• Scout24 AG - ISIN: DE000A12DM80
    Börse: XETRA / Kursstand: 56,050 €
  • Shop Apotheke Europe N.V. - Kürzel: SAE - ISIN: NL0012044747
    Börse: XETRA / Kursstand: 45,000 €
  • LPKF Laser & Electronics AG - Kürzel: LPK - ISIN: DE0006450000
    Börse: XETRA / Kursstand: 20,700 €
  • Adyen NV - Kürzel: 1N8 - ISIN: NL0012969182
    Börse: XETRA / Kursstand: 743,400 €
  • Hamburger Hafen u. Logistik AG - Kürzel: HHFA - ISIN: DE000A0S8488
    Börse: XETRA / Kursstand: 16,910 €
  • Deutsche Lufthansa AG - Kürzel: LHA - ISIN: DE0008232125
    Börse: XETRA / Kursstand: 10,280 €
  • TUI AG - Kürzel: TUI1 - ISIN: DE000TUAG000
    Börse: XETRA / Kursstand: 4,824 £
  • Deutsche Bank AG - Kürzel: DBK - ISIN: DE0005140008
    Börse: XETRA / Kursstand: 5,901 €
  • DAX - Kürzel: DAX - ISIN: DE0008469008
    Börse: XETRA / Kursstand: 10.486,78 Pkt

In den vergangenen drei Ausgaben dieser Tradingkolumne (hier klicken, um zur Übersicht zu gelangen) hatte ich den Fokus auf Shortspekulationen gelegt, die mit dem laufenden Crash allesamt voll aufgegangen sind und die Abwärtsziele erreicht und sogar unterschritten haben. Die vorgestellten Longpositionen haben natürlich gelitten und wurde ausgestoppt, dennoch sollte für den Trader unterm Strich durch die Shortpositionen ein satter Gewinn übriggeblieben sein. Nun notieren die Märkte schon weit unten und neben Gewinnmitnahmen von Shortpositionen stellt sich Tradern die brennende Frage: Kaufen, wenn die Kanonen donnern?

Mein Fazit lautet:

Nur punktuell im Markt sein und nur mit kleinen Positionen! Das Moneymanagement wird modifiziert, Stops liegen auf Grund der Volatilität weiter weg oder werden mit Gaps gerissen und viel schlechter als geplant ausgeführt. Deshalb wird auch die Positionsgröße deutlich verkleinert.

Ich habe große Zweifel, dass wir auf dem aktuellen Kursniveau bereits belastbare Tiefs sehen werden. Vielmehr könnte eine größere, mehrmonatige oder im schlimmsten Fall mehrjährige Abwärtskorrektur an den Märkten starten. Longpositionen behandele ich ab jetzt nur noch im Tradingmodus, nehme kleine Strecken in beide Richtungen mit. Damit läuft man als Trader Gefahr, den perfekten Einstieg für eine längere Aufwärtsstrecke zu verpassen. Andererseits verringert man das Risiko, mit weiteren Rückschlägen immer größere Verluste anzuhäufen.

DAX ist stark angeschlagen

Die Coronavirus-Krise hinterlässt unschöne Spuren in den Charts der großen Indizes. Der DAX stabilisiert sich nach extrem schwachen Wochenstart auf tiefem Niveau, die 11.000er Marke deckelte in den vergangenen beiden Tagen das Kursgeschehen. Eine weitere Abwärtswelle zum Support bei 10.190 - 10.280 Punkten wäre ideal, dann könnte nochmals ein Erholungsversuch starten. Ob es auch eine große Trendwende wird, ist offen. Vielmehr drohen nach einer Erholung weiter fallende Notierungen.

Die weitere Marschrichtung müsste kurzfristig neu bewertet werden. Die Börsen hängen momentan viel mehr als sonst am Tropf der Nachrichtenlage, zu unklar sind die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise, die sich erst nach und nach zeigen und sich durch viele Branchen ziehen. Kommt weiterer Verkaufsdruck auf, liegen bei 9.850 und 9.630 - 9.680 sowie 9.214 Punkten weitere Auffangmarken.

Oberhalb von 11.000 ist kurzfristige Entspannung möglich. Dann hingegen Erholungen bis 11.300 oder 11.440 - 11.500 denkbar.

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DAX Chartanalyse

Longkandidaten für technische Erholungen und mehr

Es sind kaum noch bullische Setups zu finden zu Bevorzugen wären in dieser Marktphase eher nicht die Aktien, die am stärksten eingebrochen sind, sondern eher Aktien, die relative Stärke zeigen. Eine Möglichkeit, solche Aktien zu finden, bietet unser Screener. Auf diesem Guidants-Desktop finden sie einen voreingestellten Screener, wo deutsche Aktien sortiert sind nach dem geringsten Abstand zum Hoch der vergangenen 12 Monate. Longpositionen sollten angesichts der hohen Volatilität kleiner ausfallen als sonst.

Die angegebenen Preise für Ausbrüche oder Stops beziehen sich jeweils auf den Schlusskurs in der abgebildeten Frequenz (Tageschart = Ausbruch oder Stop Loss auf Tagesschlusskursbasis). Die Stops werden erst nach Aktivierung der Tradingsetups gültig.


Besuchen Sie mich auf der Investment- und Analyseplattform Guidants und verpassen Sie keine Analyse und Tradingchance!


