Auf dem Festland in China gibt es drei Börsenplätze: Chinext, die Small-Cap-Börse, Shenzhen, die Börse für Privatunternehmen, und Shanghai, die Börse für vorwiegend staatsnahe Aktiengesellschaften.

China hat in nie da gewesener Direktheit versucht, die starke Korrektur der Aktienkurse an allen drei Börsen zu verhindern.

Die negativen Nachrichten rund um China reißen nicht ab. Dennoch hält die 200-Tage-Linie im Shanghai Composite bisher den Attacken der noch verbliebenen Verkäufern stand.

Man muss dazu sagen, dass der Shanghai Composite und der Chart seit Juni dieses Jahres nur begrenzt aussagekräftig ist, da die Interventionen der chinesischen Regierung aus einem ehemals freien Markt einen massiv manipulierten und verzerrten Markt gemacht haben.

Nimmt man aber an, dass die verbleibende Aussagekraft noch mögliche Prognosen für die Zukunft zulässt dann spricht die heutige Doji-Kerze auf der 200-Tage-Linie für eine ausgeglichene Kraft zwischen Bullen und Bären. Ein mehrtätiger Anstieg könnte bevorstehen.

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Der Einkaufsmanagerindex für China lag in der finalen Datenerhebung für Juli bei 47,8 und damit auf dem tiefsten Stand seit Juli 2013. Dennoch sinken die Kurse nicht weiter. Das ist aus Sentiment-Gesichtspunkten ein positives Signal. Es zeigt, dass zumindest diese Daten schon in den Kursen eskomptiert sind.