• DAX - Kürzel: DAX - ISIN: DE0008469008
    Börse: XETRA / Kursstand: 11.484,34 Pkt
  • Dow Jones Industrial Average - Kürzel: DJIA - ISIN: US2605661048
    Börse: NYSE / Kursstand: 25.635,01 $
  • S&P 500 - Kürzel: S500 - ISIN: US78378X1072
    Börse: Commerzbank CFD / Kursstand: 2.755,45 Pkt
  • Nasdaq-100 - Kürzel: ND100 - ISIN: US6311011026
    Börse: NASDAQ / Kursstand: 6.988,85 Pkt
  • EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,14540 $

Wichtige Nachrichten

Die Demokraten konnten offiziell die Mehrheit im Repräsentantenhaus erlangen. Insgesamt schaffte es die Partei 26 Sitze von den Republikanern zurück zu erobern und erreicht somit locker die benötigten 218 Sitze um das Haus zu gewinnen. Im Senat behalten die Republikaner die Oberhand. Beide Ergebnisse wurden im Vorfeld so erwartet, weshalb es zu keinen großen Überraschungen an den Börsen kommen sollte.

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Auswirkungen für die Trump-Administration: Aufgrund der Mehrheit im Repräsentantenhaus können die Demokraten nun republikanische Gesetzesprojekte im Kongress blockieren und einen Großteil der Kongressagenda Trumps aufhalten, wie bspw. den Mauerbau an der mexikanischen Grenze. Trump kann den Kongress nur umgehen, indem er seine Pläne per Dekret umsetzt.

Des Weiteren erhalten die Demokraten die Macht Präsident Trump zu kontrollieren und seine Handlungen zu untersuchen. Bei den möglichen Untersuchungen geht es vor allem um die Steuererklärung Trumps, den Umgang mit Russland und seiner Politik hinsichtlich Einreiseverbot und Familientrennung. Fraktionschefin der Demokraten im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, kündigte bereits eine schärfere Kontrolle der Regierung an. Außerdem könnten die Demokraten nun ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump einleiten.

Als Fazit der midterms kann man festhalten, dass die Zeit der trumpischen Willkür zumindest in Teilen vorbei sein wird. Die Periode bis zur nächsten Präsidentschaftswahl im Jahr 2020 wird wohl durch Blockaden und Streitigkeiten zwischen demokratischem Haus und republikanischem Senat geprägt werden. Im Grunde geht es für die Demokraten nur darum die Ära Trump auf eine Amtszeit zu begrenzen. Dafür sollten sie sich aber nach Möglichkeit nicht mehr so unfähig präsentieren wie in der jüngsten Vergangenheit.

DAX

Im gestrigen Handel testete der deutsche Leitindex nochmals die Support-Zone um 11.500/460 Punkten. Laut L&S-Indikation konnte diese auch über Nacht gehalten werden. Ob die Bewegung in Richtung 11.700 Punkte nun startet bleibt aber fraglich. Charttechnisch muss das Long-Szenario weiterhin leicht priorisiert werden, allerdings sollte die Entwicklung der US-Indizes am heutigen Tag genau beobachtet werden. Zwar wurde das Ergebnis der midterms so erwartet und es dürfte demnach auch eingepreist worden sein, eine quasi handlungsunfähige US-Regierung dürfte sich aber auf Sicht der nächsten zwei Jahre eher negativ auf die Börsen auswirken. Rutscht der DAX unter 11.400 Punkte, dann wäre der nächste Halt bei ca. 11.230 Punkten zu sehen.

DAX-Chartanalyse

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US-Indizes

Die US-Indizes zeigten in einer ersten Reaktion Stärke, kommen mittlerweile aber wieder deutlicher von ihren Hochs zurück. Laut FCM-Indikation notiert der Dow Jones aktuell über dem EMA 50 daily und testete sogar schon den Widerstand bei 25.800 Punkten. Am heutigen Tag ist davon auszugehen, dass im regulären US-Handel beide genannten Marken erneut getestet werden. Eine klarere Aussage lässt sich erst am morgigen Handelstag treffen, nachdem das Ergebnis verdaut wurde und jeder Politiker seine Meinung dazu geäußert hat. Allen voran Trump!

Dow Jones-Chartanalyse

Dasselbe gilt natürlich für die beiden Indizes S&P 500 und Nasdaq. Während der marktbreite S&P in der FCM-Indikation ebenfalls über dem EMA 200 daily notiert, schafft es der Nasdaq aktuell noch nicht über den wichtigen Durchschnitt. Für beide Indizes bleibe ich deshalb erstmal neutral.

S&P 500-Chartanalyse
Nasdaq-100-Chartanalyse

EUR/USD

Der EUR/USD kann im Zuge der midterms zulegen und erreicht quasi über Nacht das priorisierte Long-Ziel bei 1,146x USD. Hier wird das Ergebnis offensichtlich etwas kritischer gesehen als in den Indizes. Die Wahl könnte zur Destabilisierung der US-Regierung führen. Bspw. könnte der Haushaltsplan durch die Demokraten im Kongress blockiert werden und es droht somit der erneute Shutdown der Regierung.

EUR/USD-Chartanalyse