• MTU Aero Engines AG - Kürzel: MTX - ISIN: DE000A0D9PT0
    Börse: XETRA / Kursstand: 187,850 €

Die Aktie des Triebwerkherstellers war in den vergangenen Wochen einer der großen Verlierer am deutschen Markt und befindet sich in einem soliden Abwärtstrend. Diese Bewegung ist eingebettet in eine große Seitwärtsbewegung, die nun schon seit November 2020 andauert. Dabei erreicht der Wert nun die Unterkante dieser Handelsspanne, wo sie ab jetzt ganz genau beobachtet werden sollte. Beleuchten wir nun verschiedene Trading-Setups und Handlungsmöglichkeiten.

Long oder Short? Eine knifflige Angelegenheit

Die Aktie notiert jetzt am zentralen Support bei 186 - 188 EUR. Im bullischen Szenario, das der Kollege Alexander Paulus vor einer Woche hier skizziert hat, dreht die Aktie an der Rangeunterkante wieder nach oben und startet einen Aufschwung in Richtung der Jahreshochs und später mehr.

Im bärischen Szenario hingegen machen die Verkäufer Druck und provozieren mit einem nachhaltigen Rückfall unter den Support bei 186 - 188 EUR ein großes Verkaufssignal, das mittelfristige Abgaben nach sich ziehen würde.

Wie könnte man als Trader jetzt vorgehen? Betrachten wir 3 verschiedene Trading-Ansätze:

  1. ) Antizyklisch Long: Rangetrader könnten auf dem aktuellen Preisniveau antizyklisch Einstiegen, um auf eine Verteidigung des Seitwärtskorridors und den Start einer neuen Aufwärtsbewegung zu wetten. Die Tradingziele lägen bei 220 - 225 und später 247 EUR. Absicherungen könnten hier unterhalb von 185 EUR auf Tagesschlusskursbasis gesetzt werden, womit sich sehr gute CRV ergeben würden. Allerdings ist auch das Risiko deutlich erhöht, da man sich gegen den vorherrschenden Abwärtstrend der letzten Wochen stellt.

  2. ) Prozyklisch Short: Kommt es zu einem signifikanten Ausbruch nach unten, könnten prozyklische Positionierungen auf fallende Kurse attraktiv werden. Das Verlassen der großen Seitwärtsrange nach unten hin dürfte eine größere Stop-Loss-Welle nach sich ziehen, dynamisch könnte die Aktie dann in Richtung 168 - 169 EUR abrutschen. Absicherungen könnten nach einem Verkaufssignal z.B. oberhalb von 192,50 EUR gesetzt werden.

  3. ) Prozyklisch Long: Die dritte Variante sieht erst spätere Aktionen vor, nachdem die Richtungsentscheidung an der Rangeunterkante erfolgt und bestätigt wurde. Dreht die Aktie bei 186 - 188 EUR wieder nach oben und steigt über 201 EUR an, dürfte eine erfolgreiche Trendwende im kurzfristigen Zeitfenster vorliegen. Dann steigen die Chancen auf weiter steigende Kurse bis 220 - 225 und später 247 EUR deutlich. Einstiege wären dann zwar etwas teurer als direkt an der Unterkante, jedoch erhält ein bullisches Szenario dann deutlich höhere Wahrscheinlichkeitswerte. Absicherungen könnten anschließend z.B. unterhalb von 194 EUR erfolgen.

Fazit: Mit Spannung wird das Verhalten am zentralen Support bei 186 - 188 EUR beobachtet. Die Weichenstellung für die kommenden Wochen sollte in Kürze erfolgen und eine Trendbewegung einleiten - die Richtung ist noch unklar. Für kurz- und mittelfristige Trader dürften sich in Kürze gute Trading-Chancen ergeben.

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