Procter & Gamble ist ein US-amerikanischer Hersteller von Konsumgütern. Im Vordergrund der Unternehmensaktivitäten steht die Entwicklung und Produktion von Markenartikeln für die Bereiche Beauty, Textil- und Haushaltspflege, Hygiene, Gesundheits- und Babypflege, Nahrungsmittel und Getränke. Das diversifizierte Sortiment wird in erster Linie über Großabnehmer, Lebensmittelhändler und Drogerien sowie kleinere Einzelhandelsfilialen vertrieben. Das Unternehmen baut außerdem seine Präsenz in Kaufhäusern, Parfümerien, Apotheken, Friseursalons sowie im Internet aus. Das umfangreiche Portfolio vereint zahlreiche namhafte Marken wie Oral-B, Gillette, Head & Shoulders, Ariel, Pampers oder Swiffer.

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Heute veröffentlichte P&G seine Ergebnisse zum abgelaufenen dritten Quartal 2019. Laut dem Finanzbericht wurde ein Gewinn je Aktie von 1,06 USD bei einem Umsatz von 16,5 Mrd. USD erzielt. Analysten hatten hier mit 1,04 USD je Aktie bei 16,4 Mrd. USD erwartet. Die Schätzungen wurden damit leicht übertroffen. Der Nettogewinn lag bei 2,75 Mrd. USD und damit rund 9 % über dem Vorjahresergebnis. Auch beim Ausblick auf das Fiskaljahr 2019 zeigt sich das Unternehmen etwas optimistischer. Bei der letzten Veröffentlichung Ende Januar wurde noch ein organisches Wachstum in der Range von 2 bis 4 Prozent angenommen. Nun wird mit "soliden" 4 Prozent gerechnet: "P&G increased its guidance for organic sales growth from a range of two to four percent to a solid four percent for fiscal 2019."

Etwas belasten dürfte jedoch die Umsatzerwartungen. Der Konsumgüter-Hersteller stellt hier ein Ergebnis auf Vorjahresniveau in Aussicht, im Best-Case ein leichtes Plus von bis zu einem Prozent. Schuld an dem langsameren Wachstum sollen vor allem negative Währungseffekte sein, die den Umsatz mit bis zu 4 Prozent belasten könnten: "The Company now estimates fiscal 2019 all-in sales growth in the range of in-line to up one percent versus the prior fiscal year, which includes a negative impact of three to four percentage points from the combination of negative foreign exchange and a modest positive impact from acquisitions and divestitures." Der vollständige Bericht kann unter folgendem Link gelesen werden: "Q3-Results".


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Alles in allem lieferte das Management. Die Aktie gibt trotzdem um rund 3 % ab. Allein an dem Umsatzausblick können diese Abgaben nicht festgemacht werden, zumal dies schon im Q2-Bericht bekannt war. Die Vermutung liegt also nahe, dass einige Marktteilnehmer die Gelegenheit wahrgenommen haben und in einem starken Gesamtmarkt Gewinne realisiert haben. Zumal die P&G-Aktie auf Allzeithoch stand.

Charttechnisch ist dieser Kursrückschlag dennoch unschön. Die Papiere waren gerade dabei sich über der langfristigen deckelnden Aufwärtstrendlinie aus dem Jahr 2000 zu etablieren. Nun ähnelt der Kursverlauf eher dem Fehlausbruch im Jahr 2014. Damals ging es um über 30 % runter. Allein aus fundamentaler Sicht ist ein solcher Rückgang zum aktuellen Zeitpunkt aber nicht denkbar. Demnach dürfte sich die Aktie in den kommenden Tagen und Wochen wieder fangen und erneut in Richtung Allzeithoch ansteigen. Vorausgesetzt der Gesamtmarkt bleibt weiterhin stabil. Ein Rücksetzer auf den EMA 50 daily sollte jedoch einkalkuliert werden.

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The Procter & Gamble-Aktienanalyse