Topbildung oder baldig erfolgender Ausbruch? Das war die Frage, die sich viele Anleger in den letzten Wochen stellten. Diese Frage kann nun beantwortet werden: Die Aktie bildete ein Top aus und ist nun dabei einen Trendwechsel zu vollziehen. Doch wie konnte es soweit kommen? Der Grund dürfte in den präsentierten Zahlen zu Beginn letzter Woche liegen:

Teamviewer erzielt 2019 einen Umsatz von €390,2 Mio (VJ: €258 Mio, Analystenprognose: €388 Mio), ein Ebitda (bereinigt) von €182,1 Mio (VJ: €120,6 Mio, Prognose: €180,0 Mio) und einen Nettogewinn (nach Minderheiten) von €110,9 Mio (VJ: -€12,4 Mio, Prognose: €99 Mio). Im Ausblick auf 2020 erwartet das Management einen Umsatz von €420 bis €430 Mio (Prognose: €439 Mio), ein Ebitda (bereinigt) von €240 bis €250 Mio, Prognose: €247 Mio) und Billings von €430 bis €440 Mio.

Quelle: Guidants News

Geht man die Zahlen durch, so kann man nicht merken: Es wurde ein deutlicher Gewinn eingefahren, der Umsatz übertraf leicht die Analystenerwartungen und das Unternehmen möchte seine Profitabilität weiter steigern. Woran hat es also gelegen? Der Ausblick für das Jahr 2020 war die Nadel im Heuhaufen. Dieser fiel schwächer als gedacht, was Anleger veranlasste nach der starken Performance der letzten Monate erst einmal Kasse zu machen. Doch diese Gewinnmitnahmen beginnen langsam den Chart in Bärenland zu verwandeln.

Wertpapiere verkaufen? Oder doch Halten?

Noch ist nichts verloren. Zwar ist auf rein technischer Ebene der Aufwärtstrend durch das Unterschreiten der Trendlinie gebrochen, doch es gibt noch zwei Möglichkeiten, um die Etablierung eines Abwärtstrends zu verhindern.

  1. Mit den heutigen Verkäufen wurde auch der EMA50 unterschritten. Jedoch zeigte sich zum Ende des Handels eine kleinere Erholung. Könnten longorientierte Anleger zu Beginn nächster Woche gleich anschließen, würde im Idealfall die Aufwärtstrendlinie zurückerobert werden. Wahrscheinlichkeit: eher gering
  2. Die Verkäufe (Gewinnmitnahmen) ziehen sich noch weiter bis zu der Clusterunterstützung bei 28,8 - 29,2 EUR. Hier liegt ein horizontaler Support und das 38,2'er Retracement der Aufwärtswelle seit Oktober letzten Jahres (Strecke 21,38 - 33,23 EUR). Angekommen an diesem Kursniveau wird der Support wahrgenommen und ein Turnaround eingeleitet. Wahrscheinlichkeit: hoch

Neben diesen beiden Varianten gibt es eine dritte. Das "Worst-Case Szenario".

Würde das Wertpaier unter die Clusterunterstützung fallen, wäre dies die Etablierung eines Abwärtstrendes. Die nächsten Ziele wären dann 27 EUR, gefolgt von 26 EUR.

Wer also mittelfristig orientiert ist und dieses Risiko einer anhaltenden Verlustserie nicht eingehen möchte, sollte ungefähr bei 28,65 EUR aussteigen.

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