New York (BoerseGo.de) – Die Wall Street steht auf dem Sprung und vor dem Beginn eines neuen Rally-Schubs. Das glaubt jedenfalls Laurence D. Fink, der Chef von BlackRock laut Bloomberg. Damit schließe sich der CEO des weltweit größten Vermögensverwalters ähnlichen Aussagen von Warren Buffett und Barton Biggs an, die alle US-Aktien als „guten Kauf“ bewerten, so Bloomberg.

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„Wir sind reif um als Land zu rocken (ready to really rock and roll)“, erklärte Fink während eines Meeting des Oregon Investment Council, eines der großen US-Pensionsfonds, der auch in BlackRock-Fonds investiert ist. „Ich denke wir sind einfach zu pessimistisch für unser Land“, fügte der Fondsverwalter hinzu.

Was haben JPMorgan,Goldman,MorganStanley und ...
Montag 31.05.2010, 07:00 Uhr

... CreditSuisse gemeinsam? Deren Sellside Analysten sind allesamt bullisch bezgl. einer möglichen Bodenbildung an den Aktienmärkten. Und bislang lagen sie, - das muß man anerkennend festhalten -, seit 2009 weitgehend richtig mit ihren übergeordneten Einschätzungen.

Goldman Sachs Chefvolkwirt O'Neill bekräftigte in den vergangenen Tagen nochmals die Einschätzung seines Hauses, wonach der S&P 500 Index bis Mitte dieses Jahres bis 1.300 Punkte steigen könne. Fragen Sie mich nicht warum, aber die Goldmänner äußern sich zu diesem Kursziel so, als ob sie es sicher wüßten.

Bei Morgan Stanley sind die Researchteams für Europa und Asien anscheinend zum gleichen positiven Ergebnis gekommen. Erst kürzlich nach dem Flash-Crash wechselten sie mit ihrem Bias von "Aktien untergewichten" auf "Aktien übergewichten".

Ganz frisch meldet sich auch J.P. Morgan wieder zu Wort. Das Haus ist für die aggressivste Prognose bekannt. Highbeta, highbeta, highbeta. Die Analysten empfahlen bis zuletzt Highbeta-Trades zu fahren. Sprich EM und US Techs. Statistisch gesehen, steige die Wahrscheinlichkeit, dass nach dem Flash-Crash eine Erholung einsetzen werde. Außerdem habe das Sentiment Readings erreicht, die ebenfalls im Sinne eines Kontraindikators für steigende Kurse spreche.

Die Credit Suisse zählt eine Reihe von Gründen auf, wieso die aktuelle Situation keine Lehman-Charakteristik habe. Statisch gesehen, wäre es zudem ungewöhnlich, wenn die Märkte bereits jetzt wieder in eine Rezession abtauchen würden. Die Notenbanken würden in solchen Fällen erneut Maßnahmen im Sinne von "Quantitave easing" ergreifen