Handelsverlauf und Sektorenentwicklung

Die US-Märkte legten am Freitag die zweite Session in Folge zu, und ließen die Turbulenzen um die Trump-Administration hinter sich.

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Die von den Medien kolportierten Spekulationen über eine Behinderung der FBI-Ermittlungen durch Trump konnten sich nicht erhärten und wurden im Verlauf der Woche durch das Auftauchen eines Comey-Videos entkräftet. Investoren zeigten sich beglückt über die damit wieder steigende Wahrscheinlichkeit bezüglich Gesundheits- und Steuerreform und griffen zum Abschluss der Woche noch einmal kräftig zu.

Am Nachmittag gab die "Washington Post" allerdings wieder etwas Wasser in den Wein, und setzte ihre Serie an ominösen Leaks aus dem inneren des Apparats fort. Unter Berufung auf informierte Quellen berichtete das Blatt, dass die FBI-Ermittlungen bezüglich einer mögliche Verstrickung zwischen dem Wahlkampfteam um Trump und Russland, mittlerweile einen hochrangigen Vertreter aus dem Weißen Haus erreicht haben.

Der Dow Jones beendet den Tag 0,69 % im Plus, der S&P 500  gewinnt 0,68 % und der Nasdaq geht mit +0,45 % aus dem Handel.

Treiber an den Märkten waren der Industriesektor (XLI +1,32 %), dem von Deere (+7,30 %) tatkräftig unter die Arme gegriffen wurde, und der Energiekomplex (XLE +1,23 %) der sich von der Meldung begeistert zeigte, dass die OPEC ihren Deal in der nächsten Woche nicht nur verlängern könnte, sondern möglicherweise auch die Produktion weiter zurücknimmt.

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Der Tag an der Wall Street

Der Freitagshandel verlief aufgrund grassierender Nachrichtenarmut und dem Fehlen von Wirtschaftsdaten sehr gemächlich. Baker Hughes meldete einen Anstieg der Erdöl-Rigs um acht auf 720, und die nicht stimmberechtigte Über-Taube Bullard von der St. Louis Fed warf ein, dass der offizielle Zinspfad der Fed viel zu aggressiv sei, da sich weder die realisierte, noch die erwartete Inflation im Aufwind befänden.

Die US-Regierung nahm derweil ein Anreizprogramm für Infrastruktur-Investitionen im Volumen von 200 Milliarden Dollar in ihren Haushaltsvorschlag auf, und der Nowcast-Computer der NY Fed prophezeit für das zweite Quartal nun ein Wachstum von 2,3 % (zuletzt 1,9 %).

Rückblick

Letzten Freitag wurde an dieser Stelle auf den klassischen und mittlerweile eingestellten "Trump-Trade" verwiesen. In der nun abgelaufenen Woche fiel besonders auf, dass die Zinskurve überdurchschnittlich stark in die Horizontale übergeht, wie der beigefügten Chart darstellt. Im Vergleich zum Zeitpunkt unmittelbar vor der US-Wahl ist die Kurve ersichtlich flacher unterwegs, und der 10/2-Spread musste in den letzten Tagen seinen seitdem stärksten Einbruch verkraften.

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Ausblick

Am Montag werden sich mit Kashkari (Minneapolis Fed) und Evans (Chicago Fed) zwei stimmberechtigte FOMCler zu Wort melden.


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