• DAX - Kürzel: DAX - ISIN: DE0008469008
    Börse: XETRA / Kursstand: 12.756,15 Pkt
  • ThyssenKrupp AG - Kürzel: TKA - ISIN: DE0007500001
    Börse: XETRA / Kursstand: 13,685 €
  • Salzgitter AG - Kürzel: SZG - ISIN: DE0006202005
    Börse: XETRA / Kursstand: 16,575 €
  • Klöckner & Co SE - Kürzel: KCO - ISIN: DE000KC01000
    Börse: XETRA / Kursstand: 5,205 €
  • Aurubis AG - Kürzel: NDA - ISIN: DE0006766504
    Börse: XETRA / Kursstand: 45,090 €
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Es ist ein kleiner Lichtblick am düsteren Himmel der Metallaktien. Seit einigen Tagen und teils schon einigen Wochen geht es nach oben. Das erfreut die gebeutelten Anleger, die zähneknirschend eine jahrelange Underperformance dieser Aktie ertragen mussten. Einzig die Aktie des Kupferproduzenten Aurubis konnte auf Sicht von 10 Jahren, in denen der DAX nach oben tendierte, mit dem deutschen Leitindex mithalten. Doch die massive Schwäche der Metallaktien seit Anfang 2018 hatte zuletzt auch bei Aurubis zu relativer Schwäche geführt, der Wert steht auf dem Kursniveau von Anfang 2012.

Anbei der Performancevergleich vom DAX zu den Aktien von ThyssenKrupp, Klöckner, Salzgitter und Aurubis:

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Performance Metallaktien

Stahlbranche mit Problemen

Die Schwache Performance der Metallaktien verwundert angesichts der wachsenden Probleme der europäischen Stahlindustrie nicht. Der Nachfragerückgang aus der Auto- und der Maschinenbauindustrie, die mehr als ein Drittel des deutschen Stahlbedarfs ausmacht, belasten ebenso wie die erdrückende Konkurrenz aus China und Indien sowie der schwelende Streit um Handelszölle.

Viele schlechte Nachrichten und Sorgen dürften aber mittlerweile in den Kursen der Aktien eingepreist sein. Wir sehen teilweise Trendwende- und Bodenbildungsversuche, weshalb sich ein charttechnischer Blick auf diese Werte lohnen könnte.

ThyssenKrupp

Deutschlands größter Stahlhersteller hat seit Jahren mit Problemen zu kämpfen und tut sich schwer mit dem Weg aus der Krise. Das spiegelt sich auch im Aktienkurs wider. Das Papier bewegt sich weiterhin volatil seitwärts innerhalb der Handelsspanne des 2008er-Crashs.

Im langfristigen Monatschart ist diese trendlose Marktphase gut zu erkennen. Mit einem Fehlausbruch unter die Tiefs aus 2008 und 2012 könnte jetzt aber der Ansatz einer Trendwende zu sehen sein. Beachtlich sind in diesem Zusammenhang auch die in diesem Jahr stark erhöhten Handelsumsätze im Bereich der Tiefs.

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Kurzfristig zeigen sich konstruktive Kursmuster im Chart. Diese könnten weiter steigende Kurse begünstigen, charttechnische Hürden liegen bei 14,40 - 14,50 und später 16,60 sowie 10,00 - 18,10 und 19,60 EUR.

Unterstützung findet das Papier bei 12,20 sowie 11,00 - 11,70 EUR. Tiefer dürfte es nicht mehr nachhaltig gehen, um Verkaufssignale zu verhindern.

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ThyssenKrupp AG

Salzgitter

Die Salzgitter-Aktie notiert im Bereich des 2016er Tiefs und damit im Bereich der Tiefststände des seit 2007 andauernden Abwärtstrends. Mit dem bullischen Reversal im Oktober steht aktuell aber eine recht bullische Monatskerze im Chart.

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Aktuell läuft die Aktie von unten an das 2016er Tief heran, in dessen Bereich auch der EMA50 verläuft. Gelingt hier ein nachhaltiger Ausbruch über 17 EUR, entstehen erste kleine Kaufsignale. Bei 19,00 - 19,50 und 22,50 EUR liegen dann die nächsten Hürden. Erst oberhalb von 22,50 EUR steigen die Chancen auf eine mitte- bis langfristige Trendwende nach oben hin deutlich.

Kippt das Papier jedoch am zentralen Widerstandsbereich bei 16,40 - 17,00 EUR wieder nach unten (dieser Preisbereich könnte auch als Shortzone betrachtet werden) und fällt nachhaltig unter 14,00 EUR zurück, entstehen neue Verkaufssignale für Abgaben bis an die Unterkanten des Abwärtstrends seit 2007 bei ca. 12 und 11 EUR.

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Salzgitter AG Chartanalyse

Klöckner

Die Aktie des Stahl- und Metallhändlers kämpft seit dem Sommer um das 2009er Tief. Der Kurseinbruch in der vergangenen Woche führte den Titel nochmals an dieses Tief bei 4,39 EUR heran, dort standen die Käufer bereit. Mit dem Volumenpeak und dem bullischen Reversal bestehen jetzt Chancen auf einen Trendwendeversuch.

Geht es über 5,40 EUR per Tagesschluss, kann eine Erholung bis 5,85 - 6,07 EUR folgen. Erst ein Anstieg über diese Hürde würde einen Doppelboden vollenden und Platz bis zum offenen Gap zwischen 6,55 und 6,90 sowie oberhalb von 7 EUR bis 8,10 EUR schaffen.

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Klöckner Aktie

Aurubis

Im Bereich der Tiefs aus 2012 und 2014 drehte die Aktie des weltgrößten Kupferproduzenten Aurubis im August nach oben. Mit dem jetzt laufenden Ausbruch über die Sommerhochs bei 43,50 - 40,00 EUR versucht die Aktie eine bullische inverse SKS als langfristige Bodenformation zu vollenden. Hat der Ausbruch über die Sommerhochs zum Wochenshcluss hin Bestand, könnte eine größere Erholung starten.

Steigt die Aktie auch über 46 EUR, könnte es aufwärts gehen in Richtung 51,00 - 51,20 und später 55,00 - 55,80 sowie 61 - 62 EUR. Wer eine Trendwende handeln möchte könnte Absicherungen von längerfristigen Longpositionierungen unterhalb von 40,60 oder 38,60 EUR per Wochenschlusskurs vornehmen.

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Aurubis

Fazit:

Stahl- und Metallaktien bleiben heiße Eisen und blicken einer unsicheren Zukunft entgegen. Als spekulative Turnaroundkandidaten könnten sie jedoch für mutige Trader und Investoren interessant werden. Insbesondere Aurubis und ThyssenKrupp zeigen erste Trendwendeansätze. Die genannten bullischen Verlaufsszenarien stehen bislang auf tönernen Füßen, Absicherungen müssten streng eingehalten werden.

Die übergeordneten Abwärtstrends könnten auch jederzeit wieder aufgenommen werden, insbesondere bei einer schwachen Phase des Gesamtmarktes könnten die Underperformer wieder überdurchschnittlich stark an Wert verlieren. Von diesem Gesichtspunkt her hätten auch antizyklische Shortspekulationen (wie im Falle von Salzgitter an einem Kreuzwiderstand) durchaus ihre Berechtigung.


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