Ein erstes charttechnisches Warnsignal in der Aktie gab es im September. Doch dieses wurde relativ rasch wieder egalisiert. Das nächste Kerzen-Signal war dann allerdings ein Volltreffer. Seit diesem Muster gab der Kurs mehr als 30 Prozent ab. Folgt in den nächsten Wochen nun ein Gegensignal?


Der aktuelle Kurssturz der Aktie wurde u.a. auch von einer Gewinnwarnung im Januar mitgetragen. Der Spezialtiefbaukonzern Bauer mussten wegen einer Wertberichtigung im Zusammenhang mit einem Rechtsstreit den Gewinn für 2017 um 10 Millionen Euro kürzen. Es werden nun 65 Mio. EUR statt 75 Mio. EUR in Aussicht gestellt. Hier handelt es sich allerdings um einen Einmaleffekt, dem laut dem Unternehmen keinen Einfluss auf die künftige Ertragskraft hat. (Quelle:Guidants News)

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Anfang des Jahres erreichte die Bauer-Aktie noch ein neues Verlaufshoch bei 32,05 EUR. Allerdings konnte sich dieses Hoch nicht durchsetzen, es lag nur unwesentlich höher als das letzte. Die Marktteilnehmer nahmen dann ihre Gewinne schnell mit, in den darauffolgenden Wochen gab es mehrere große schwarze Wochenkerzen. Deshalb bot sogar der EMA50 bei 24,00 EUR keine Unterstützung.

Aktuell notiert der Titel bei rund 22,00 EUR. Bei rund 21,00 EUR befindet sich nun eine massive Unterstützung. Wird dieses Kursniveau in den nächsten Wochen noch angelaufen, dann könnte dort ein antizyklischer Einstieg lohnenswert sein. Denn auf diesem Level wird mit einer Trendwende noch oben gerechnet. Diese Pullback-Bewegung könnte den Kurs dann wieder über die 25,00 EUR-Marke bringen. An ein neues Allzeithoch ist allerdings im Moment nicht zu denken.

Ein Wochenschlusskurs unter 19,00 EUR sollten die Bullen auf jeden Fall vermeiden, denn sonst würde sich die Abwärtsbewegung nochmals verstärken.


Bauer AG (Schrobenhausen)