• S&P 500 - Kürzel: S500 - ISIN: US78378X1072
    Börse: Commerzbank CFD / Kursstand: 2.756,35 Pkt
  • Nasdaq-100 - Kürzel: ND100 - ISIN: US6311011026
    Börse: NASDAQ / Kursstand: 6.933,86 Pkt
  • Dow Jones Industrial Average - Kürzel: DJIA - ISIN: US2605661048
    Börse: NYSE / Kursstand: 25.509,71 Pkt
  • WTI Öl - Kürzel: WTI - ISIN: XC0007924514
    Börse: Commerzbank CFD / Kursstand: 50,555 $/Barrel

Der S&P 500 schloss heute nach einer imposanten Nachmittagsrally 0,8 Prozent im Plus bei 2.759,70 Punkten und vor allem die letzten Minuten machen charttechnisch Lust auf mehr.

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Den frühen Grundstein für das heutige Sentiment legten Lighthizer, der nach eigener Aussage überrascht wäre, wenn das Abendessen zwischen Trump und Xi nicht in einem Erfolg enden würde, sowie NY Fed-Chef Williams, der daran glaubt, dass der neutrale Zins noch auf absehbare Zeit auf niedrigem Niveau verharren werde.

Eine Viertelstunde nach Start sorgten gute Wirtschaftsdaten für Aufwärtstrieb, bevor die Korken dann endgültig am Nachmittag knallten, als die Meldung die Runde machte, dass eine erste Basis ("points of consensus") für einen Konsens zwischen den USA und China gefunden wurde. Zwar trudelte wenig später die Nachricht ein, dass Trump sich nicht unter Zugzwang sieht, aber der aufkommenden Kaufpanik tat dies nur wenig Abbruch.

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Das Schlüsselergeignis der abgelaufenen Woche fand eindeutig am Dienstagabend nach Börsenschluss statt, als der US-Präsident per WaPo seine Unzufriedenheit bezüglich seinem Fed-Chef zum Ausdruck brachte.

Powell war sich schnell der Brisanz seiner persönlichen Lage bewusst und verortete den neutralen Zins am Mittwoch plötzlich nur noch knapp über dem gegenwärtigen Niveau der Fed Funds Rate, was im Gegensatz zu seiner Meinung von Anfang Oktober einen beachtenswerten Schwenk darstellte.

Der Markt wiederum freute sich sehr über diesen runderneuerten Fed-Put und zog stark an, bevor dann am Donnerstag das “Wall Street Journal” die Hoffnungen für ein glückliches Ende im Handelskonflikt hochschraubte, und am Freitag schließlich ein sagenhafter Chicago PMI für zusätzlich gutes Wetter sorgte. Plus 8,0 auf 66,4 Punkte im November bedeuten für diesen Indikator ein neues 11-Monatshoch und den zweithöchsten Wert während der bisherigen Amtszeit von Trump. Vor allem “New Orders” und “Production” waren besonders beeindruckend, aber grundsätzlich war der Aufwärtstrends von allen fünf Subkomponente getragen.

Morgen werden Trump und Xi dann Nägel mit Köpfen machen und am Montag beginnt eine explosive Santa-Klaus-Rally. Oder auch nicht.