• VARTA AG - Kürzel: VAR1 - ISIN: DE000A0TGJ55
    Börse: XETRA / Kursstand: 124,000 €

Wenn bei der VARTA-Aktie eins feststeht, dann dass es hier niemals langweilig wird. Anleger welche in letzter Zeit die Aktie handelten, dürften kaum ohne Überraschung auf ihr Depot schauen. Auch heute kann der Titel durch eine neue Meldung für Aufsehen sorgen:

Laut einem Bericht der Wirtschaftswoche möchte VARTA künftig neben Lithium-Ionen-Knopfzellen und Haushaltsbatterien auch Batterien für E-Autos herstellen. Unter Berufung auf einen Insider heißt es, dass gerade eine Pilotlinie für großförmige Batteriezellen aufgebaut werde, die zunächst in leistungsstarke Elektroautos verbaut werden sollen.

Und boom! Diese Neuigkeiten sorgt bei Anlegern für eine Feierstimmung. Und dies hat einen guten Grund.

Strategischer Rettungsakt

Zuletzt gerieten die Papiere von VARTA stark unter Druck. Der Grund hierfür lag in dem schwächelnden Absatz von Mikrobatterien für Bluetooth-Kopfhörer, welche bisweilen als Kurstreiber galten. Bereits vorher wurde bekannt, dass der Gigant Samsung zukünftig selbst an Mikrobatterieplänen tüftele. Hierdurch zog es in den letzten Wochen mehr und mehr Anleger ab, da einfach die Fantasie über eine positive zukünftige Entwicklung dahin schwand. Auch die Analysten gingen allesamt in die Defensive über. Die letzte Abstufung von Hauck & Aufhäuser sorgte sogar dafür, dass kein Analystenhaus mehr zum Kauf rät.

Deshalb kommen die Meldungen über eine neue mögliche Positionierung im Markt für E-Autos genau richtig. Dies gibt Anlegern eine neue Perspektive. Durch den Background von VARTA könnte das Unternehmen relativ schnell Fuß fassen, jedoch sollte ebenfalls nicht die Konkurrenz unterschätzt werden. Durch das Wachstum im Bereich E-Mobilität ergibt sich zwar mehr und mehr ein Zukunftsfeld, allerdings sind bereits eine Vielzahl von Unternehmen hier aktiv. Damit gilt die mögliche Neuausrichtung von VARTA als neue Chance, doch die perspektivischen Risiken sollten nicht unterschätzt werden. Allerdings ist dies zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht absehbar. Erfreulich und wichtig für den Aktienkurs ist diese Meldung allemal.

Technisches Kaufsignal nun kurz vor Aktivierung

Auch aus charttechnischer Sicht wurden die heutigen Aufschläge bitter benötigt. Nach dem jüngsten Kursrutsch war ein neues Verkaufssignal nicht mehr weit (s. vorherige Analyse). Durch die heutigen Käufe wird die Ausbildung eines kurzfristigen Doppelbodens bestätigt und gleichzeitig der EMA50 attackiert. Für ein Buy-Signal fehlt jetzt a) ein nachhaltiger Anstieg über den EMA50 sowie ein Break von 128 EUR. Gelingt dies Anlegern auf der Longseite, dürfte eine Erholungsbewegung Form annehmen. Die nächsten Kursziele würden in diesem Fall bei 138,70 EUR sowie bei einem Gap-Close bei 154,50 EUR liegen.

Ein kurzfristiger Rücksetzer auf knapp 115 EUR (EMA200 und Horizontalsupport) würde dieses bullische Szenario nicht gefährden.

Erst bei einem Rückfall unter ≈115 EUR und Verlusten über 105 EUR hinaus würde das bullische Momentum wieder komplett verpuffen. Tritt dies ein, würden die Bären ihre Übermacht endgültig manifestieren und ein Verkaufssignal mit den Zielen 96,60 - 99,20 EUR sowie 90 EUR wäre unabwendbar. Doch hiervon wird nicht ausgegangen.

Fazit

Mit Plänen für die Herstellung von E-Auto-Batterien macht VARTA Spekulanten eine Freude. Mit dieser strategischen Ausrichtung könnte auch die Aktie die Verlustserie der letzten Wochen beenden. Wichtig hierfür wäre es, das positive Momentum nun auszuspielen. Ob die große Rückkehr der Bullen damit beginnt muss sich erst noch herausstellen, wobei die heutigen Meldungen eine Steilvorlage hierfür liefern. Als Einstiegsmarken ergeben sich 128 EUR oder im antizyklischen Fall 115 EUR.

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VARTA - Aktie

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