• TRATON SE - Kürzel: 8TRA - ISIN: DE000TRAT0N7
    Börse: XETRA / Kursstand: 17,950 €

Der Nutzfahrzeug- und Bushersteller Traton hat gestern am späten Abend vorläufige Zahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2020 vorgelegt. Dabei ist das Management von einer schnelleren Markterholung als ursprünglich angenommen positiv überrascht worden. Zum einen entwickelte sich die Nachfragesituation besser, zum anderen führten eingeleitete Kostenmaßnahmen zu einer Verbesserung der Kennzahlen.

Im Detail erzielte Traton in den ersten neun Monaten einen Umsatz von 15,7 Mrd. EUR, die Erlöse im dritten Quartal beliefen sich auf 5,7 Mrd. EUR. Nach neun Monaten steht ein leichter operativer Verlust von 10 Mio. EUR zu Buche. Doch schaffte Traton im Q3 mit einem operativen Ergebnis von rund 210 Mio. EUR den Turnaround. Die Umsatzrendite lag in diesem Zeitraum bei 3,7 %. Nach aktuellem Stand ist das Management auch zuversichtlich, was das vierte Quartal anbelangt und rechnet mit einem positiven Ergebnis. Damit könnte Traton auf Jahressicht zumindest in der Gewinnzone verbleiben.

Erst vor wenigen Tagen hatte Traton sich mit dem US-Nutzfahrzeughersteller Navistar auf eine Übernahme geeignet. Die Navistar-Aktionäre erhalten eine Zahlung von 44,50 USD je Navistar-Aktie. Mit der Transaktion gelingt Traton der Markteintritt in den USA.


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Analysten erwarten im laufenden Jahr einen Mini-Gewinn von 0,14 EUR und einen Umsatz von 21,73 Mrd. EUR. 2021 sollen Umsatz und Gewinn je Aktie deutlich auf dann 24,27 Mrd. EUR und 1,72 EUR je Aktie anziehen. Wie alle Zykliker hängt auch bei Traton viel von der weiteren Entwicklung der Coronakrise ab. Ein zweiter Lockdown könnte sich je nach Länge auch bis ins erste Quartal 2021 hinein negativ auswirken.

Jahr 2019 2020e* 2021e*
Umsatz in Mrd. EUR 26,90 21,73 24,27
Ergebnis je Aktie in EUR 3,04 0,14 1,72
KGV 6 131 11
Dividende je Aktie in EUR 1,00 0,04 0,62
Dividendenrendite 5,44 % 0,22 % 3,38 %
*e = erwartet

Aus charttechnischer Sicht ist die Traton-Aktie im Zuge des Börsengangs zunächst stark gefallen. Das Unterschreiten der Marke von 22,00 EUR löste ein starkes Verkaufssignal aus, siehe die damalige Analyse meines Kollegen André Rain. Seit einigen Monaten bildet der Wert absteigende Hochpunkte unter dem EMA50 Woche aus. Sollte diese Reihung durchbrochen werden und die Aktie einen Wochenschlusskurs möglichst signifikant über 18,60 EUR ausbilden, könnte sie sich bis zur Abrisskante bei 22,00 EUR erholen. Dort würden die Karten im Anschluss neu gemischt.

Solange der Abwärtstrend seit Juni aber dominiert, sollten Anleger nichts überstürzen. Verkaufssignale entstehen vorrangig unter 15,20 EUR. In diesem Fall könnte die Aktie deutlich in Richtung des Zwischentiefs bei 12,72 EUR nachgeben.

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Traton-Aktie (Wochenchart)