Über das Biotech-Unternehmen Sangamo hatte ich an dieser Stelle bereits berichtet. Das Unternehmen verfolgt einen interessanten Ansatz der Gentherapie mithilfe der sogenannten "Zinkfinger"-Technologie. Das ist eine andere Form des "Gen-Editing", zu der Sangamo am heutigen Mittwoch Studiendaten einer Phase-I/II-Studie veröffentlichte. Bei den Tests wurde Sangamos Ansatz SB-913 bei Jungen mit Morbus Hunter angewandt, einer Erbkrankheit, die auf einen Gendefekt auf dem X-Chromosom zurückzuführen ist und den Abbau von Dermatan- und Heparansulfaten stört. Die Jungen können sich dadurch nicht "normal" entwickeln.

Dank Sangamos Ansatz, bei dem eine Kopie eines Gens in Leberzellen des Patienten eingesetzt wird, konnte in der Gruppe mit der mittleren Dosierung von SB-913 eine Reduzierung der Dermatan- und Heparansulftatmengen um 32 und 61 % festgestellt werden. Die Studie ist die weltweit erste, die solche Tests invivo, also im Körper der Patienten, durchführte. Bei anderen Formen des Gen-Editing wurden Studien nur außerhalb der Patienten vollzogen. "Ich kann nicht vollständig sagen, dass es der Effekt der Behandlung war, aber die Ergebnisse sind ermutigend", so Joseph Muenzer von der University of North Carolina, der die Studie leitete. Die Wirksamkeit von SB-913 muss in weiteren und vor allen Dingen auch größeren Patientenkohorten erst noch bestätigt werden.

Der Markt scheint sich jedenfalls mehr erwartet zu haben, die Aktie fällt heute deutlich zurück. Zwischen 15,17 und 15,00 USD liegt eine wichtige kurzfristige Unterstützung im Chart, die die Käufer verteidigen müssen. Gelingt dies nicht, wird ein 2. Test des Tiefs bei 12,65 USD wahrscheinlich. Erst über 19,25 USD könnte der Biotech-Titel einen mittelfristigen Boden im Chart abschließen.

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