt kann keiner sagen. Eine Abrechnung am Freitag im Bereich um 12.200 bis 12.300 Punkten wäre auch noch ok und stellt wahrscheinlich den eigentlichen Zielbereich dar. DAX - Open Interest Betrachtung

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US-Indizes

Eigentlich kauf ich den US-Indizes den Anstieg nicht ab, sich dagegen zu stemmen macht aber auch keinen Sinn. Dennoch fällt es schwer ein zu priorisierendes Szenario festzulegen. Der Dow Jones erreichte gestern das sekundäre Long-Ziel im Bereich um 26.338 Punkten. Sollte der Index darüber ansteigen, dann wäre der Weg in Richtung Allzeithoch bei 26.616 Punkten frei. Paradox! Am heutigen Tag wird aber mit einem eher ruhigen Handel gerechnet.

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Dow Jones Industrial Average-Chartanalyse

Auch der S&P 500 steht kurz davor ein neues Allzeithoch zu markieren. Heute wird allerdings mit kaum einer Veränderung gerechnet. Die neutrale Haltung findet auch hier Einzug. Dasselbe gilt für den Nasdaq. Zwar scheiterte der Index gestern an der 7.500er-Marke, daraus aktuell ein Schwächezeichen ableiten zu wollen wäre fatal.

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S&P 500-Chartanalyse
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Nasdaq-100-Chartanalyse

EUR/USD

Konnte der EUR/USD zum Wochenstart noch vom Handelsstreit profitieren, machte der Kurs gestern die Kehrtwende und gab bis auf die Unterstützung bei 1,166x USD ab. Davor wurde das priorisierte Long-Ziel im Bereich um 1,173x USD nur knapp verfehlt. Anders betrachtet: Die interne Trendlinie (rot gestrichelt) konnte bisher nicht nachhaltig überwunden werden. Bewegung dürfte heute durch die Rede von EZB-Chef Draghi am Nachmittag in das Währungspaar kommen.

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EUR/USD-Chartanalyse