• USD/JPY - Kürzel: USD/JPY - ISIN: XC0009659910
    Börse: FOREX / Kursstand: 123,5920 ¥

Einen Zeitplan gibt es nicht für den Ausstieg der japanischen Notenbank aus der Politik des billigen Geldes. Zwar sind zahlreiche Investmentbanken, von Barclays bis Standard Chartered zurückgerudert, sehen keine Yen-Abwertung mehr, erwarten sogar eine Drosselung der QE-Programme Japans im Oktober.

Ich konnte mich der ganzen Panik rund um den Yen nicht anschließen, auch wenn USD/JPY und EUR/JPY vor genau einer Woche deutlich eingebrochen waren. USD/JPY sank etwa um 1,5% an einem Tag. Auslöser war der japanische Notenbankchef, der sagte, das QE-Programm werde nicht endlos laufen und er könne sich eine weitere Yen-Abwertung nicht vorstellen.

Was das technisch auslöste war ein ganz normaler technischer Rücksetzer auf das Ausbruchsniveau von Ende Mai.

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USD/JPY: Rücksetzer bislang absolut bullisch

Das habe ich auch meinen Kunden geschrieben, denen ich USD/JPY vor einem Jahr zu 101 JPY zum Kauf empfohlen habe. Heute sind wir bei 123 JPY und solange wir über 118 JPY bleiben brennt hier gar nichts an.

Und tatsächlich ruderte der japanische Notenbankchef Kuroda gestern Nacht auch zurück, und sagte, er habe keine Absicht, den fallenden Yen in irgendeiner Art und Weise aufzuhalten.

“Als ich diese Aussagen traf war ich weder versucht, den nominalen Wechselkurs (des Yen) festzusetzen noch ihn auf die Zukunft zu prognostizieren", sagte Kuroda, der Chef der japanischen Notenbank heute Nacht. “Es ist wünschenswert, wenn der Wechselkurs stabil tendiert in Reflektion der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, und solange diese Bedingung erfüllt ist wird (eine Abwertung des Yen) keine negativen Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft haben."

Bedeutet: Solange sich die Wirtschaft erhole, sei ein fallender Yen kein Problem. Die Yen-Abwertung kann also fröhlich weitergehen und wer auf die Charttechnik achtete ist jetzt klar im Vorteil, er hat sich nämlich eben nicht von der Vola am Markt verrückt machen lassen.