• S&P 500 - Kürzel: S500 - ISIN: US78378X1072
    Börse: JFD Bank / Kursstand: 2.802,12 Pkt
  • Nasdaq-100 - Kürzel: ND100 - ISIN: US6311011026
    Börse: NASDAQ / Kursstand: 7.350,08 Pkt
  • Dow Jones - Kürzel: DJIA - ISIN: US2605661048
    Börse: NYSE / Kursstand: 25.059,13 Pkt
  • WTI Öl - Kürzel: WTI - ISIN: XC0007924514
    Börse: Forex Capital Markets / Kursstand: 68,045 $/Barrel

Die heutige Erzählung beginnt schon im asiatischen Handel, wo der Yuan plötzlich enorm abwertete und die US-Futures mit nach unten zog.

Bei der chinesischen Währung ist die Huhn oder Ei Frage immer relativ schwer feststellbar, aber wenn man die Charts genau analysiert erkennt man, dass der Impuls von der Offshore-Währung ausging und die chinesische Zentralbank damit beim Fixing vor sich her trieb.

Nicht ganz eine Stunde später dann machten Gerüchte die Runde, dass die PBOC über den Umweg einer Geschäftsbank große Stützungskäufe durchführt, was den Yuan wieder nach oben trieb und auch bei Aktien eine Erholung einleitete.

Am frühen Morgen veröffentlichte dann CNBC den zweiten Teil eines Trump-Interviews, per welchem der Präsident androhte praktisch alle chinesischen Importe verzollen zu lassen und beförderte die Märkte damit ein zweites Mal nach unten.

Um 8:00 Uhr amerikanischer Ortszeit feuerte der oberste Befehlshaber der USA dann schließlich eine kurze Twitter-Salve ab und konfrontierte China, sowie der EU mit dem Vorwurf der Währungsmanipulation.

Am Ende des Tages beendeten die US-Indizes den Handel kaum verändert. Der S&P 500 verlor rund 0,1 Prozent und der Dow Jones, sowie der Nasdaq 100 jeweils -0,03 Prozent.

Der ganze Klamauk kann im beigefügten Chart eingeordnet werden - Bilder sprechen manchmal mehr als Worte.

US-Indizes-vom-Handelskrieg-zum-Währungskrieg-Chartanalyse-Simon-Hauser-GodmodeTrader.de-1

Generell waren die Wirtschaftsdaten der Woche - insbesondere die Industrieproduktion - gut, aber die Immobilienmarktdaten und Abwärtsrevisionen zogen den Nowcast-Tracker der New Fed für das zweite Quartal von 2,77 % auf 2,69 % nach unten.

Die Housing Starts brachen im Juni um massive 12 Prozent ein, was wohl vor allem daran lag, dass einerseits die Input-Preise explosiv überhitzen, Flächen knapp werden und der Arbeitsmarkt für Bauarbeiter mittlerweile leergefegt ist.

Um an dieser Stelle eine subjektive Beobachtung anzubringen: Ich selbst habe noch nie in meinem Leben einen derartigen Bau-Boom erlebt wie in den letzten Jahren. In Lichtgeschwindigkeit verwandelt sich das kleine Stätdchen in dem ich hier in North Carolina wohne in einen Hot-Spot, und wird sich in den nächsten zwei bis drei Jahren von der Einwohnerzahl her verdoppeln. Der Immobilien-Boom ist realer Wahnsinn.

Der GDP-Tracker der Atlanta Fed verbleibt übrigens bei 4,5 Prozent und dürfte damit wahrscheinlich dem realen Wachstum sogar näher kommen.