• S&P 500 - Kürzel: S500 - ISIN: US78378X1072
    Börse: Commerzbank CFD / Kursstand: 2.653,67 Pkt
  • Nasdaq-100 - Kürzel: ND100 - ISIN: US6311011026
    Börse: NASDAQ / Kursstand: 6.624,54 Pkt
  • Dow Jones Industrial Average - Kürzel: DJIA - ISIN: US2605661048
    Börse: NYSE / Kursstand: 24.327,82 $
  • WTI Öl - Kürzel: WTI - ISIN: XC0007924514
    Börse: Commerzbank CFD / Kursstand: 67,275 $/Barrel

Die US-Märkte konnten am Freitag nicht an die Performance des Vortages anknüpfen und schlichen sich mit einem negativen Vorzeichen von Dannen.

US-Indizes-Lawrow-dreht-den-Spieß-um-Finanzwerte-taumeln-Chartanalyse-Simon-Hauser-GodmodeTrader.de-1

An der Wall Street wurde von JPMorgan, Citigroup und Wells Fargo die Berichtssaison angekickt und trotz guter Zahlen zogen die Mega-Banken den Finanzsektor anderthalb Prozent ins Minus. Es dürfte wahrscheinlich vor allem der sehr starke Lauf im letzten Jahr gewesen sein, der die Anleger veranlasst hat die Ergebnisse nach dem Motto “gut, aber nicht gut genug” zu verkaufen.

ANZEIGE

Thema des Tages war einmal mehr die Situation um Syrien. Der russische Außenminister Lawrow drehte den Spieß heute kurzerhand um, und warf dem Westen vor in Duma einen Angriff mit Chemiewaffen inszeniert zu haben.

Es ist mittlerweile überall angekommen, dass die Welt sich in einem Informationskrieg mit den unterschiedlichsten Darstellern befindet und zu dem der Westen genauso wie Russland sein Scherflein beiträgt. Es ist daher ungemein schwer sich im Fall von Duma guten Gewissens eindeutig zu positionieren, ohne ins Fettnäpfchen zu treten.

Eines ist allerdings sicher: Bevor Syrien als Urheber eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit bestraft wird, müssen jetzt ganz schnell Beweise her, sonst verspielt der Westen daheim und im Ausland den letzten Rest an Vertrauen und eröffnet Putin eine sagenhafte Steilvorlage. Ein YouTube-Video - zumal von einer möglicherweise dubiosen Organisation - und eine ohrenbetäubende mediale Empörung reicht dafür keineswegs aus, denn Propaganda kann man nicht mit Propaganda kontern. Wo sind die "Faktenchecker" wenn man sie mal wirklich braucht?

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, sprach zwar am Nachmittag noch davon, dass man eine hohe Zuversicht in Geheimdienstinformationen hat, die nahelegen, dass das Assad-Regime verantwortlich ist, aber da klang wahrscheinlich selbst Colin Powell überzeugender..

Die Job Openings kamen im Februar auf rund 6,1 Millionen zurück und verfehlten die Erwartungen von 6,11 Millionen, verblieben aber weiterhin auf extrem hohem Niveau und attestieren dem Arbeitsmarkt eine blendende Verfassung.

Das vorläufige Verbrauchervertrauen nach Lesart der Universität Michigan sank im April von 101,4 Punkte im Vormonat auf 97,8 Zähler, bleibt aber ebenfalls auf einem sehr hohen Level.

Insgesamt stellt sich die wirtschaftliche Situation in den USA im Vergleich zu den letzten Wochen unverändert gut dar. Will man dem Nowcast-Tracker der New York Fed Glauben schenken, beträgt das Wachstum im ersten Quartal 2,8 Prozent und im laufenden Quartal 2,9 Prozent.