• Microsoft Corp. - Kürzel: MSF - ISIN: US5949181045
    Kursstand: 302,650 $ (Nasdaq) - Zum Zeitpunkt der Artikel-Veröffentlichung
  • Microsoft Corp. - WKN: 870747 - ISIN: US5949181045 - Kurs: 302,650 $ (Nasdaq)

Von 2001 bis 2013 zählte die Aktie des Softwareriesen zu den langweiligsten Werten am Aktienmarkt und pendelte seitwärts. Während andere US-Tech-Riesen wie Apple oder Google einen steilen Aufstieg feierten, fristete die Microsoft-Aktie ein Schattendasein. Mit dem Verlassen der Seitwärtsrange Ende 2013 startete dann aber eine fulminante Rally, die sich mit dem Ausbruch über das alte Allzeithoch aus dem Jahr 1999 nochmals beschleunigte. Seitdem klettert die Aktie wie an der Schnur gezogen, schmale Aufwärtstrendkanäle mit nur geringen Kursausschlägen auf der Unterseite zeugen von enormer Trendstärke. Der Start ins neue Jahr verläuft jedoch holprig, der Wert knickt deutlich ein. Betrachten wir die Aktie auf verschiedenen Zeitebenen.

Monatschart noch klar bullisch

Im Monatschart zeigt sich aktuell eine Konsolidierung, nachdem die Aktie mit einem neuen Rekordwert von 349,67 USD im November die potenzielle Trendkanaloberkante zur Aufwärtstrendlinie seit 2016 bestätigt hatte. Die bisherige Monatskerze ist lang und schwarz und damit ein potenzielles Warnsignal, jedoch ist der Monat noch nicht zu Ende.

Der Quartalsbericht am 25. Januar könnte hier nochmals deutliche Bewegung in den Kurs bringen und die Monatskerze stark verändern. Sollten die Zahlen enttäuschend ausfallen, könnte eine größere Abwärtskorrektur eingeleitet werden.

Im Chart sind zwei bärische Verlaufsszenarien in blau eingezeichnet: Die eine Variante zeigt den Start einer mehrjährigen Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau oberhalb von 225 bzw. 190 USD, die andere Variante für den Fall des Bruchs des Aufwärtstrendkanals seit 2016 und des EMA50 sowie des Supports bei 190 USD eine dynamischere Abwärtskorrektur in Richtung 115 - 130 USD.

Im bullischen Szenario, hier die graue Variante aufwärts, nimmt die Aktie den Aufwärtstrend in Kürze wieder auf und schiebt sich in den kommenden zwei Jahren weiter nach oben. Dabei werden neue Allzeithochs entlang der Trendkanaloberkante markiert.

Wochenchart zeigt einen bullischen Pullback

Im Wochenchart ist die Aktie mit dem laufenden Rücksetzer an einer Kreuzunterstützung aus den alten Hochs aus dem Spätsommer und der Aufwärtstrendlinie seit Ende 2020 angekommen.

Gelingt hier ein starker Turnaround, wäre die gesamte Korrekturbewegung seit November als bullische Konsolidierung im Aufwärtstrend einzustufen.

Demnach dürften im Sommert oder Herbst neue Allzeithochs folgen. Mit dem Bruch der jetzt erreichten Kreuzunterstützung bei 300 - 305 USD hingegen könnte eine Ausdehnung der Korrektur in Richtung 280, 263 oder 225 - 233 USD eingeleitet werden.

Tageschart mit Warnsignalen

Im Tageschart ist das kurzfristige Chartbild seit dem deutlichen Unterschreiten des EMA50 und dem gescheiterten Rückkehrversuch darüber als neutral einzustufen. Alles hängt nun am zentralen Support bei 300 - 305 USD, dessen Bruch oder Verteidigung über die Marschrichtung der kommenden Wochen entscheiden könnte.

Wer es antizyklisch mag, könnte auf dem aktuellen Preisniveau spekulative Einstiegschancen sehen.

Prozyklische Kaufsignale würden sich erst bei einer nachhaltigen Rückkehr über 326 USD ergeben (graues Szenario im Chart). Erst dann haben die Bullen wieder die Chance, das Ruder in die Hand zu nehmen und die Aktie bis 344 - 350 und später 375 - 380 USD ansteigen zu lassen.

Fazit:

Die Microsoft-Aktie bleibt aus fundamentaler und charttechnischer Sicht ganz klar ein Basisinvestment im Technologiesektor. Im besten Fall bietet die aktuelle Kursschwäche erste Einstiegschancen für eine Rallybewegung auf neue Hochs in den kommenden Monaten.

Endlos wird der starke Trend jedoch nicht nach oben stechen, größere Zwischenkorrekturen wären in den nächsten Jahren auf jeden Fall einzuplanen. Ob sie jedoch in diesem Jahr oder sogar direkt starten, ist zunächst unklar.

Auf den kleineren Zeitebenen zeigen sich erste Warnsignale, kurz- und mittelfristige Trader ziehen ihre Stops nun weit nach oben. Weitere Schwäche würde hier Verkaufssignale auslösen und die bärischen Prognosevarianten aktivieren. Mit Spannung wird auf den Quartalsbericht am 25. Januar geblickt.


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