• S&P 500 - Kürzel: S500 - ISIN: US78378X1072
    Börse: Commerzbank CFD / Kursstand: 2.884,92 Pkt
  • Nasdaq-100 - Kürzel: ND100 - ISIN: US6311011026
    Börse: NASDAQ / Kursstand: 7.395,87 Pkt
  • Dow Jones Industrial Average - Kürzel: DJIA - ISIN: US2605661048
    Börse: NYSE / Kursstand: 26.437,33 Pkt
  • WTI Öl - Kürzel: WTI - ISIN: XC0007924514
    Börse: Commerzbank CFD / Kursstand: 74,355 $/Barrel

US-Aktien schleichen sich aufgrund dem explosiven Anstieg der Zinsen mit einem Minus ins Wochenende. Der S&P 500 verliert 0,55 Prozent, der Dow Jones büßt 0,68 Prozent ein und der Nasdaq 100 rutscht sogar um 1,21 Prozent ab.

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Tages-, ja Wochenthema war der explosive Anstieg der Zinsen, die auf Wochenbasis so schnell anstiegen wie seit acht Monaten nicht mehr (siehe Chart 10Y-Yield)

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Trotz der unüberhörbaren Kulisse der Bären, die unermüdlich gegen den endlos scheinenden Aufschwung protestieren, will die US-Wirtschaft einfach nicht klein beigeben und langsam geht die Panik um: Was wenn die Notenbank "hinter die Kurve" gerät, beziehungsweise schon ist?

Der beigefügte Chart bildet den Spread zwischen dem Fed Funds Rate Future für Januar 2019 und Januar 2020 ab. Der explosive Anstieg zeigt, dass der Markt jetzt klar eine signifikante Ansteilung des Zinspfads einpreist.

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Der Jobmarkt in den USA zeigt sich weiter in fantastischer Verfassung und hat im September 134.000 Stellen aufgebaut. Zwei Punkte sind ausschlaggebend: Die auf den Blick nicht unerhebliche Verfehlung der Prognose von 185.000 Stellen kann guten Gewissens auf Hurrikan Florence geschoben werden und die massive Aufwärtsrevision des August-Wertes um fast 70.000 auf 270.000 bestätigt das Bild eines vor Kraft strotzenden Arbeitsmarkt. Randnotiz: Die Arbeitslosenquote sinkt auf ein 49-Jahres-Tief.

Das Handelsdefizit im August lag derweil im August bei 53,2 Milliarden Dollar und zeigt einmal mehr, dass der Handelskonflikt noch keine messbaren Auswirkungen entwickelt hat.

Stand heute prognostiziert das GDPNow-Modell der Atlanta Fed für das dritte Quartal weiterhin ein Wachstum von 4,1 Prozent, der Nowcast-Tracker der New York Fed kommt leicht zurück und liegt jetzt nur noch bei 2,27 Prozent, nachdem er in der Vorwoche noch 2,47 Prozent in Aussicht gestellt hat.