Marlboro, Benson & Hedges, L&M oder John Player - all diese Marken gehören zum Tabak-Konzern Philip Morris. Die dazugehörige Aktie durchlebt seit mehreren Jahren ein Wechselbad der Gefühle. Erholung, Abverkauf, Erholung, Abverkauf ist das immer wiederkehrende Muster. Seit der Coronakrise hält die Aktie jedoch eingestreuten Verlusten stand und kann eine handfeste Aufwärtsbewegung verzeichnen. Hält dieses Kaufinteresse weiter an, könnte es zu einem sehenswerten Kaufsignal kommen.

Widerstandsbereich wird angesteuert

Entscheidend für den weiteren Kursverlauf ist der Horizontalwiderstand bei 89 - 93 USD. Seit 2018 gilt dieser Kursbereich als unüberwindbar. Durch die jüngsten Kursgewinne nimmt die Aktie nun direkt Kurs auf diese technische Hürde. Kann dieser Widerstand im Zuge weiterer Kursgewinne aus dem Weg geräumt werden, im Idealfall auf nachhaltige und dynamische Weise, würde ein weiteres Kurspotenzial von ≈20 % freigeschaufelt werden, Kursziel 111,25 USD. Soweit zum präferierten Szenario.

Abpraller als Genickbruch?

Erweist sich der Widerstand trotz der guten Voraussetzungen als zu mächtig und es kommt zu Verlusten, ist das Kaufsignal nicht per se dahin. Bei 82,76 - 84 USD liegt ein Clustersupport (EMA200 + Horizontalunterstützung) auf Wochenbasis vor. Könnte sich nach temporärer Abgaben die Aktie hier wieder stabilisieren, ist das Kaufsignal weiterhin möglich.

Erst wenn ein Wochenschlusskurs unter 82.76 USD erreicht wird, muss umgedacht werden. Durch eine derartige Schwäche wäre die Shortseite die attraktivere Richtung.

Handlungsmöglichkeiten

Als Anleger ergeben sich nun mehrere Handlungsoptionen.

  • Als Prozykliker könnte ein Einstieg mit Aktivierung des Kaufsignals bei einem Wochenschlusskurs über 93 USD vorgenommen werden.
  • Kommt es vor oder nach Anlauf des Widerstandsbereichs zu einem Rücklauf, kann bei 82,76 - 83,98 USD ein antizyklischer Trade eröffnet werden.
  • Unter 82,76 USD und dem EMA50 würde sich ein Shorteinstieg anbieten. 75,28 USD und 69,27 EUR wären in diesem Fall die Ziele.

Fazit

Die Philip Morris-Aktie gibt einfach nicht auf, ganz im Sinne longorientierter Anleger. Kann die Aktie den charttechnisch wichtigen Break-Out vollziehen, lockt eine weitere Kaufwelle mit einem Potenzial von 20 %. Als Anleger sollte man nun engmaschig beobachten. Bei gegebener Signallage werden die vorgestellten Setups eröffnet.

PHILIP-MORRIS-Kommt-s-bei-der-Aktie-zum-großen-Buy-Signal-Chartanalyse-Johannes-Büttner-GodmodeTrader.de-1
Philip Morris - Aktie (Wochenchart)

Weitere interessante Artikel:

FRESENIUS MEDICAL CARE - Kurserholung gerät auf den Prüfstand

HAPAG-LLOYD - Geht die Rally nach den Zahlen weiter?

Euch gefallen meine Analysen? Dann folgt mir und anderen Börsenexperten auf Guidants, dem Schwesterportal von Godmodetrader. Auf diesem Börsenportal könnt ihr euren eigenen Tradingdesktop erstellen, Charts bearbeiten, den Streams vieler Experten folgen, euch mit ihnen persönlich austauschen und vieles mehr. Hier geht's zu meinem persönlichen Stream.