• Nasdaq-100 - Kürzel: ND100 - ISIN: US6311011026
    Kursstand: 11.546,76 Pkt (Nasdaq) - Zum Zeitpunkt der Artikel-Veröffentlichung
  • Nasdaq-100 - WKN: A0AE1X - ISIN: US6311011026 - Kurs: 11.546,76 Pkt (Nasdaq)

Vor gut 9 Jahren habe ich hier an dieser Stelle die ultralangfristigen Charts vom Dow Jones und dem S&P 500 Index analysiert und den Start einer mehrjährigen Rallybewegung in Aussicht gestellt (Wissen wir, wie "Hausse" geht?). Der Dow Jones Index konnte seitdem in der Spitze um 144 % zulegen, jetzt sehen wir seit dem Jahresstart eine ordentliche Abwärtskorrektur. Es wird erneut Zeit für einen Blick auf die ultralangfristigen Charts, diesmal wird der Technologieindex Nasdaq 100 unter die charttechnische Lupe genommen. Die Abschläge der vergangenen Monate sind ein Warnschuss vor den Bug des Bullendampfers, die finanz- und geopolitische Gemengelage beunruhigt viele Marktteilnehmer. Besonders die Neulinge an der Börse, die in den vergangenen 13 Jahren dazugekommen sind, kennen keine echten Bärenmärkte.

Nasdaq 100 seit 1990 - Ein aufschlussreiches Bild

Der Blick auf den Nasdaq 100 Index seit 1990 zeigt zwei große Rallyphasen. Die eine dauerte 10 Jahre und brachte eine Performance von 2.863 %, die zweite dauerte 13 Jahre und ließ den Index um 1.545 % ansteigen.

Zwischengeschaltet waren zwei größere Korrekturphasen: Das Platzen der Dotcom-Blase ließ den Index um 83 % zurückkommen und dauerte 2,5 Jahre, die Bankenkrise ließ den Index in nur 1 Jahr um 54 % absacken.

Der "Corona-Crash" fällt auf Grund der enormen Volatilität im langfristigen Kursverlauf kaum auf und kann so gesehen nicht als größere Korrekturphase behandelt werden. Er dauerte nur 1 Monat und brachte Verluste von 30 %.

Zwischenfazit: Die laufende Abwärtskorrektur brachte den Index um knapp 35 % nach unten und fällt damit schon größer aus als der Corona-Crash. Ein echter Bärenmarkt ist es angesichts der extremen Rallybewegung seit 2009 aber nicht, wir sehen im langfristigen Chart bislang lediglich einen kleinen Rücksetzer auf hohem Niveau.

Langfristiger Quartalschart (1 Kerze = 3 Monate) seit 1990:

NASDAQ-100-Wird-gerade-ein-mehrjähriger-Bärenmarkt-geboren-Chartanalyse-André-Rain-GodmodeTrader.de-1

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Finanzpolitische Zeitenwende als Trumpf für die Bären?

Vielen Jahre haben die Notenbanken die Finanzmärkte mit billigem Geld geflutet, doch die historische Phase der Nullzinspolitik scheint nun zu Ende zu gehen. Für die Aktienmärkte sind Zeiten steigender Inflation und steigender Zinsen in der Regel kein gutes Zeichen. Eine kürzere oder längere Unterbrechung der langfristigen Rally könnte damit anstehen.

Szenario 1: Im bärischen Szenario waren die Verluste der letzten Monate lediglich der Auftakt zu einer mehrjährigen Baisse. Diese würde früher oder später zum Bruch des EMA50 (Monatschart) und der Aufwärtstrendlinie seit 2010 führen und den Index in Preisbereiche um 7.000 Punkte und später optional sogar zurück bis ans 2000er Hoch bei 4.816 Punkte bringen. An einem dieser beiden Preisbereiche könnten dann neue, langfristige Aufwärtsbewegungen starten.

Langfristiger Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) seit September 2012:

Szenario 2: In einem relativ bullischen Szenario bleibt der Index auf hohem Niveau und verteidigt zunächst den Bereich des EMA50 (Monatschart) oder der Aufwärtstrendlinie seit 2010. Eine längere Stabilisierungsphase auf hohem Niveau könnte folgen, letztlich nähert sich der Index dann wieder den Hochs an. Anschließend entscheidet er sich für eine Rallyfortsetzung oder eine zweite Korrekturwelle.

Langfristiger Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) seit September 2012:

Fazit:

Steigende Zinsen, explodierende Inflation, Krieg in Osteuropa... Es gibt mehr als genug Gründe, die für den Beginn einer länger anhaltenden Pause innerhalb der ultralangfristigen Rally sprechen. Noch verteidigen die Bullen jedoch ihre großen Bullenmärkte, sowohl Nasdaq 100 als auch Dow Jones und S&P 500 stehen jetzt nahe ihrer EMA50 auf Monatsbasis. Solange diese gleitenden Durchschnittslinien verteidigt werden können, erhalten sich die Bullen die Optionen auf ein baldiges Comeback.

Bärische Szenarien kommen erst ins Gespräch, wenn diese gleitenden Durchschnittslinien sowie die Aufwärtstrendlinien in den Charts gebrochen werden. Dann würden auf Sicht einiger Jahre im übergeordneten Kontext sehr gesunde Korrekturbewegungen möglich werden.

Gerade für Marktteilnehmer, die erst in der vergangenen Dekade an die Börse gekommen sind, könnten das schmerzhafte Erfahrungen werden. Sie kennen lediglich steigende Aktienmärkte und wurden regelrecht verwöhnt von steigenden Kursen. Auch wenn die Börse langfristig doch eine Einbahnstraße ist, kommt es alle paar Jahre zu kleineren oder größeren Abwärtskorrekturen. Es darf ruhig gefragt werden: Wissen wir, wie Baisse geht?


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