Wenn in den Medien vom Ölpreis die Rede ist, dann ist damit das Leichtöl, man sagt auch Rohöl (Crude Oil) gemeint.

    Öl wird an den Terminmärkten über Futures gehandelt.

    Die wichtigsten Rohöl-Kontrakte sind:

    1.) Brent Crude Oil: Rohöl aus der Nordsee (Brent Ölfeld). Wichtigste Rohölsorte für Europa und so genannte „Benchmark“ für den Ölhandel. Die Nordseesorte wird weltweit an folgenden Börsen gehandelt: Intercontinetal Exchange (ICE, ehemalige IPE), New York Mercantile Exchange (NYMEX) und an Spotmärkten wie New York und Rotterdam.

    Light Sweet Crude Oil: Oberbegriff für eine Reihe von Ölsorten mit einem Schwefelgehalt von maximal 0,42 Prozent. Sorten sind unter anderem: West Texas Intermediate, Oklahoma Sweet und New Mexican Sweet.

    2.) WTI Light Sweet Crude Oil: West Texas Intermediate (WTI) ist auch bekannt als Texas Sweet Light. Diese Sorte wird als Basiswert für Rohölkontrakte an der New York Mercantile Exchange verwandt und fungiert als US-Öl-Benchmark. WTI hat eine höhere Qualität, enthält zirka 0,24 Prozent Schwefel und ist somit „süßer“ als Brent. Gewonnen wird WTI im Mittleren Westen der USA und in der Golf-Region.

    Professionelle Marktteilnehmer handeln Öl direkt an den Terminbörsen mit Futures. Im Retailmarkt (Privatanleger) werden Zertifikate oder CFDs für den Handel von Öl eingesetzt. Sowohl auf Brent Öl als auch WTI Light Sweet Crude Oil (US Leichtöl) gibt es eine wohlsortierte Palette an Zertifikaten.

    Auf GodmodeTrader.de werten wir sowohl das europäische Brent Öl als auch das US-amerikanische WTI Light Sweet Crude Oil charttechnisch aus.

    US Leichtöl (Light Sweet Crude Oil Future) - Kürzel: CL

    Börse: NYMEX in USD / Kursstand: 77,46 $ pro Barrel

    Anbei Informationen zur Kontraktspezifikation :
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    Rückblick: Noch zu Wochenbeginn attackierte der Ölpreis das Jahreshoch bei 87,09 $, dann kam der heftige Crash. Im Zuge der Dollaraufwertung und der Turbulenzen an den Aktienmärkten brach der Ölpreis in den vergangenen Tagen dramatisch ein und kippte bis an die Unterkante der keilförmigen Aufwärtsbewegung der letzten Monate zurück.

    Gleichzeitig wurde neben der Keilunterkante auch der EMA200 als Unterstützung bestätigt, der Ölpreis prallte gestern nach oben hin ab und erholt sich heute moderat. Insgesamt ist das kurzfristige Chartbild aber nur noch neutral zu werten

    Charttechnischer Ausblick: Die Bullen wurden erneut ausgebremst. Die Chancen der Bären steigen mit jedem weiteren Rücksetzer, die keilförmige Aufwärtsbewegung der letzten Monate fehlt es an Schwung. Handelssignale sollten aber abgewartet werden. Erst unterhalb von 74,50 $ dürfte weiterer Verkaufsdruck aufkommen, dann droht eine Abwärtsbewegung bis in den Bereich von 70,00 $ und darunter 65,32 und 54,66 - 58,32 $.

    Gelingt hingegen jetzt eine Rückkehr über 83,10 $ per Tages- und Wochenschluss, wäre ein erneuter Angriff auf das Jahreshoch bei 87,09 $ möglich. Erfolgt ein Ausbruch über 87,30 $, dürften weiter steigende Notierungen in Richtung der 100,00 $-Marke folgen. Dort bei 100,00 -110,00 $ liegt eine Vielzahl an Widerstandselementen.

    Kursverlauf vom 30.06.2009 bis 07.05.2010 (log. Kerzenchartdarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)