• Palladium - Kürzel: XPD/USD - ISIN: XC0009665529
    Börse: Commerzbank CFD / Kursstand: 1.540,000 $/Unze

Palladium kommt, wie viele Edelmetalle, vor allem in der Industrie zum Einsatz. 85 % der gesamten Nachfrage stammt dabei aus der Automobilindustrie. Hier wird Palladium unter anderem für die Herstellung von Abgaskatalysatoren verwendet. Der bisher boomende Automobilmarkt der letzten Jahre hat den Preis für das Edelmetall entsprechend stark nach oben getrieben. Die Party könnte nun aber erstmal vorbei sein, denn der größte Absatzmarkt der Branche wackelt.

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China hat sich zur unangefochtenen Nummer eins in der Automobilbranche hochgearbeitet, zumindest was Produktion und Absatz angeht. Die jüngsten Marktzahlen lassen vermehrt schwarze Wolken aufziehen. Nach Daten des chinesischen Branchenverbands PCA ist der chinesische Automarkt im Februar um 18,5 % auf 1,19 Mio. Stück eingebrochen. Damit ergibt sich in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres ein Absatzrückgang um rund zehn Prozent auf 3,37 Mio. Stück.

Jetzt ist dieser Rückgang nichts Neues, denn die Abkühlung hat bereits im Sommer vergangenen Jahres angefangen. Auf Jahresbasis verzeichnete der chinesische Automarkt 2018 ein Absatzrückgang um 6 % im Vergleich zum Vorjahr. Die ersten Einbußen seit mehr als zwei Jahrzehnten. Hinzukommt aber, dass mit den USA der zweit größte Markt ebenfalls starke Rückgänge zu vermelden hatte. Schaut man sich bspw. nur mal die Absatzzahlen der deutschen Autobauer für die ersten zwei Monate an:

  • VW: -5,1 %
  • Audi: -7,2 %
  • Daimler: -11,8 %
  • BMW: -2,0 %

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Trotzdem stieg der Palladium-Preis unbehelligt weiter an. Nun muss man fairerweise sagen, dass bisher nur die Nachfrageseite betrachtet wurde und die Angebotsseite völlig außer Acht gelassen wurde. Die größten Produzenten des Edelmetalls sind mit Abstand Russland und Südafrika. Die beiden Länder machen rund 73 % des gesamten Angebots aus. Die Minenproduktion in Russland lag 2018 bei 85 Tonnen und damit nahezu auf Vorjahresniveau von 85,2 Tonnen (2016: 79,4 t). In Südafrika wurde im Jahr 2018 mit 68 Tonnen deutlich weniger gefördert als im Vorjahr mit 86,8 Tonnen (2016: 76,3 t).

Dementsprechend ging auch das gesamte weltweite Angebot von 225 Tonnen im Jahr 2017 auf 210 Tonnen im Jahr 2018 zurück. Das Minus beläuft sich zwar damit auf 6,7 %, mit 210 Tonnen befindet man sich aber auf dem Niveau aus dem Jahr 2016. Vergleicht man den Rückgang der Angebotsseite mit dem der Nachfrageseite, dann ist die Angebotsseite allerdings immer noch relativ stabil anzusehen. Das lässt nun einige Gedankenspiele hinsichtlich eines Angebotsüberhangs zu. Sollte die Nachfrage aus der Automobilindustrie weiter drastisch zurück gehen, dann könnte der Palladium-Preis vor einer scharfen Korrektur stehen. Dies kann zeitversetzt erfolgen.

Schaut man sich den Chart an, dann erkennt man, dass in der letzten Woche eine schöne Umkehrkerze etabliert wurde, die bisher bestätigt wird. Spätestens unterhalb der 1.500 USD-Marke würde das Short-Szenario bis zunächst 1.437 USD aktiviert werden. Darunter würde es in Richtung 1.300 USD gehen. Sollte sich der Automarkt im März wieder erholen können, dann ist aber eher von einem erneuten Anstieg bis 1.600 USD auszugehen. Liest man sich die Nachrichten der deutschen Autobauer durch hinsichtlich Stellenabbau usw., dann ist eine baldige dramatische Erholung der Absätze aber nicht zu erwarten.

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Palladium-Chartanalyse