• S&P 500 - Kürzel: S500 - ISIN: US78378X1072
    Börse: JFD Bank / Kursstand: 2.801,20 Pkt
  • Nasdaq-100 - Kürzel: ND100 - ISIN: US6311011026
    Börse: NASDAQ / Kursstand: 7.376,44 Pkt
  • Dow Jones - Kürzel: DJIA - ISIN: US2605661048
    Börse: NYSE / Kursstand: 25.019,25 Pkt
  • WTI Öl - Kürzel: WTI - ISIN: XC0007924514
    Börse: Forex Capital Markets / Kursstand: 70,695 $/Barrel

Letzten Freitag wurde an dieser Stelle beobachtet, dass der - mittlerweile heiße - Handelskrieg zwischen China und den USA die Börsen scheinbar nur wenig interessiert, eine Woche später hat sich diese Sichtweise bestätigt.

Der S&P 500 gewinnt auf Wochensicht rund 1,5 Prozent hinzu und beendet den heutigen Handel bei knapp 2.800 Punkten, der Nasdaq 100 steigt sogar auf das zweite Rekordhoch in Folge und verbessert sich um 0,1 Prozent auf 7.376 Punkte.

Zwei Punkte scheinen sich aus dem Wall Street-Sentiment herauszukristallieren: 1) Die USA werden den Handelskrieg gegen China relativ locker gewinnen und 2) die Auswirkungen auf Corporate America dürften sich im schlechtesten Fall in sehr engen Grenzen halten - im besten Fall dürfte sich die Position sogar nachhaltig verbessern.

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Zurück zu den Nachrichten des Tages:

JPMorgan meldete vor allem aufgrund der stark boomenden US-Wirtschaft Rekordzahlen, die weitestgehend so erwartet wurden. Der Gewinn je Aktie verbesserte sich um 26 Prozent, der Umsatz stieg um 9 Prozent und das Kreditwachstum lag bei 7 Prozent.

Bei Citigroup war das Bild etwas durchwachsener: Zwar konnte das EPS um 27 Prozent gesteigert werden, aber die Umsätze zogen nur um zwei Prozent an, was auch daran liegt, dass die Bank deutlich internationaler ausgerichtet ist.

Wells Fargo verfehlte die Erwartungen an die Top- und Bottom-Line und rutschte intraday über vier Prozent ab, nachdem die Ergebnisse neue Sorgen bezüglich der generellen Reputation der Skandalbank entfachten.

Die Importpreise sanken im Juni zum Vormonat um 0,4 Prozent und verfehlte damit die Erwartungen von plus 0,1 Prozent deutlich, der entsprechende Wert des Vormonats wurde von 0,6 auf 0,9 Prozent hochrevidiert.

Das vorläufige, von der University of Michigan gemessene Sentiment, sank im Juli auf 97,1 Punkte und lag damit einen Zähler unter der Konsenschätzung.

Interessant ist, dass der Handelskonflikt zwischen den USA und China zunehmend ins Bewusstsein der Amerikaner drängt: Während sich im Mai nur 15 Prozent der Befragten Sorgen darüber machten, lag dieser Wert im Juni bei 21 Prozent und im Juli bei 38 Prozent.

Noch interessanter ist die Tatsache, dass die Angst vor einer Eskalation sich vor allem bei Bürger im oberen Einkommensdrittel - also den Globalisierungsgewinnern - konzentriert. Auch die Erwartungshaltung für den zukünftigen Weg der Wirtschaft liegt in dieser Gruppe signifikant, sprich 30 Punkte, tiefer als bei der restlichen Bevölkerung.

Die Wirtschaftsdaten der abgelaufenen Woche hatten insgesamt kaum Auswirkungen auf die einschlägigen GDP-Tracker für das zweite Quartal: Das Nowcast-Modell verharrt weiterhin bei 2,8 Prozent, das GDPNow-Modell steigt von 3,8 auf 3,9 Prozent.