• S&P 500 - Kürzel: S500 - ISIN: US78378X1072
    Börse: Commerzbank CFD / Kursstand: 2.723,60 Pkt
  • Nasdaq-100 - Kürzel: ND100 - ISIN: US6311011026
    Börse: NASDAQ / Kursstand: 6.971,00 Pkt
  • Dow Jones Industrial Average - Kürzel: DJIA - ISIN: US2605661048
    Börse: NYSE / Kursstand: 25.265,00 Pkt
  • WTI Öl - Kürzel: WTI - ISIN: XC0007924514
    Börse: Commerzbank CFD / Kursstand: 62,885 $/Barrel
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Der Dow Jones ging mit einem Minus von 0,43 Prozent aus dem von Nachrichten getriebenen Handel und schloss damit den zweiten Tag in Folge über seiner 200-Tages-Linie. Ebenso positiv zu werten ist die Entwicklung des Russell 2000, der ein Plus von 0,19 Prozent erwirtschaften konnte, und sich damit den vierten Tag in Folge verbesserte.

Um den heutigen Tag zu verstehen muss man in den asiatischen Handel zurückgreifen, wo Bloomberg mit einem Bericht über einen möglichen Kompromiss im Handelsstreit zwischen den USA und China für heftige Impulse sorgte. Zwar wurde der Artikel im weiteren Handelsverlauf schrittweise dementiert, aber er zeigte doch wie stark die im Hintergrund schwelenden Aufwärtsrisiken jederzeit zuschlagen können.

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Grundsätzlich laufen derzeit eine Menge Dinge konstruktiv für den Markt. Einerseits wird China durch die katastrophale Marktentwicklung tatsächlich an den Verhandlungstisch gezwungen (und interveniert derzeit am Fließband), andererseits müssen systematische Käufer aufgrund des explosiven Short-Squeeze in dieser Woche jetzt schnell wieder die Seiten wechseln um nicht massiv unterinvestiert zu sein, wenn die jederzeit denkbare Jahresendrally zum Start ansetzt.

Für Tech-Titel muss das allerdings nicht unbedingt Gutes verheißen, denn wie die relative Entwicklung des Russell 1000 Value zum Russell 1000 Growth verdeutlicht (siehe Chart), scheint endlich die langersehnte Rotation von Growth in Value einzusetzen.

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Daten-Highlight der Woche war der heute veröffentlichte Nonfarm Payroll-Report für Oktober, der einen Aufbau von 250.000 Stellen meldete, was deutlich über den Erwartungen von 193.000 lag. Sehr erfreulich war das Wachstum der durchschnittlichen Stundenlöhne, die zum Vorjahr um 3,1 Prozent zulegten und damit so schnell expandieren wie seit der Finanzkrise nicht mehr.

Der Auftragseingang der Industrie stieg ebenfalls unerwartet stark um 0,7 Prozent, allerdings ging der entsprechende Wert exklusive Verteidigung und Flugzeuge den zweiten Monat in Folge zurück (-0,1 Prozent).

Beim Handelsbilanzsaldo tat sich auch im September trotz Handelsmaßnahmen wenig. Weiterhin verharrt der Wer im tiefroten Bereich bei minus 54 Milliarden Dollar.

Die Wirtschaftsdaten der abgelaufenen Woche, vor allem der ADP-Arbeitsmarktbericht waren insgesamt gut und der Nowcast-Tracker der New York Fed für das vierte Quartal stieg folgerichtig von 2,55 Prozent auf 2,61 Prozent, während das GDPNow-Modell sich bei 2,9 Prozent eingependelt hat.