• MorphoSys AG - Kürzel: MOR - ISIN: DE0006632003
    Kursstand: 21,660 € (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Artikel-Veröffentlichung
  • MorphoSys AG - WKN: 663200 - ISIN: DE0006632003 - Kurs: 21,660 € (XETRA)

Ein Grund für den Kurssprung dürfte die Erwähnung von MorphoSys in einer Studie des RBC-Analysten Brian Abrahams gewesen sein, in der es um strategische Optionen des US-Partners Incyte ging. Damit keimen wieder Übernahmefantasien auf. Die MorphoSys-Aktie gehörte in den letzten beiden Jahren zu den schwächsten Aktien am deutschen Markt. Nachdem sie Anfang 2020 das Allzeithoch aus dem Jahr 2000 erreichte, startete ein Abwärtstrend, der den Anlegern gehörig die Laune verdirbt. Ohne größere Erholungsphasen hat das Papier seitdem in der Spitze knapp 89 % an Wert eingebüßt. Wie ist der gestrige Kurssprung im Kontext dieses Abwärtstrends einzuordnen?

Abwärtstrend wurde geknackt

Das erwähnte Achtungszeichen im Chart wäre die gestrige Rückkehr über die alten Jahrestiefs, an denen die Aktie Ende Mai und Anfang Juni noch gescheitert war. Zudem wurde die Abwärtstrendlinie seit September gebrochen. Damit ist ein kleines Kaufsignal entstanden, welches jedoch noch mit Vorsicht zu genießen wäre.

Es besteht die Chance, dass mit der Stabilisierungsbewegung der letzten Wochen tatsächlich ein Boden ausgebildet wurde. Demgegenüber steht die Interpretation der Erholungsbewegung als bärische Flagge und somit als bärische Fortsetzungsformation im übergeordneten Abwärtstrend.

Wie geht es weiter?

Kann sich der Wert jetzt oberhalb von 20,76 EUR behaupten, wäre tatsächlich eine weitere Erholungsbewegung denkbar. Bei rund 26 EUR wird in einigen Tagen die nächste Abwärtstrendlinie als potenzielles Erholungsziel liegen, darüber hinaus trifft die Aktie bei rund 28 und 32,90 EUR auf weitere Hürden.

Kippt das Papier jedoch wieder nachhaltig unter 20,20 EUR zurück, trübt sich das kurzfristige Bild wieder ein. Der Bruch der Aufwärtstrendlinie bei 18,50 EUR würde neue Verkaufssignale für Abgaben zum Jahrestief bei 16,45 EUR liefern.

Fazit: Wir sehen momentan den besten Ansatz seit vielen Monaten, um eine kleine Trendwende und Erholungsphase einzuleiten. Wer an das Unternehmen glaubt, erhält nun auch erste Unterstützung seitens charttechnischer Argumente. Allzu viel darauf verwetten sollte man jedoch nicht, ist die Aktie doch seit 2020 eine einzige Katastrophe mit einem der hartnäckigsten Abwärtstrends bei deutschen Werten. Die bullischen Prognoseszenarien sind getrost als Wunschdenken einzuordnen.

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