Alle Experten gehen davon aus, dass 2006 eine Verlustausgleichsbeschränkung kommen wird. Dies bedeutet, dass negative steuerliche Ergebnisse aus Fondsbeteiligungen nicht mehr oder nur noch teilweise mit anderen positiven Einkünften verrechnet werden können. Aufgrund der geplanten steuerlichen Neuregelung ist es wahrscheinlich, dass es die sogenannten Steuersparmodelle künftig nicht mehr in ihrer bisherigen Form geben wird. Branchenkenner rechnen daher bis zum Jahresende noch mit einem "Run" auf Schiffsbeteiligungen, Medienfonds etc.

Betroffen von der zu erwartenden Neuregelung sind vor allem Medien- und Windkraftfonds, da beide in der Regel sehr hohe Anfangsverluste von teilweise deutlich über 100 Prozent aufweisen. Aber auch Immobilien- und Schiffsfonds können ein negatives Steuerergebnis bringen. Hier liegt es im Allgemeinen aber "nur" zwischen 20 und 30 Prozent. Schiffsbeteiligungen profitieren aber zusätzlich von der Tonnagesteuer. Die Erträge der Beteiligung sind für den Anleger damit nahezu steuerfrei.

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