• MDAX - Kürzel: MDAX - ISIN: DE0008467416
    Börse: XETRA / Kursstand: 20.344,48 Pkt

Auch bei den deutschen Nebenwerten ist im Februar und März aus technischer Sicht relativ viel zu Bruch gegangen. Nachdem man zunächst noch ein neues Allzeithoch bei 29.438 Punkten erreichen konnte, setzte auch die Corona-Krise den im Index gelisteten Aktien kräftig zu. Wie der langfristige Chart zeigt, wurde dabei auch eine wichtige Unterstützungszone um 21.500 Punkte bärisch gebrochen. Dieses Preisniveau beschäftigte die Bullen und Bären bereits seit über fünf Jahren und der Rückfall darunter ist natürlich ein kräftiger Rückschlag für Investoren. Driftet der MDax jetzt in einen Bärenmarkt ab?

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Anleger zwischen Hoffen und Bangen!

Zumindest mit Blick auf das aktuelle Tief könnte bei Anlegern aber durchaus Hoffnung aufkommen. Mit 17.714 Punkten drang der MDax in den nächsten, langfristigen Unterstützungsbereich vor und auf diesem konnte tatsächlich eine Erholung gestartet werden. Technisch zu erwarten, entpuppte sich im Anschluss der alte Unterstützungsbereich um 21.500 Punkte als Widerstand. Knapp unterhalb dessen konsolidierte MDax nun schon seit mehr als einer Woche seitwärts.

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Die jüngste Kursentwicklung könnte durchaus bullisch gewertet werden, denn obwohl der Index an einem zentralen Widerstandsbereich handelt, hält man sich dort momentan noch relativ gut. Andererseits aber handelt man eben auch noch unterhalb von 21.500 Punkten und damit drückt der Widerstand von oben weiter aufs Gemüt. Zudem besteht mit dem Crash im Februar/März auch übergeordnet das Risiko, diesem ersten Impuls einen weiteren folgen zu lassen.

Eine Frage der Perspektive!

Momentan prallen im MDax zwei Welten aufeinander. Kurzfristig könnte es tatsächlich noch zu einem weiteren Versuch in Richtung 22.000 Punkte kommen. Damit würde sich zwar die laufende Erholung noch fortsetzen, gleichzeitig aber reicht eine solche Entwicklung noch nicht aus, um auch einen mittelfristigen Boden auszurufen. Dementsprechend könnten die Kurse im Widerstandsbereich toppen und dort den übergeordneten Abwärtstrend wieder aufnehmen. Mittelfristig besteht momentan nämlich das Risiko, dass die aktuelle Aufwärtsbewegung lediglich eine Erholung darstellt.

Statistisch gesehen kam es nach Crashbewegungen wie wir sie im Februar und März gesehen haben viel öfter zu einem mindestens zweiten Test des Tiefs als zu einer sofortigen Trendumkehr. Deser zweite Test fehlt im MDax aber noch. Wer auf etwas anderes setzt, geht strategisch gesehen ein relativ hohes Risiko ein und muss darauf hoffen, dass sich die Corona-Krise fundamental ganz schnell in Luft auflöst oder aber zumindest deutliche Zeichen der Entspannung hierzulande, aber auch weltweit zu sehen sind. Unmöglich ist die natürlich nicht, darauf zu setzen, bedarf aber auch einer gehörigen Portion Optimismus. Sollten wir technisch gesehen nachhaltig über 22.000 Punkte ausbrechen, wäre der MDax aber erneut zu analysieren.

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