Scout24

Kategorie: Antizyklisch einen Pullback abfischen

Setup: Nach sehr starkem Aufwärtstrend in 2019 kommt die Scout24-Aktie weit zurück und trifft im Tief die potenzielle Aufwärtstrendlinie und den EMA200. Hier könnten sich Longchancen direkt oder bei weiteren Pullbacks in Richtung 54 EUR ergeben. Ziel wäre eine Erholung zum EMA50 und darüber hinaus der Anstieg zum Allzeithoch und mehr.

Ob ein solcher Anstieg aber direkt passieren wird oder erst nach mehrmonatiger Seitwärtsbewegung, ist offen. Kommt es zu einem weiteren Crash, liegt bei rund 49 EUR die nächste, antizyklische Kaufzone.

Tradingziel: 59 - 60 und optional 62 und 65 EUR

Absicherungsmöglichkeiten: 53 EUR

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Scout AG Chartanalyse

Shop Apotheke

Kategorie: Antizyklisch einen Pullback abfischen

Setup: Von erhöhten Umsätzen profitiert in der aktuellen Kriese die Aktie der Online-Apotheke. Dennoch kommt es auch hier zu Rückschlägen - jedoch auf sehr hohem Niveau innerhalb des übergeordneten Aufwärtstrends. Einstiege wären optimal bei rund 41 - 43 EUR, dort liegt eine multiple Kreuzunterstützung, Absicherungen wären anschließend eng möglich. Tradingziele wären eine Erholung bis 48 - 50 und darüber hinaus 56 und 64 EUR.

Tradingziel: 48 - 50 und optional 56 und 64 EUR

Absicherungsmöglichkeiten: 40,40 EUR

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Shop Apotheke Europe N.V.

LPKF Laser

Kategorie: Antizyklisch einen Pullback abfischen

Setup: Die LPKF-Laser-Aktie befindet sich in einem sehr starken Aufwärtstrend und konsolidiert seitwärts auf hohem Niveau. Eine weitere Aufwärtswelle wäre in Kürze denkbar. Spekulativ wären Einstiege direkt oder bei einem weiteren Rücksetzer in den Bereich von 18,50 EUR möglich.

Tradingziel: 25,70 und 30 EUR

Absicherungsmöglichkeiten: 18 EUR

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LPKF

Adyen

Kategorie: Antizyklisch einen Pullback abfischen

Setup: Eine ausführliche Analyse wurde gestern veröffentlicht: Diese Fintech-Aktie bleibt erste Wahl für Longpositionierungen!

Tradingziel: 840 und 900 sowie optional 1.000 und 1.140 EUR

Absicherungsmöglichkeiten: 709 EUR

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Adyen NV Aktie

Shortkandidaten mit bärische Mustern

Nachfolgend einige schwache Aktien mit bärischen Mustern. Diese Werte könnten bei Erholungen an alte Ausbruchslevel oder beim Rückfall unter zentrale Supports für Shortpositionierungen attraktiv werden.

Hamburger Hafen

Kategorie: Antizyklisch einen Pullback abfischen

Setup: Die Hamburger-Hafen-Aktie geriet massiv unter Druck und rutscht an den langfristig zentralen Support bei 16,30 - 16,70 EUR zurück. Kommt es zu einer Erholung bis ans letzte Ausbruchslevel bei 18,51 EUR oder an das vorletzte bei 20 EUR, könnten sich Shortchancen ergeben. Absicherungen wären jeweils knapp darüber möglich. ist jetzt unter die Tiefs aus 2016 und 2019 zurückgefallen, womit größere Verkaufssignale aktiv sind. die laufende Erholung könnte Shorteinstiege interessant machen.

Tradingziel: 15,40 und optional 12 EUR

Absicherungsmöglichkeiten: 18,70 oder 20,30 EUR

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Hamburger Hafen u Logistik AG

Lufthansa

Kategorie: Prozyklisch einen Ausbruch handeln oder antizyklisch einen Pullback abfischen

Setup: Stark betroffen von der Krise zeigt sich auch die Luftfahrtbranche. Die Aktie der Lufthansa ist weiterhin ein Shortkandidat, beim Bruch der langfristigen Pullbacklinie, welche aktuell erreicht wird, oder nach einem bärischen Rücklauf bis 11,60 oder 12,20 - 12,60 EUR.

Tradingziel: 9,10 und 7,73 - 7,91 EUR

Absicherungsmöglichkeiten: 12,80 (bzw. 11,30) EUR

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Deutsche Lufthansa AG Chartanalyse

TUI

Kategorie: Antizyklisch einen Pullback abfischen

Setup: Die Tourismusbranche dürfte momentan am stärksten betroffen sein, die TUI-Aktie bricht massiv ein. Auch hier könnten Erholungen bis 6,60 - 6,70 oder 7,60 - 7,80 EUR für Shorteinstiege genutzt werden.

Tradingziel: 4 und 3,12 EUR

Absicherungsmöglichkeiten: 6,85 oder 7,80 EUR

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TUI Aktie Tageschart

Deutsche Bank

Kategorie: Prozyklisch einen Ausbruch handeln

Setup: Auch die Banken leiden, die wirtschaftliche Notbremse könnte zu Kreditausfällen und Schlimmerem führen. Diese Sorge lässt sich gut an den extrem schwachen Charts der deutschen Banken ablesen. Weitere Allzeittiefs könnten folgen.

Die Aktie der Deutschen Bank wäre besonders bei Erholungen bis 6,80 - 7,00 oder 7,60 - 7,80 EUR für Shortpositionierungen interessant.

Tradingziel: 4 und 3 EUR

Absicherungsmöglichkeiten: 7,07 oder 7,85 EUR

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Deutsche Bank AG Chartanalyse