Am 08.10.2008 warnte die (Investment)bank Morgan Stanley ihre Klienten vor einem Milliardenpoker gegen Porsche. Unter der Hand gab es in der Szene den Verdacht, dass Porsche über Optionplays seine VW Anteile erhöht hatte. Zwar tat Porsche solche Spekulationen immer wieder ab und bezeichnete sie als "Märchen", die Spekulationen ebbten aber nicht ab. In der Branche war das Risiko also duchaus bekannt.

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    Was sich in den vergangenen Wochen in der Volkswagenaktie abgespielt hat, ist ein "infinite Squeeze". Solche Short Squeeze Ereignisse sieht man nur sehr selten. 15 bis 20 Milliarden Euro Verluste sollen bei Banken und Hedgefunds angelaufen sein. Das ist die Summe, die Porsche mit dieser Aktien verdient haben könnte. Nach wie vor ist nicht bekannt, welche Adressen wirklich in den Short Squeeze geraten sind. Die Namen einiger in London ansässiger Hedgefunds wurden genannt, sie dementierten jedoch stärker involviert zu sein. Möglicherweise wurden die Gerüchte gestreute, um reguläre Bankinstitute aus der Schußbahn zu ziehen.

    Heute geht im Markt das Gerücht um, dass Porsche eine "special dividend" an seine Aktionäre ausschütten werde.