In letzter Zeit erhalte ich viele Leserbriefe zum Thema Währungsreform. Die Angst in der Bevölkerung ist groß, das unbestimmte Gefühl das mit unserem Geld etwas nicht (mehr) stimmt ebenso. Der Beinahekollaps des Finanzsystems im Zuge der Wirtschafts-und Finanzkrise hat nicht gerade zur Stärkung des Vertrauens beigetragen.

Im Gegensatz zu den beschwichtigenden Politikern – was bleibt ihnen auch anderes übrig – ist bei den Menschen die Gewissheit groß, dass die Zeche für die große Party am Ende von Ihnen gezahlt werden muss. Neben einer stetig steigenden Inflation ist eine große Währungsreform eine Option, die nicht ausgeschlossen werden kann.

Ich will hier gar nicht auf historische Beispiele näher eingehen, denn ich glaube die nächste Währungsreform wird über ein entscheidendes neues Merkmal verfügen. Doch dazu später mehr.

Was passiert bei einer Währungsreform?
Nehmen wir in Gedanken an, Euro und US-Dollar sollen ersetzt werden durch eine neue Währung: Wenig fantasiereich nennen wir diese Euro-Dollar. Das der Reform zugrunde liegende Problem ist im wesentlichen der riesige Schuldenberg der Staaten, oder vielmehr der daraus resultierende Zinsdienst. In Deutschland, das noch relativ gut dasteht, geht jeder sechste Euro im Bundesetat für Zinszahlungen drauf. Bei starkem Wirtschaftwachstum ist die Problematik lange Zeit in den Griff zu bekommen, schwächelt aber das Wachstum dauerhaft, schlägt die Zinskeule gnadenlos zu.

Kurzum, die Politik würde sich eine Teilentschuldung in gigantischem Ausmaße wünschen. Aber wie durchführen?

Der Staat hat in einem solchen Falle eine ungeheure Machtposition. Der eigentliche Witz – verzeihen Sie den Ausdruck – an einer Währungsrefom ist die unterschiedliche Behandlung von Bestands-(Schulden, Guthaben, Bargeld) und Stromgrößen (Löhne, Mieten etc). Eine Möglichkeit wäre z.B. festzulegen: 1000 EUR Lohn sind nach der Reform 1000 Euro-Dollar Lohn. 1000 EUR Bankguthaben sind 500 Euro-Dollar Bankguthaben. 1000 EUR Miete sind 1000 Euro-Dollar Miete. 1000 EUR Schulden sind 500 Euro-Dollar Schulden…wenn man das ganze noch so ausgestaltet, dass der Großteil der Bevölkerung, der eben nicht aus Millionären besteht, ausgespart wird, z.B. durch ein angemessenes Schonvermögen, das 1:1 umgestellt wird, hat die Politik womöglich sogar das Volk hinter sich. Der Staat hat jedenfalls die Macht, Preise festzulegen. Bei den Mieten ist das ja schon heute so durch Obergrenzen bei Erhöhungen, auch bei Löhnen ist es ein Leichtes dies durchzusetzen. Selbst Preise im Einzelhandel könnten vorübergehend eingefroren werden.

Der größte Gewinner dieser Aktion wäre der Staat. Auch wer als Privatmann oder Unternehmen Schulden hat gewinnt, allerdings könnte der Staat Teile dieser „Reformgewinne“ durch Sondersteuern wieder abschöpfen – so auch geschehen nach der letzten Währungsreform in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg. So gewinnt der Staat doppelt – in unserem Beispiel verliert er sofort die Hälfte der Schulden, und bei den „Gewinnlern“ seiner Reform kassiert er nochmal ab. Das ist auch eine interessante Art der Umverteilung.
Was diesmal ganz anders wird, ist meiner Meinung nach auch eine wesentliche Triebfeder für die Politik: Die Ablösung des Bargelds. Ich glaube, nach der nächsten Währungsreform wird es keine Scheine mehr geben und auch keine Münzen. Das Geldwesen wird 100% elektronisch. Ob über Karten, Handys oder vielleicht sogar in das Armgelenk transplantierte Chips ist dabei nur eine technische Frage. Die politischen Argumente gegen Bargeld werden vielfältig sein. Erschwerung von Schwarzarbeit, Drogenhandel, das Ende von Geldfälscherbanden, Verhinderung von Bankenruns usw…die Argumente werden so einleuchtend klingen, das nur wenige Widerstand leisten. Brave new world…

Das schwierigste wird natürlich die Umsetzung, insbesondere wenn es über mehre Staaten und sogar Kontinente abgestimmt werden soll. Ich bin sicher, dass sich die Eliten hier schon seit Jahren den Kopf zermartern wie man das letztlich gestalten soll. Eigentlich muss man es über Nacht durchziehen, bloß wie? Das zugehörige Gesetz im Parlament monatelang zu debattieren ist vielleicht etwas ungünstig..möglicherweise wird man sich mit einer Notstandsgesetzgebung aushelfen.

Welchen Zeitraum muss man veranschlagen? Ich persönlich glaube, dass das System derzeit wieder einigermaßen gekittet ist. 10 Jahre würde ich durchaus mindestens ansetzen, vielleicht auch 20, einer Reform werden zudem wohl einige Jahre hoher Inflation vorausgehen. Jetzt in Panik verfallen scheint also arg übertrieben. Dennoch kann ich Ihnen nur raten: Halten Sie einen Großteil ihres Vermögens in Sachwerten. Cash ist nicht mehr King.

Daniel Kühn - Godmodetrader.de / BörseGo AG

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