• Morgan Stanley - Kürzel: DWD - ISIN: US6174464486
    Börse: NYSE / Kursstand: 42,455 $

Morgan Stanley ist ein weltweit tätiges Finanzdienstleistungsunternehmen. Der US-Finanz-Konzern bietet für institutionelle Investoren zahlreiche Finanz-Services, beispielsweise in den Bereichen Kapitalbeschaffung, Restrukturierungen, Immobilien- oder Projektfinanzierungen und Asset Management. Zudem verwaltet Morgan Stanley mit seiner Global Wealth Management Sparte weltweit mehrere Mrd. USD Anlagekapital von Privat- oder kleinen bis mittelgroßen Geschäftskunden. Fokussiert ist der Konzern vor allem auf besonders vermögende (Privat-)Investoren. Der Schwerpunkt des Geschäfts liegt in den USA sowie in Kanada, Europa, Asien, dem Mittleren Osten, Lateinamerika und Australien.

Im abgelaufenen vierten Quartal 2016 konnte die US-Investmentbank den Überschuss von 750 Mio. auf knapp 1,5 Mrd. USD verdoppeln. Dies entspricht einem Gewinn je Anteilsschein von 0,81 USD, womit die Analystenschätzungen von 0,65 USD deutlich übertroffen werden konnten. Die Erträge konnten gegenüber dem Vorjahresquartal um ca. 17 % auf 9,02 Mrd. USD gesteigert werden. Auch diese Kennzahl lag klar über dem Experten-Konsens von 8,50 Mrd. USD.

Morgan Stanley profitierte in Q4 neben dem "Börsen-Boom" im Zuge der "Trump-Wahl" vor allem von einem starken Anleihe-Geschäft, welches selbst von (der Aussicht auf weiter) steigenden US-Zinssätzen beflügelt wurde. Speziell im Anleihe-Geschäft konnten die Erträge von 550 Mio. auf 1,50 Mrd. USD beinah verdreifacht werden. In der Vermögensverwaltung konnte der Umsatz um sechs Prozent auf rund 4,00 Mrd. USD gesteigert werden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 verdiente Morgan Stanley unter dem Strich rund 5,5 Mrd. USD, was ca. drei Prozent weniger als 2015 war. Die Umsatzerlöse sanken, verglichen mit 2015, um ein Prozent (leicht) auf 34,60 Mrd. USD.

Neben dem beachtlichen Kursplus seit der US-Wahl von knapp 30 Prozent seit dürften die leicht gesunkenen Jahreskennzahlen der Grund für negative Reaktion auf die heutige Q4-Zahlen-Bekanntgabe gewesen sein - die Aktie notiert zur Stunde ca. drei Prozent im Minus. Ebenso wie bei JP Morgan und der Bank of America dürften die Anleger (sehr) gute Quartals- und Jahresergebnisse bereits in die Kurse eingepreist haben.

Der US-Bankensektor steht heute insgesamt merklich unter Druck. So setze sich der Abverkauf der Quartalszahlen-Gewinne, welcher bereits am 13.01.2017 intraday einsetze, bei den Aktien von JP Morgan Chase, Bank of America und Wells Fargo ungehindert fort. Vor allem bei JP Morgan Chase und der Bank of America, welche letzte Woche (überwiegend) starke Quartalszahlen vermelden konnten (jedoch ähnlich wie die Aktie von Morgan Stanley bereits ein erhebliches Kursplus im vierten Quartal 2016 verzeichnen konnten), wurden heute signifikante Unterstützungen gerissen.

Alles zu den Q4-Zahlen und der technischen Lage von JP Morgan Chase, der Bank of America und Wells Fargo lesen Sie hier.

Die verbleibenden US-Großbanken Goldman Sachs und Citigroup werden ihre Finanz-Ergebnisse morgen veröffentlichen.

Im Bereich des EMA50 long?

In Anbetracht der Marktreaktion auf die (fundamental ansehnlichen) Q4-Zahlen wirkt die Morgan-Stanley-Aktie (leicht) angeschlagen.

Jedoch muss aus technischer Sicht festgestellt werden, dass der laufende Aufwärtstrend weiterhin intakt ist, die Konsolidierungsrange (noch?) nicht verlassen wurde und der Aktienkurs weiterhin oberhalb des EMA50 verläuft - alles (eher) Indizen für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends. Lediglich der "Shooting Star" im Bereich der oberen Range-Kante wirft Fragen bezüglich der Trendfortsetzung auf (allerdings ist die Verlässlichkeit dieses Trendumkehrsignals in trendstarken Phasen umstritten).

Fällt der Kurs also unter die Marke von (derzeit) 41,00 USD, dann wäre die Konsolidierungsrange zwischen 44,60 und 41,70 USD nachhaltig verlassen, das Hoch aus dem Sommer 2015 wäre unterschritten und der "trendtragende" EMA50 wäre bärisch gebrochen.

Die Folge wäre ein Verkaufssignal mit Ziel 36,40 USD. Neben dem 38,20 %-Fibonacci-Retracement dürfte hier in naher Zukunft auch der EMA200 verlaufen.

Kann die Marke von 41,00 USD beziehungsweise der EMA50 verteidigt werden, ist das wahrscheinlichste Szenario ein erneuter Test der oberen Range-Kante bei ca. 44,60 USD.

Oberhalb des "Long-Triggers" bei 44,60 USD fungieren das Projektionsniveau bei ca. 48,00 USD und die Trendbegrenzung als weitere Long-Kursziele.

Zusammenfassend wäre also im Bereich von 41,00 USD - unter der Prämisse erkennbarer Umkehrsignale - ein Long-Trade mit Kurszielen von 44,60 und 48,00 USD denkbar. Ein (aggressiver) Stopp-Loss sollte dann knapp unter dem EMA50  beziehungsweise unter dem Tagestief der Umkehrkerze platziert werden.

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Morgan Stanley Tageschart