• SAP SE - Kürzel: SAP - ISIN: DE0007164600
    Börse: XETRA / Kursstand: 102,160 €

SAP ist das nach Marktkapitalisierung größte deutsche Unternehmen. Unser Schwester-Portal Guidants führt das Unternehmen aktuell mit einer Marktkapitalisierung von 125,30 Mrd. EUR.

Die SAP SE zählt weltweit zu den führenden Anbietern von Geschäftssoftwarelösungen, die die verschiedenen Prozesse innerhalb der Unternehmen und über Unternehmensgrenzen hinweg organisieren.

Blick auf die Fundamentaldaten: Billig wie selten

SAP hat im letzten Geschäftsjahr 4,35 EUR je Aktie verdient. Dieser Gewinn soll in diesem und im nächsten Jahr über 4,87 EUR auf 5,08 EUR ansteigen.

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Bei einem aktuellen Kurs von 102,18 EUR ergibt sich damit ein 2021er KGV von 20,98 und ein 2022er KGV von 20,11. Seit 1999 wurde die SAP-Aktie auf Basis des Jahresendkurses nur in 2 Jahren mit einem KGV unter 20 gehandelt, in beiden Fällen aber deutlich. Das waren die Jahre 2008 und 2011 mit KGV von 16,30 und 14,10 EUR. In den meisten Jahren wurde die SAP-Aktie mit KGVs deutlich oberhalb von 20 und teilweise sogar über 30 gehandelt. Insofern ist die SAP-Aktie aktuell nicht teuer, eher sogar auf der billigen Seite, wenn auch nicht spottbillig.

Der Umsatz hat sich in den letzten gut 20 Jahren deutlich nach oben entwickelt, obwohl es den einen oder anderen kleinen Rückgang gab. Im Jahr 2019 setzte der Konzern 27,55 Mrd. EUR um. Im letzten Jahr sank der Umsatz minimal. Auch in diesem Jahr soll es einen leichten Rückgang geben. Aber Analysten erwarten schon im nächsten Jahr einen neuen Rekordumsatz von 27.96 Mrd. EUR.

Seit der Dividende für das Jahr 2001 fällt jede Ausschüttung höher aus als die vorherige. Es gab nur eine Ausnahme. Die Dividende für das Jahr 2012 lag unter der des Vorjahres, wobei dieser Rückgang aber dadurch bedingt war, dass es für das Jahr 2011 eine Sonderdividende gab.

Zwischenfazit: Die SAP-Aktie ist anhand der KGV-Bewertung so billig wie nur selten seit dem Jahr 1999. Gewinn-, Umsatz- und Dividendenentwicklung zeigen weiter nach oben.

Analysteneinschätzungen: Größeres Aufwärtspotenzial vorhanden

Zum aktuellen Zeitpunkt liegen 32 Einschätzungen vor. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 126,53 EUR und damit 23,83 % über dem aktuellen Kurs.

22 Analysten/-innen bewerten die Aktie positiv (19mal Kaufen, 3mal Übergewichten). 8 Einschätzungen fallen neutral aus. 2 Häuser sehen den Wert negativ (2mal Untergewichten).

Charttechnische Situation: Langfristig weiter bullisch, kurzfristig angeschlagen

Die SAP-Aktie befindet sich seit dem Herbst 2002 in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Diese führte die Aktie trotz des einen oder anderen Rückschlags bis 03. September 2020 auf das aktuelle Allzeithoch bei 143,20 EUR.

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Dort setzten bereits Gewinnmitnahmen ein. Die Zahlen vom 25. Oktober lösten einen Schock aus. Die Aktie brach daraufhin massiv ein. Am 02. November notierte der Wert im Tief bei 89,93 EUR. Damit fiel er bis auf rund 1 EUR auf den Aufwärtstrend seit dem Herbst 2002 zurück. Dieser Trend hat seinen ersten Härtetest im Coronacrash bestanden.

Von dort aus startete eine Erholung in einem bärischen Keil. Diese führte die Aktie bis nahe an das log. 50 % Retracement der Abwärtsbewegung ab 02. September. Aber am 17. Februar 2021 fiel die Aktie aus dem bärischen Keil nach unten raus. Aus diesem Keil lässt sich ein Ziel bei ca. 94,50-95,00 EUR ableiten. Heute notierte der Wert im Tief bereits bei 100,46 EUR

Charttechnischer Ausblick: Bald langfristige Einstiegskurse?

In den nächsten Tagen ist noch mit weiter sinkenden Notierungen zu rechnen. Ein Rücksetzer in Richtung 94,50-95,00 EUR ist möglich. Dies ist unabhängig davon, ob sich noch eine Zwischenerholung in Richtung EMA 50 bei aktuell 106,50 EUR einschiebt oder nicht.

Mit diesem Rückgang würde die Aktie erneut in die Nähe des langfristigen Aufwärtstrends zurückfallen. Sollten dort Käufe aufkommen, ergäbe sich zügig die Chance auf einen 1-2-3 Boden. Sollte dieser mit einem Ausbruch über 111,94 EUR vollendet werden, ergäbe sich die Chance, bald das Allzeithoch wiederzusehen.

Sollte die Aktie aber den Aufwärtstrend stabil durchbrechen, was wohl bei einem Rückfall unter 89,93 EUR der Fall wäre, dann würde ein Boden noch lange auf sich warten lassen. In diesem Fall würde sich die Sichtweise des Marktes auf die Aktie und das Unternehmen komplett wandeln. Abgaben in Richtung 50 EUR wären auf Sicht mehrerer Monate möglich.

Zwischenfazit: Kurzfristig dürfte auf der Shortseite noch etwas zu verdienen sein. Aber das Potenzial nach unten ist begrenzt. In Kürze bieten sich vermutlich Chancen auf Einstiegskurse, die so gut sind, wie selten zuvor. Aber auch in solchen Fällen können Trades schief gehen. Niemand kann heute garantieren, dass sich die Sichtweise des Marktes nicht völlig ändert.

Fazit: Relativ billig und nahe zentraler Unterstützungen

Die fundamentale Entwicklung zeigt trotz des Rückschlages im Herbst weiter nach oben. In diesem oder im nächsten Jahr sollen bei wichtigen Kennzahlen neue Rekorde aufgestellt werden. Damit ist nicht nur technisch, sondern auch fundamental der Boden für eine größere Bodenbildung bereitet. Aber bis diese auch abgeschlossen ist, müssen noch mehrere Hürden überwunden werden.

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