• DAX - Kürzel: DAX - ISIN: DE0008469008
    Börse: XETRA / Kursstand: 13.252,86 Pkt
  • Dow Jones - Kürzel: DJIA - ISIN: US2605661048
    Börse: NYSE / Kursstand: 29.969,52 $

Der Nasdaq100 bewegte sich nicht in die Richtung, wie das nach seiner Meinung nach 100 %ige Signal impliziert hatte. Anstatt zu steigen, fiel der Index. Rigobert begann zu schwitzen, die Position lief gegen ihn, die Verluste wurden größer. Er begann zu hyperventilieren, besann sich dann aber auf eine der grundsätzlichen Regeln des aktiven Handels: Akzeptiere Verluste!

Er schloss die Position, realisierte den Verlust. Nach dem Desaster fühlte er sich erschöpft. Sein Blick fiel auf seinen Kontostand, er hatte ordentlich Geld verloren. Aus 10.000 EUR hatte er 8.000 EUR gemacht. Mit einem Fehltrade. Einem großen Fehltrade. Er hatte ausnahmsweise wegen des besonders lukrativen Signals mehr Kapital eingesetzt als sonst.

Tja. Was nun ? Das Gefühl war unerträglich. Noch vor ein paar Tagen besaß er 10.000 EUR, jetzt nur noch 8.000 EUR. Er musste sich den Verlust sofort zurückholen, SOFORT! Rastlos blätterte er durch Charts, las Finanznachrichten, schaute sich Kurslisten an. Dann, Dynamik, im Bitcoin. Rigobert schöpft Hoffnung. Im Falle eines Kaufs könnte er seinen Verlust zurückholen und sogar noch einen Profit raushandeln, wenn der Bitcoinpreis nun schnell um 10 % steigen würde. Er packt die Brechstange aus, er kauft Bitcoin. Und ja, wieder mit einem ungewöhnlich großen Kapitaleinsatz. Gut, Klick, der Kauf wird sofort online eingebucht. Der Mann ist voller Hoffnung. Er kann es schaffen, der Verlust ist gleich wieder reingeholt.

ABER dann: Der Bitcoinkurs dreht, die Kurse sacken schnell, dynamisch gen Süden. In Richtung Hölle. Rigobert wird kreidebleich, sein Kreislauf macht nicht mehr mit ...

Ich kürze die Geschichte mal ab. Genau so nicht handeln! Nicht die Brechstange herausholen. Nicht sofort weiter traden, nicht die Size erhöhen. Stattdessen beispielsweise mit einem Time Stop arbeiten. Nach einem Misserfolg an der Börse, abrupt den Handel stoppen und ein paar Tage abwarten und zwischenzeitlich raus an die frische Luft gehen. Spazieren gehen, joggen, schwimmen, Rad fahren, den Kopf frei bekommen. Erst wenn der emotionale Overflow abgebaut ist, wieder an den Rechner setzen und möglichst rational, sachlich die nächsten Entscheidungen treffen.

Merke: Niemals aus der Defensive heraus Positionsgrößen vergrößern! Das geht meistens schief.

Also Traderinnen und Trader, lasst die Brechstange eingepackt. Bringt sie raus in die Garage, damit ihr nicht in Versuchung geratet.

Beste Grüße,

Euer Harry

Wichtige Tradingregel: Du musst Warten können

Wichtige Tradingregel: Kenne dein Signal!

Wichtige Tradingregel: Akzeptiere Verluste!

Wichtige Tradingregel: Setze nicht auf den lucky Punch!

Tradingalltag - Der Supergau!

Tradingalltag - Emotionaler Schmerz entgangener Gewinne

Wichtige Tradingregel: Halte zuerst eine Zehe ins kalte Wasser

Anlegertypen: Sag es, sag es! Sag, was ich hören will!

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