• Dow Jones - Kürzel: DJIA - ISIN: US2605661048
    Börse: NYSE / Kursstand: 17.663,54 Punkte
  • Nasdaq-100 - Kürzel: ND100 - ISIN: US6311011026
    Börse: NASDAQ / Kursstand: 4.648,83 Punkte
  • S&P 500 - Kürzel: S500 - ISIN: US78378X1072
    Börse: JFD Bank / Kursstand: 2.079,36 Punkte

Handelsverlauf und Sektorenentwicklung

Amerikanische Aktien beendeten den Tag überwiegend im Minus (Dow Jones -0,52% , S&P 500 -0,48%, NASDAQ 100 -0,47%), aber das sei ihnen wahrlich gegönnt, denn seit 2011 hat es nicht mehr eine derartig furiose Monatsrally gegeben!

Hauptverantwortlicher Übeltäter für die Schwäche zum Wochenschluss war der Finanzsektor (-1,43%). Der Energie-Komplex bestätigte mit einem Plus von 0,68% seine starke Monats-Performance.

Schwächliche Wirtschaftsdaten und Rebalancing zum Monatsende sorgten für einen etwas leichteren Dollar, während die Rendite für 10Y-Treasuries aufgrund der wenig spektakulären Datenlage etwas nachgaben.

Etwas Pepp brachte zum Abschluss des Tages noch Hillary Clinton in den lustlosen Handel, indem sie per Tweet ankündigte private Gefängnisse schließen zu wollen und Corrections Corp (-2,63%) damit prompt zur Korrektur zwang. @HillaryClinton - definitiv ein Twitter-Account der zukünftig im Auge behalten werden sollte (Pharma-Fans lächeln gequält).

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Der Tag an der Wall Street

Die Einkaufsmanager-Stimmung in Chicago hat im Oktober die Erwartungen in den Schatten gestellt und sprang von 48,7 Punkten im Vormonat auf 56,2 Zähler. Besonders stark zogen die Subindizes für Produktion und Neugeschäft an und auch die Lagerbestände stiegen signifikant an.

Die Laune der Verbraucher hat sich im Oktober etwas eingetrübt. Der von der Universität Michigan berechnete Consumer Sentiment-Index sank gegenüber dem Schätzwert zur Monatsmitte um 2,5 auf 90,0. Im Vergleich zum September kann jedoch trotzdem ein Plus von 2,8 verbucht werden. Dieses Plus auf Monatsbasis geht hauptsächlich auf die steigende Zuversicht bei den unteren Einkommensschichten zurück, während die Stimmung der Asset-Besitzer sich leicht eintrübte.Interessant ist übrigens der genauere Blick unter die Haube des Reports: Die langfristigen Inflationserwartungen sanken auf den tiefsten Wert seit einem Vierteljahrhundert! Die deflationären Signale beschränken sich damit nicht länger wie immer wieder von der Fed betont nur auf die marktbasierten Erwartungen.

Die amerikanischen Konsumausgaben stiegen im September so langsam wie seit Januar nicht mehr, und legten im Gleichschritt mit den Einkommen zum Vormonat um 0,1% zu. Ökonomen hatten zuvor mit jeweils 0,2% gerechnet. Die Sparquote stieg von 4,7% im 4,8%. Joshua Shapiro von MFR erwartet, dass sich die Sparquote aufgrund der älter werdenden Bevölkerung und den stark steigenden Gesundheitskosten langfristig stärker entwickeln wird als die Konsumausgaben.

Die Arbeitskosten in den USA kletterten nach Angaben des Arbeitsministeriums im dritten Vierteljahr zum Vorquartal um 0,65% an und entsprachen damit den Erwartungen. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich ein Plus von 2,06%.

Saudi-Arabien bekommt von S&P die Quittung für seine Ölpreispolitik präsentiert und wird von „AA-“ auf „A+“ zurechtgestutzt. Nach Prognose der Ratingagentur wird das Defizit im laufenden Jahr bei 16% der Wirtschaftsleistung liegen.

US-Präsident Obama will Spezialeinheiten nach Syrien senden, die aber wie im Irak angeblich nur „beratend und assistierend“ tätig sein sollen. US-Außenminister Kerry verhandelte derweil in Wien mit Kollege Lawrow die Zukunft Syriens – über Assad sprach man dank der von Russland geschaffenen Fakten nicht.

Wie „Bloomberg“ streute, wirft Viktor Orban dem Milliardär George Soros die bewusste Destabilisierung der europäischen Nationalstaaten vor. Angeblich soll der Manager an einem Schleuser-Netzwerk beteiligt sein.

Ausblick

Nächste Woche steht unter anderem der BoE-Zinsentscheid, sowie die Veröffentlichung der NFP-Zahlen an, welche möglicherweise mehr Klarheit bezüglich Dezember liefern werden.

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